Gelesen: 19. – 21.03.2012 (Zeit nicht genommen), netto 274 Seiten.
Und noch ein Einzelgänger, aber die Geschichte ist so durchgeknallt gut das ich eigentlich nix verraten möchte. Alles ein wenig brutaler, deutlich mehr expliziten Sex und ein Looser der sich als idealer Vater, Überlebenkünstler und Irak-gestälter Marine entpuppt – noch eine “One Man Army” die es mit Gott, der Welt, Mexikanischen Drogenhändlern, Hells Angles und und und aufnimmt.
Eine sowas von Runde und kurzweilige Geschichte wie ich sie wirklich lange lange nicht gelesen habe. Das Original ist von 1997 und war der Durchbruch für Don Winslow – und der englische Titel ist irgendwie viel schöner: “The Death and Life of Bobby Z” – vor allem wenn man am Ende die Pointe hinter sich hat und das “aaahhhhh” kommt. Neat!
Gelesen: 15.-18.03.2012 (Zeit nicht genommen), netto 358 Seiten.
Ich habe beschlossen mich komplett durch das Œuvre von Don Winslow zu arbeiten – zu sehr trifft er meinen durch James Ellroy, Walter Mosley, David M. Pierce, Thomas Adcock oder auch Jerry Oster geprägten Krimigeschmack.
Frankie Machine ist ein Einzelstück – als Buch als auch als alternder Mitläufer der Mafia. Das er als Mitläufer eine Gabe hatte (nämlich das spurenfreie Töten) wird einem schnell klar, denn seine ruhige und heile Welt als Surfer und Ladenbesitzer wird wüst durchkreuzt. Das die Geschichte dabei vorhersehbar ist, ist nicht wirklich schlimm denn sie ist einfach gut, flüssig, lustig, spannend erzählt – und Gewalt ist so lakonisch geschildert wie sie in diesen Kreisen nunmal zum Leben gehört. Am Ende haben alle – wie schon immer – Frankie unterschätzt. Sein “altes” Leben hat er dennoch nicht zurück, aber das ist nicht wirklich wichtig. “Ein Mann sieht Grün” – wäre das ein passender Filmname? Das Buch sollte mit Robert DeNiro verfilmt werden, aber aus irgendwelchen Gründen stockt das Projekt seit 2007 – eigentlich wollte DeNiro ja auch keine Mafiosi mehr spielen…
Gelesen: 10.03. – 15.03.2012 (Zeit nicht genommen), netto 168 Seiten.
Ramones. The Mighty Ramones. Eine der Bands die ich mit auf die “einsame Insel” nehmen würde – auf einem MP3 Player und im Herzen.
1985 durfte ich die Ramones aus größter Nähe in der Hamburger Ernst-Merk-Halle erleben (eine Band mit der ich unterwegs war durfte als Vorgruppe spielen, wir durften also “Backstage” sein), 1996 bin ich dann nach Buenos Aires geflogen um eine der letzten Shows der Ramones zu sehen (und das in Argentinien, wo sie so dermaßen verehrt werden) – wiederum “Backstage” als Gast einer andere deutschen Band die zusammen mit den Ramones das Stadion von River Plate bespielte. Bei mir zuhause hängen jede Menge Ramones Memorabilia an der Wand, dazu 2 Joey Ramone Puppen (!) im Regal, diverese DVD’s (eigentlich alle) und diverse Bücher. Ich bin also “biased”…
Das Buch ist Klasse. Hervorragende Verpackung (fetter Einband, guter Druck, Klasse und durchgehendes Styling) und großartiger Inhalt. Was aus allen anderen Bücher schon immer durchkam wird jetzt klar: Johnny war der “Motor” der Band und – Sozialromantiker aufgepasst – das ganze war für ihn nur ein Job mit dem er sein Ziel “Early Retirement” erreichen wollte. Aus diesem “Work Ethos” erklärt sich dann auch warum die Ramones immer auf Tour waren, das war wie zur Arbeit gehen. Als das Geld reichte (und Joey immer kranker wurde) war Feierabend. Das die Ramones dannach viel mehr Geld machten als vorher – drauf geschissen (aus Johnny’s Sicht).
Lesenswert, unbedingt im Kontext der Bücher über Joey und DeeDee lesen.