Bücher, schnell gelesen: Teil 1.424

Adrian McKinty - The Chain (Knaur, 2019)
Adrian McKinty – The Chain (Knaur, 2019)

Gelesen: 25. – 29.11.2019, netto 338 Seiten.

We must never break the chain“ (Stevie Nicks, „The Chain“ Demo 1976)

So Kacke wie Fleetwood Mac (ist dieses Buch), so klasse wir Stevie Nicks in den frühen 70er (ist Adrian McKinty in seinen anderen Büchern).

Geht hier jemand den Weg eines Don Winslow und produziert Dutzendware für den amerikanischen Markt (wobei das Buch noch vor erscheinen als Drehbuch nach Hollywood verkauft wird)?

Von den ersten Sätzen an ist das nix, die Storyline klingt wie ein Film den ich schon gesehen habe und das ganze ist sowas von panne (ohne dabei Pfiff zu haben). Die Heldin Rachel Klein ist völlig unrealistisch und der Gegenpart ist vorhersehrbar … Psychowahn. Boah. Wasnscheiss.

Ich habe mich durchgequält ohne glücklich zu werden. Zum Glück kommen demnächst noch zwei Sean Duffy Bücher…

Finger weg!

Soundtrack dazu: Slaugher & The Dogs – You’re A Bore, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.217

Russell Wangersky - Walt (Knaur, 2016)
Russell Wangersky – Walt (Knaur, 2016)

Gelesen: 03. – 04.01.2017 netto 296 Seiten

Hui, das ist ein kleiner, putziger und sehr abseitiger Krimi – alleine das Setting ist es wert verfilmt zu werden.

Walt ist ein Niemand und wird von allen übersehen oder ignoriert, sein Job ist Putzmann im Supermarkt. Sein Hobby: Die Einkaufszettel seiner Kunden aus dem Müll klauben – vor allem der weiblichen Kunden. Und die ahnen nicht, was sie mit diesem Zetteln alles preisgeben. Walt ist in der Lage nicht nur ihr Leben sondern auch ihre Lebenslage zu dechiffrieren.

Und Walt hat ein paar Geheimnisse, u.a. ist seine Ex-Frau verschwunden. Einfach so. Die Polizei hat sie nicht gefunden, ihn aber schon öfter vernommen. Ohne das weiter was passiert ist – Walt ist halt ein Niemand.

Eine kleine, feine und gemeine Geschichte wird hier aufgezogen – 3 Handlungsstränge und diverse Erzählperspektiven lassen den Leser lange im Glauben das er das ganze überblickt. Aber nada! Cool gemacht und das kann ich mir nun wirklich als großartigen Film vorstellen!

Soundtrack dazu: Night Prowler, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.150

Howard Linskey - Crime Maschine (Knaur, 2012)
Howard Linskey – Crime Maschine (Knaur, 2012)

Gelesen: 01. – 03.01.2016, netto 373 Seiten.

Tja, schon doof wenn mann durch Zufall zuerst den dritten Teil einer Trilogie gelesen hat – dann fällt die Spannung etwas ab…

Ok, da aber der Schlusspunkt echt guter hard-boiled crime war hab ich mir die anderen beiden Teile auch auf die Liste geschrieben und werde mich da durch kämpfen.

Der Start ist im Grunde eine ganz einfache Geschichte darüber, wir „Gangs“ (oder „Firms“) eine Stadt oder einen Einnahmezweig in einer Stadt im Griff haben. Und wie sie strukturiert sind. Und wie eine kleine Sache ein großes Gefüge auseinander bringen kann. Und bei illegalen Geschäften auch bringen wird.

Die harten Jungs aus Newcastle werden durch eine verpatzte Geldübergabe an eine beschützende Organisation vom Kurs abgebracht und kommen schnell dahinter das ihnen jemand ans Leder will. Das passiert schnell, brutal und so das es sie beinahe dahinrafft. Aber – Trilogie! – am Ende kommt der Held als neuer Boss (um einen hohen Preis) aus der Sache raus und ist erstmal fein raus.

PS: Alle drei Bände sollten in einem dicken Wälzer zusammenkommen!

Soundtrack dazu: The Business – was sonst?