Bücher, schnell gelesen: Teil 997

Jack Ketchum - Versteckt (Heyne Hardcore, 2013)
Jack Ketchum – Versteckt (Heyne Hardcore, 2013)

Gelesen: 02. – 05.07.2013 (Zeit nicht genommen), netto 221 Seiten plus 12 Seiten biographischer Anhang.

Der letzte (älteste) Jack Ketchum – eine kleine und gemeine Geschichte aus Dead River, einem kleinen fiktiven Städtchen an der Küste von Maine. Ist das ganze zuerst ein typisches Jugendbuch (naja, Diebstahl, Gewalt, Sex – alles von „Jugendlichen“) das auf ein „armer Kleinstadtjunge verliebt sich in böse reiche Stadtschlampe“ hinausläuft wird es am Ende doch ein echter Horrorslasher mit viel Blut und Gewalt. Und wer ganz genau hinhört der hat das Ende irgendwie geahnt, aber nur wenn ein erfahrenes Jack Ketchum Kopfkino mitliesst.

Schönes kleines Buch für zwischendurch, ist sein zweites und von 1984 – hier lernt der Autor offensichtlich noch sein Genre aber kann es schon einigermaßen gut. Irgendwann muss ich eh nach Boston, dann kann ich auch gleich nach Dead River, oder?

Soundtrack dazu:  Sans Nomenclature, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 883

Jack Ketchum - Beutegier (Heyne Hardcore, 2011)
Jack Ketchum - Beutegier (Heyne Hardcore, 2011)

Gelesen: 23.12. – 27.12.2011 (Zeit nicht genommen), netto 271 Seiten und 5 Seiten Nachwort.

Klasse Idee – das blutige Kanibalenepos „Beutezeit“ einfach noch einmal schreiben, 11 Jahre später, und das ganze als schlüssige Fortsetzung anlegen. Ohne „Reibungsverluste“ flutscht das ganze und ist auch leidlich spannend – allerdings hätte ich mir schon etwas mehr „Gore“ gewünscht. Die Geschichte selbst ist ein “ Déjà-vu„, sowohl im Rhythmus als auch in der Anlage der Story. Dazu diesmal ein passender „Cliffhanger“ – das hatte Jack in seinem Erstling schlicht und einfach vergessen.

Das ganze Epos wird durch „Beuterausch“ (engl. Original „The Woman“) 2011 abgeschlossen – der folgt auch hier. Schön das Heyne Hardcore versucht hat die 3 Bücher mit einer passenden Cover-Serie versehen hat, so richtig gelungen ist das aber nicht. Da wäre mehr gegangen!

Die Verfilmungen  von „Offspring“ und „The Woman“ gibt es schon, mehr schlecht als recht, und leider nicht als eine „Einheit“. Wobei „The Woman“ ein echter Knaller, nein, Schocker, ist. Selbst als Splatter gestälter Kino/VHS/DVD Fan mußte ich ein paar mal schlucken – und das war nicht bei den blutigen Szenen: Angucken!

Ich wünsche mir trotzdem immer noch das Rob Zombie sich aller 3 Bücher annimmt! Soundtrack: Saint Vitus!

Bücher, schnell gelesen: Teil 882

Jack Ketchum - Beutezeit (Heyne Hardcore, 2010)
Jack Ketchum - Beutezeit (Heyne Hardcore, 2010)

Gelesen: 16.12. – 23.12.2011 (Zeit nicht genommen), netto 269 Seiten und 9 Seiten Nachwort zur Neu-Edition von 1999.

Klasse, einfach Klasse. Ein großartiges Thema, lakonische Gewalt und eine nüchterne, naturgetreue Erzählung. Selten wurde Kannibalismus und Horror so trocken und cool miteinander verwoben.

Im ländlichen Maine, vor dem Hintergrund einer alten Legende, wird das unaussprechliche (= Menschen jagen Menschen einzig um zu überleben und da es die bevorzugte Nahrung ist) zur nüchternen Realität. Die Gründe dafür schön neblig aber durchaus elegant angerissen fokusiert sich das Buch auf genau 24 Stunden in denen sowohl für die Kannibalensippe als auch für die Urlauber alles den Bach runtergeht. Und, nettes Schmankerl am Rande, als die Polizei eingreift wird es alles noch schlimmer und – wie kann es anders sein – Unschuldige sterben als sie sich gerettet fühlen.

Ein echter Kracher, der 1980 nur entschärft auf den Markt kam und 1999 von Jack Ketchum (eigentlich: Dallas William Mayr) neu editiert wurde, der hoffentlich etwas verschärft verfilmt wird. Als Regisseur wünsche ich mit Rob Zombie, der Nachfolger „Beutegier“ (im englischen passen die Namen mal wieder besser „Offseason“ und „Offspring“ als Nachfolger) soll gleich mit in den Film! Bitte!

Nur etwas für Leute die wirklich abkönnen, wenn Dinge so beschrieben werden wie sie nunmal sind. Und wenn Menschen Menschen als Schlachtvieh halten, dann sind sie eben so wie, ja, also, Schlachter? Soundtrack dazu: Black Sabbath.