Bücher, schnell gelesen: Teil 1.188

Massimo Carlotto - Am Ende eines öden Tages (Tropen, 2016)
Massimo Carlotto – Am Ende eines öden Tages (Tropen, 2016)

Gelesen: 23. – 31.07.2016 netto 372 Seiten

Wo Massimo Carlotto drauf steht das ist es dunkel. schwarz und böse. Und Gerechtigkeit gibt es nicht. Und der Staat? Durch und durch korrupt!

Willkommen in Italien und willkommen bei einer weiter Geschichte aus der Realität (davon gehe ich jedenfalls aus). Ein linker Terrorist kommt aus dem südamerikanischen Exil zurück und verkauft seine Seele um eine möglichst kurze Haftstrafe zubekommen.

Das klappt und er nutzt alle (wirklich alle) Möglichkeiten um mit Gewalt, Brutalität und Rücksichtslosigkeit sich ein Plätzchen im warmen, ein Plätzchen in der Gesellschaft zu bekommen. Mord und Vergewaltigung gehören dazu, ebenso wie das Beschissen werden und das Bescheißen – des eigenen Vorteils willen.

Extrem brutal, extrem sexistisch und extrem gut!

Soundtrack dazu: The Veterans, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.061

Massimo Carlotto - Die Marseille Connection (Tropen, 2013)
Massimo Carlotto – Die Marseille Connection (Tropen, 2013)

Gelesen: 02. – 08.09.2014, netto 233 Seiten

Puh, das ist aber ganz schön „dicht“ – auf wenige Seiten packt Massimo Carlotto viel Story. Andere hätten das auf 450 Seiten untergebracht und ehrlich, wenn es in der Qualität von Carlotto wäre dann wäre das auch ok. So fühlt sich das immer ein wenig „kurz“ an.

Aber tolle Charaktere machen das ganze zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, vor allem auch weil es jede Menge moderne Bösewichte (südamerikanische Drogenhändler, russische Mafiosi, tschetschenische Terroristen gepaart mit bösen BWL-Studenten aus reichen Familien und Cops, die illegale Methoden benutzen umd den Status Quo in der Stadt zu halten) und jede Menge Gewalt beinhaltet. Und, ja, ein cooles Ende! Lesen!

Soundtrack dazu: Warrior Kids, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 940

Massimo Carlotto - Banditenliebe (Tropen, 2011)
Massimo Carlotto – Banditenliebe (Tropen, 2011)

Gelesen: 28.08.2012 (Zeit nicht genommen), netto 179 Seiten

Das Thema ist einfach – Mafia. Die Lösung ist schwierig – selber böse sein. Nein, selber böse bleiben.

Bei Massimo Carlotto gibt es keine Gutmenschen, das Leben in Italien ist hart, immer an der Kante von Rechtsstaat und sich durchwursteln und der bevorstehende Niedergang der Wirtschaft schon zu fühlen. Und Schuld sind sowieso die anderen und natürlich die billigen Ausländer.

Schöne Geschichte, gut geschrieben, kurz und prägnant, brutal wo es sein muss und eben tief verwurzelt im Italien der Schattenwirtschaft, des Drogenhandels und und und.

Ich glaub ich werd als nächstes mal die Lebengeschichte von Carlotto lesen, kling ungeheuer interessant – fast wie ein Krimi!

Soundtrack dazu: The Mangers, was sonst?