Bücher, schnell gelesen: Teil 1.162

Ian Hamilton - Der Rote Stab von Macao (Kein & Aber, 2014)
Ian Hamilton – Der Rote Stab von Macao (Kein & Aber, 2014)

Gelesen: 01. – 05.03.2016, netto 326 Seiten.

Das ist überraschend. Ich verrate nicht gerne die Details aber hier ist das wirklich eine Überraschung: Um ans Ziel zu kommen, in diesem Fall Geld der weit verzweigten Familie, wird Ava Lee zur Mörderin.

Killerin.

Das ist für die sonst ehr auf Vernunft und dezenten Druck bauende Wirtschaftsprüferin mit Kampfsporterfahrung dann doch mal eine Überraschung. Die ganze Geschichte ist weniger glatt und viel sperriger als die anderen Bücher, sicher der Lokation (Hong Kong, Macao, China) und dem Backdrop (Triaden) geschuldet.

Und, auch überraschend, es passt. Vor allem die Konsequenz am Ende. Der Mord. Weil es eben um Geld und Familie ging. Und Betrug. Und Triaden. Und da kommt man zwar easy rein aber nur raus wenn mann/frau nach den Regeln spielt. Und das ist am Ende: Keine Gnade.

Besser als die anderen 3 Bücher, alle zusammen eine vergnügliche Serie.

Soundtrack dazu: Brain Failure, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.161

Ian Hamilton - Die wilden Bestien von Wuhan (Kein & Aber, 2013)
Ian Hamilton – Die wilden Bestien von Wuhan (Kein & Aber, 2013)

Gelesen: 25. – 29.02.2016, netto 339 Seiten.

Und der dritte Streich aus der Ava Lee Serie. Das letzte Buch fand ich „leicht, locker & elegant“ – dieses hier ist irgendwie „kühl“, aber voller stimmiger Charaktere.

Über weite Strecken hat es auch etwas von einem Reisebericht (und ich kann vieles in und um Skagen und in Hirtshals wiedererkennen), der diesmal Nordeuropa durchquert. Es geht um Betrug mit Bildern und das in Summen die (für mich) völlig durchgeknallt sind. Aber offensichtlich gibt es (wohl gerade asiatische) Wirtschaftsgrößen die ihr Geld in Kunst anlegen.

Ava verfolgt also den Betrug und kommt der ganzen Nummer auf die Spur. Hier fehlt mir dann allerdings etwas Blut (wenn es auch kurzfristig zu einem Gewaltausbruch kommt). Irgendwie ist das komisch: Die Heldin und das (wiederkehrende) Thema „Repo Girl“ sind irgendwie cool, aber es fehlt der „Bums“ oder aber die Gewalt. Für mich.

Soundtrack dazu: Tveyhundrað, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.160

Ian Hamilton - Der Jünger von Las Vegas (Kein & Aber, 2012)
Ian Hamilton – Der Jünger von Las Vegas (Kein & Aber, 2012)

Gelesen: 21. – 24.02.2016, netto 357 Seiten.

Yep, da hab ich mir nach meinem Zufallsfund dann mal die restlichen 3 Ava Lee Krimis bei Kein & Aber bestellt – kleine und feine Bücher (sowohl gebunden als auch als TB, schön das eine ordentliche Gestaltung noch möglich ist).

Das ganze ist eine extrem stringente Story mit absolut passenden Settings, guten Charakteren und viel Liebe in der Ausgestaltung. Der Preis sind diesmal 50m$, für mich unfassbar viel Geld für den reichsten Mann der Philippinen einfach nur ein Ärgernis und  eine Frage der Ehre.

Langsam und vorsichtig kommt Ava dabei dem Geld näher, dann erkennt sie den Modus Operandi der Betrüger und danach verbeißt sie sich im „zurückholen“, ihrer Spezialität. Und ab hier wird das ein spannendes und auch ausreichend brutales Geschäft. Schön – wer soviel Geld zurückbekommen möchte muss eben auch mal ernst machen.

Leicht, locker und elegant. Eine Heldin in einem spannenden Fall. Der allerdings ist zu linear – ein wenig mehr Überraschung oder „side steps“ würden das für mich so richtig spannend machen. Also: Gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Soundtrack dazu: Secret Crowds, was sonst?