Bücher, schnell gelesen: Teil 1.334

Ellroy, Hyman, Matz, Fincher - Black Dahlia (schreiber & leser, 2015)
Ellroy, Hyman, Matz, Fincher – Black Dahlia (schreiber & leser, 2015)

Gelesen: 24. – 25.07.2018, netto 161 Seiten

1988 hat mich „Die schwarze Dahlie“ von James Ellroy dazu gebracht eigentlich nur noch Krimis zu lesen. Es ist ein ganz wunderbares Buch, das bei mir das volle Kopfkino gezündet hat. Seit dem ist James Ellroy definitiv einer meiner Lieblingsautoren (und hiermit jedem ans Herz gelegt).

Ich hab eine Zeit lang auch jede Menge Comics gelauft und gelesen, das allerdings habe ich irgendwann aufgegeben da ich gegen die Flut nicht ankam. Platten und Bücher reichen mir jetzt um glücklich zu sein.

Dennoch bin ich über diese Comic-Adaption der Black Dahlia gestolpert und als alter Ellroy Fan habe ich sie mitgenommen. Die Geschichte selbst ist ja bekannt, die Frage ist ob sie mit Hilfe von Bildern und wenig Text auch so gut rüberkommt. Und, quelle surprise, es funktioniert tatsächlich.

Die Illustrationen von Miles Hyman sind sehr schön LA Noir, fast wie auf einem alten und leicht unscharfen Farbfilm. Dazu haben Matz (Alexis Nolent) und David Fincher das ganze auf die wesentlichen Punkte und Texte reduziert. Wie auch bei einer Verfilmung hilft es natürlich wenn man das Buch gelesen hat.

Gute Arbeit.

Soundtrack dazu: The High Numbers – Zoot Suit, was sonst?

Zum Thema Zoot Riots:

 

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.106

James Ellroy - Perfidia (Ullstein, 2015)
James Ellroy – Perfidia (Ullstein, 2015)

Gelesen: 01. – 21.05.2015, netto 943 Seiten.

Hammer! Der erste Krimi, an den ich mein Herz verloren hatte, war „Die Schwarze Dahlie“. Das erste Krimi Universum, das ich komplett verschlungen habe, war das von James Ellroy.

Und jetzt sie alle wieder da: Dudley Smith, Buzz Meeks,  Scotty Bennett, Lee Blanchard, Sid Hudgens, Ward Littell und sogar Elisabeth Short, die wunderschöne Tote aus der „Schwarzen Dahlie“.

Hammer!

Das L.A. Quartett (Die schwarze Dahlie, Blutschatten, Stadt der Teufel, White Jazz) bekommt ein Prequell verpasst. Nachdem er sich zuletzt über die Kennedys und an der Geschichte der US of A der 50er, 60er und 70er abgearbeitet hatte („Underworld Trilogie“) kehrt er nach L.A. zurück und beginnt zeitlich vor der „Black Dahlia“.

Hintergrund ist der Angriff der Japaner auf Pearl Harbor und die Japsenpanik in L.A. – davor  zieht er ein großartiges Epos auf. Es umfasst den Zeitraum zwischen dem 06.12. und dem 29.12.1941 wird im Stakkatoerzählstil- der ihm so eigen ist -erzählt. Atemlos werden echte Ereignisse und echte Personen mit einer Spur des Betruges, der Korruption und der Gewalt verknüpft. Nichts wird dabei ausgelassen und niemals wird der moralische Zeigefinger erhoben. Perfekt!

Wie schon im L.A. Quartett ist L.A. nichts anderes als eine Stadt der Verdammten in der die Polizei die absolute Macht hat. Und alle böse sind. Und keiner einander vertraut. Vergesst die Stadt der Engel – hier regieren Teufel.

HAMMER! LESEN! SOFORT!

Soundtrack dazu: White Flag – Jungle, was sonst?

PS: Das deutsche Cover ist wie das Original aber diese Variante ist um Lichtjahre besser…

James Ellroy - Perfidia (William Heinemann, 2014)
James Ellroy – Perfidia (William Heinemann, 2014)

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 954

James Ellroy - Der Hilliker Fluch (Ullstein, 2012)
James Ellroy – Der Hilliker Fluch (Ullstein, 2012)

Gelesen: 12. – 13.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 243 Seiten.

Nachdem uns James Ellroy bereits 1997 an seiner Manie bezüglich seiner ermordeten Mutter teilnehmen ließ erklärt er uns jetzt, warum seine Mutter schuld daran ist das er Schuld daran ist das alle seine Beziehungen mit Frauen den Bach runter gingen.

Das einzig spannende daran für mich: Er ist kein Held, er ist ein normaler kranker Wahnsinniger. Und: Er erklärt warum der Schreibstil von seiner „Underworld U.S.A.“ Trilogie so wunderbar abgehackt und hektisch rüberkommt. Für diese Erklärung alleine Lesenswert – den Rest seiner (weitestgehend bekannten) Lebensbeichte interessiert mich nicht.

Soundtrack dazu: Seaweed, n sonst?