Bücher, schnell gelesen: Teil 1.263

Oliver Harris - London Stalker (Blessing, 2017)
Oliver Harris – London Stalker (Blessing, 2017)

Gelesen: 27. – 28.08.2017, netto 360 Seiten.

Endlich was neues von Nick Belsey, dem etwas anderen Cop aus London. Und etwas anderes ist auch die Story, die sowas von modern ist. Zu modern für die Polizei, also nimmt sich die Pariah Nick der Sache an.

Nick droht eine Anklage und ist deswegen suspendiert. Und da er auch obdachlos ist kommt ihm die Aufgabe seines alten Reviers mehr als zurecht – er quartiert sich in der leeren Polizeiwache ein. Und dort findet ihn eine verwirrte Mutter auf der Suche nach ihrem Sohn und tritt damit einen unfassbar guten Parforceritt durch London los.

Und das mit einem hohen Tempo. Und mit so Modernen Dingen wie Instagram und Facebook … es geht um Promis und ihre Stalker. Und weil Nick suspendiert wird kann er die ganze Sache mit einer Geschwindigkeit verfolgen die der normalen Polizei einfach nicht möglich ist. Also ist er den  Cops immer weit voraus, was dazu führt das er in den Focus der Ermittlungen gerät.

Und aus der Stalker-Nummer wird … ein ganz großes Ding. Und ganz anders.

Einfach nur top! Kaufen! Lesen!

Soundtrack dazu: Gallows, was sonst?

PS: Und ja, das Cover passt wieder nicht.

Oliver Harris - The House of Fame (Jonathan Cape, 2016)
Oliver Harris – The House of Fame (Jonathan Cape, 2016)

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.075

Oliver Harris - London Underground (Blessing, 2014)
Oliver Harris – London Underground (Blessing, 2014)

Gelesen: 12. – 13.11.2014, netto 437 Seiten.

Oh, ein Déjà-vu!

Wer immer das bei Random House verbricht gehört abgeurteilt, abgestraft, abgekanzelt und abgewiesen. Wie schon sein Vorgänger ist dieses Buch ein absolut großartiger Krimi der etwas mehr Liebe in der Gestaltung verdient hätte. Dazu transportiert er ein großartiges Feeling über den Kalten Krieg und wie in England die Angst vor dem Atomkrieg in Architektur umgesetzt wurde (über der Erde im „brutalistischen Stil“, unter der Erde in Bunker). Und dazu viele Geheimnisse…

Die Story ereilt den kaputten Cop Nick Belsey per Zufall und seine Nase für Probleme (und vor allem unorthodoxer Art) hilft ihm dabei voll in de Scheiße zu greifen. Fortan weiß er mehr als seine Kollegen, das dürfen diese aber nicht wissen da er nicht zugeben darf, das er … aber lest selbst, das ist echt großartig.

Wer den Film CREEP mag (und der ist einfach ganz großes Kino, bei erscheinen hab ich ihn im Kino gesehen und 80% der Zuschauer verließen verstört vor Ende das Kino!), der fühlt sich hier sowas von zuhause…und wer mehr möchte guckt hier! Oder bei so großartigen Seiten wie Lost Places

Soundtrack dazu: The Jam – Going Underground, was sonst?

PS: Warum Random House hier weiter Mist baut? Seht selbst:

Oliver Harris - Deep Shelter (Jonathan Cape, 2014)
Oliver Harris – Deep Shelter (Jonathan Cape, 2014)

Bücher, schnell gelesen: Teil 912

Oliver Harris - London Killing (Blessing, 2012)
Oliver Harris – London Killing (Blessing, 2012)

Gelesen: 26. – 27.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 472 Seiten.

Das Schlechte vorweg: Wie aus dem Orginal-Titel „The Hollow Man“ das deutsche „London Killing“ und wie aus einem passenden Cover ein reißerisches und plakatives Londoner-Skyline-goes-gore Cover werden konnte – da haben zu Recht namenlose Dilettanten im Karl-Blessing Verlag (Teil der Verlagsgruppe Random House) sowas von einfach nur Kacke gebaut.

Wahrscheinlich lassen diese Idioten auch Buchkritiken durch den Google-Translator laufen. Nein? Also – ja – zu Strafe mache ich das:

Zuerst in einer neuen Serie im zeitgenössischen London gesetzt führt Detective Nick Belsey Aufwachen vor der Morgendämmerung, verkatert, bankrott, und mit den Trümmern eines Polizei-Streifenwagen er kann mich nicht erinnern Absturz in der Nähe.

Na ja, er hat die Londoner coolsten Cop, der Art Ihrer Teenager würde bewundern, mit Ausnahme sogar Belsey kennt das Spiel ist bis jetzt sein. Zurück in Hampstead CID seine Sachen zu holen, fängt eine vermisste Person Bericht sein Auge – ein Erwachsener, der aus seiner Heimat auf die Bischöfe Avenue, einer der teuersten Straßen der Welt von Oligarchen, Scheichs und ihre Sicherheitsleute bevölkert verschwunden ist.

Stellt sich heraus, Alex Devereux, ein Vermögen wert, noch nie gesehen, lebte allein ….. es gibt einen Porsche in der Garage, ein Abschiedsbrief auf seinem Schreibtisch, und Nick die Gelegenheit, Einblicke in ein neues Leben. Es ist nur schade, dass so viele andere Menschen sind für Devereux suchen.

Harris hat der Londoner Unterwelt für seine reichlich aufgetragen und ungewöhnlichen Krimiserie geplündert – die Unterwelt von der unglaublich reichen und mächtigen und korrupten, die Art, die Regierungen und Gesetze und finanzielle Regelungen zu umgehen und wird vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen. Es ist starker Tobak.

So einen Scheiß macht man nicht. Für so ein großartiges Buch gibt man sich bitte mehr Mühe. Oder man soll für immer in der Hölle schmoren, da wo es keine Bücher gibt.

Kurz:

Oliver Harris - The Hollow Man (Jonathan Cape, 2011)
Oliver Harris – The Hollow Man (Jonathan Cape, 2011)

Kaufen!

Soundtrack dazu: Hateful!