Bücher, schnell gelesen: Teil 1.310

Roger Smith - Mann am Boden (Tropen, 2018)
Roger Smith – Mann am Boden (Tropen, 2018)

Gelesen: 23. – 28.03.2018, netto 312 Seiten

Roger Smith kommt ja aus Zuid-Afrika und hat das Land inzwischen in Richtung Thailand verlassen.  Das gleiche hat der „Held“ in diesem Buch auch gemacht, er hat ZA in Richtung US of A verlassen.

Und dort lebt er als glücklicher Geschäftsmann mit seiner Frau und seiner Tochter. Klasse. Aber dann wird seine Familie brutal überfallen. Und fortan wird das Buch nicht nur zum blutigen Splattermovie sondern auch zu einem, bei dem Opfer Täter sind und nicht mehr so zu sein scheint, wie es ist.

Großartig in Szene gesetzt, mit Rückblenden nach Zuid-Afrika, und immer schön an der Grenze des Ertragbaren bzw. des guten Geschmacks. Aber Drogen, Dealen, Korruption und Machtmissbrauch sind keine Dinge die schön zu reden sind sondern die am besten so serviert werden wie sie in Wirklichkeit passieren: Schlecht für die auf der falschen Seite, tödlich für die, die nichts haben und im Zweifel auch schlecht für die auf der richtigen Seite – wenn sie denn nicht oben in der Nahrungskette sind.

Herrlich brutal, herrlich blutig. Eine wahre Pracht. Und ein überraschendes Ende (denn es ist lange nicht klar wer am Leben bleibt) – ich liebe es wenn Helden mitten im Film/Buch einfach mal sterben.

Soundtrack dazu: Yard Trauma – Cry a little longer, was sonst?

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.260

James Rayburn - Sie werden dich finden (Tropen, 2017)
James Rayburn – Sie werden dich finden (Tropen, 2017)

Gelesen: 17. – 19.08.2017, netto 393 Seiten.

Hinter James Rayburn versteckt sich Roger Smith, ich denke mal das alter-ego hat er benutzt da der Roman nicht in seinem üblichen Setting in Zuid-Afrika spielt.

Das Thema Spionage-Thriller ist ja ehr ein ausgelutschtes und interessiert mich tendenziell ehr nicht so. Dieser ist aber überraschend flott, vor allem weil er hart, schnell uns extrem lakonisch ist. Natürlich ist die CIA Böse und hinter den Kulissen gibt es einen Kulissenschieber der letztendlich das Spiel bestimmt aber der kleine Ausschnitt den wir angucken ist echt gut gemacht.

Und das beste, was dieses Buch quasi unverfilmbar macht, darf ich nicht einmal verraten.

Spoiler

Die Heldin Kate kämpft wie eine Furie, mordet Gegner um Gegner und am Ende gibt es kein Happy End sondern … sie wird erstochen. Einfach weil es so richtig ist.

[collapse]

Dazu jede Menge Gewissheit das du dir in dem Geschäft niemals die eigene Frau zum Gegner machen solltest und das du niemals die Furie in einer Frau wecken darfst weil du ihren Lover oder Ehemann um die Ecke bringst bzw. unter den Verdacht kommst dafür verantwortlich zu sein. Und das ist das coole – eine endlose Serie von hintenrumdurchdiebrustinsauge-Geschichten. Alle Spieler denken an Zu 3 und 4 wenn sie etwas machen.

Großes Kino mit hohem Suchtfaktor und ausreichend Lacher.

Soundtrack dazu: Full Empty, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.124

Roger Smith - Leichtes Opfer (Tropen, 2015)
Roger Smith – Leichtes Opfer (Tropen, 2015)

Gelesen: 04. – 05.09.2015, netto 325 Seiten.

Déjà-vu South African style – nach „Stiller Tod“ kommt „Leichtes Opfer“ und ebenso wie bei stiller Tod beschreibt Roger Smith ein Cape Town in dem der Preis für den Tod niedrig und der Preis des Überlebens von Monstern bestimmt wird. Das größte steckt dabei in uns selbst.

Und das vor allem wenn wir reich und weiß sind. Dann gehen wir über Leichen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Roger Smith bleibt seinem Stil treu:

Der Tod hetzt durch das Leben und Sterben von einem reichen (na was, natürlich weißem) Ehepaar und ihrer Begegnung mit dem realen Leben (in Form einer weißen Toten in ihrem Haus). Der Preis dafür ist hoch und wird bezahlt. Von allen Beteiligten! Und wer kommt am Ende davon? Der mit dem Geld? Nein, keiner!

Ein erneut großartiges Buch, wahrlich wieder nur für Leute die auch was abkönnen!

Soundtrack dazu: Voice of Destruction, was sonst?