Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.196

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.196

    Ingvar Ambjørnsen - Aus dem Feuer (Edition Nautilus, 2016)
    Ingvar Ambjørnsen – Aus dem Feuer (Edition Nautilus, 2016)

    Gelesen: 01. – 10.10.2016 netto 309 Seiten.

    Komisches Ding – ein Roman über einen norwegischen Krimi-Autor, der ein Verbrechen begeht?

    Ja, ein echter Ambjørnsen halt – zu durchschauen ist das nicht vollständig. Spielt auch zu großen Teilen in Hamburg, kann also was autobiographisches haben ohne das ich das so richtig auf die Spur bekommen.

    Mir fehlt das so die Spannung: Weder wird der norwegische Erfolgskrimi in Bauch-und-Bogen in die Scheiße gezogen noch ist genug Gewalt da.

    Aber schreiben, das kann der Kollege Ambjørnsen sehr wohl und beschreiben noch viel besser!

    Soundtrack dazu: The Vikings, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.195

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.195

    Frank Schulz - Onno Viets und der weiße Hirsch (Verlag Galiani Berlin, 2016)
    Frank Schulz – Onno Viets und der weiße Hirsch (Verlag Galiani Berlin, 2016)

    Gelesen: 19. – 30.09.2016 netto 340 Seiten.

    Das erste Buch Hamburg, das zweite Buch Kreuzfahrt und jetzt hat es die Lusche Onno Viets zu den Schwiegereltern, 88 Minuten außerhalb von Hamburg, verschlagen.

    Die Kombi “Privatdetektiv”, “Tischtennisspieler” und “Lusche” (auf hohem Niveau) ist ja schon genial aber das genaue Auge von Frank Schulz auf dem dörflichen Lokalkolorit – das macht die Sache einfach unbezahlbar. Wirklich.

    Und das bei diesen ganzen skurrilen Figuren im Dorf und einem vordergründigen  Kriminalfall im Grunde eine wirklich große Familiensaga vom II. Weltkrieg bis heute (über RAF und was noch alles) erzählt wird – das wird dem Leser, der Onno beim Schweigen begleitet, erst am Ende gewahr. Und das ist wirklich cool.

    Sprachlich ganz großes Kino und für jeden Hamburger mit “Familie” im dörflichen Umland ein wirklich großes Kino. Krimi kann so schön sein, und Lokalkolorit so cool …

    Wie alles von Frank Schulz – kaufen, lesen, staunen und lieben!

    Soundtrack dazu: Targets, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.194

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.194

    Michael Dibdin - Schwarzer Trüffel (UT Metro, 2016)
    Michael Dibdin – Schwarzer Trüffel (UT Metro, 2016)

    Gelesen: 11. – 18.09.2016 netto 314 Seiten

    Mist, in der Hektik des Umzuges habe ich von den drei noch zu lesenden Aurelio Zen Büchern bei UT Metro leider das letzte zuerst angefangen – auch wenn die Fälle nicht wirklich aufeinander aufbauen ist das einfach ärgerlich. Genauso ärgerlich wie Verlage, die sich bei einer Neuauflage oder Erstausgabe ebenso nicht an die inhaltliche Reihenfolge halten.

    Nevermind, der 6te Fall mit Aurelio Zen und irgendwas ist schief gelaufen: Er bekommt einen Spezialauftrag von einem einflussreichen Weinliebhaber (der offensichtlich so mächtig ist das Aurelios Chefs diesen einfach “weitergeben”) und soll die Unschuld eines Weinbauern beweisen, damit dieser einen Jahrhundertwein keltern kann.

    Also endet der Vize-Questore im Piemont, in einem Dorf wo jeder Dreck am stecken hat: Trüffel und Wein waren schon immer gute Möglichkeiten illegal Geld zu machen. Dazu ein wenig alter Ärger aus der Kriegszeit und insgesamt Missgunst. Herrlich verrückte Charaktere und ein ebenso herrlich durchgeknallter, selbstherrlicher und diesmal auch zugerauchter Komissar, der scheinbar völlig den Überblick verliert. Vor allem seine Eigenheiten machen ihn irgendwie zum Anti-Helden, das kommt echt gut.

    Des Rätsels Lösung ist dabei dem Leser näher als dem Komissar, da der Täter teilweise in der Ich-Perspektive erzählt. Das ist dennoch ein weiteres Kapitel gibt in dem der Täter …. stop: Einfach nur cool – also selber lesen.

    Dunkel, herzlich und der Region verbunden. Bisher der beste Aurelio Zen für mich!

    Soundtrack dazu: Psycho Vandals, was sonst?