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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.340

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.340

    Rick DeMarinis - Kaputt in El Paso (pulp master, 2007)
    Rick DeMarinis – Kaputt in El Paso (pulp master, 2007)

    Gelesen: 01. – 02.09.2018, netto 337 Seiten.

    Perfekt. Das ist einfach ein perfektes Buch. Abgehalfterte Helden, die einem sympatisch sind. Ohne Ende reality check des Lebens im Süden der US of A und jede Menge Weisheiten über das Leben, das Überleben, die Welt der Drogen und das Geschäft mit den Drogen (eine logistische Dienstleistung, nicht mehr).

    Uriah Walkinghorse ist ein abgehalfterter Bodybuilder der lieber als Hausmeister in einer Asi-Wohnanlage lebt als seiner ex-Frau Alimente zu zahlen. Und da er um Geld verlegen ist nimmt er das Angebot an, mit seinem furchterregendem Körper in einem Domina-Studio auszuhelfen. Prompt stirbt der Kunde und von da an geht es bergab.

    Unter anderem auch weil der Kunde eigentlich das amerikanische Aushängeschild der Narcos aus dem Süden war. Und diese sind daher ein wenig angefressen (aber das sehr stilvoll).

    Das ganze erinnert an den großartigen David M. Pierce und seine genialen Victor Daniels Krimis: Voller schwarzem Humor, voller Wahrheit und voller genialer Stolpersteine die den Helden immer wieder zur Strecke bringen (aber, keine Sorge, er steht immer wieder auf).

    Das ist geiler Scheiß, kaufen!

    Soundtrack dazu: Capitol Punishment, was sonst?

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.298

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.298

    Tom Franklin - Smonk (Pulp Master, 2017)
    Tom Franklin – Smonk (Pulp Master, 2017)

    Gelesen: 21. – 26.01.2018, netto 288 Seiten

    Was für ein Bastard!

    The south is gonna rise again“?

    Hahaha, nein – diese Bande von Degenerierten, Mördern und Vergewaltigern, religiösen Blutschändern und Rassisten? Echt? Nein, das ist kein rise above, da ist nur Elend.

    Und Elend kann echt lustig sein – sagt zumindest der Autor, der immerhin Professor für kreatives Schreiben ist: “Das Schreiben war wie Masturbieren: Es fühlt sich großartig an, aber gleichzeitig fühlt man sich schuldig – es war zu gewalttätig, es war zu schräg, es wurde zu viel gefurzt, und es gab zu viel Sex.

    Ich habe bereits nach wenigen Seiten aufgehört die Toten zu zählen, vor allem die 15 jährige Hure Evavangeline schlachtet alles ab was ihr an die Wäsche will, auch die die dafür bezahlen. Auf ihrer Fährte ist eine durchgeknallte Horde christlicher Deputies die von einem noch durchgeknallterem Sheriff angeführt werden.

    Und über allem thront E.O. Smonk, ein Bösewicht wie aus dem Bilderbuch. Dazu noch eine Stadt voller tollwütiger Witwen und das große ganze versinkt in einem riesigen Schwall Blut. Einfach herrlich!

    Wow. Der beste Gore-Western seit 2000 (und 2001) Maniacs! Jetzt aber bitte als Film, das wäre ein Hammer.

    Soundtrack dazu: Psycho Charger – The South will rise, was sonst?

    PS: Die Cover von Pulp Master sind ja nicht so mein, das Original ist irgendwie aber auch zu einfach…

    Tom Franklin - Smonk (William Morrow, 2006)
    Tom Franklin – Smonk (William Morrow, 2006)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.279

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.279

    Dave Zeltserman - small crimes (Pulp Master, 2017)
    Dave Zeltserman – small crimes (Pulp Master, 2017)

    Gelesen: 04. – 06.11.2017, netto 332 Seiten

    Ja, Dave Zeltserman hat mich gepackt. Das ist einfach wunderbarer hard-boiled shit voller lakonischer Gewalt. Und die Menschen sind böse. Und die in Uniform, die Guten … die sind nochmal so böse.

    Joe Denton war einer von ihnen, korrupt und die Nase voller Koks. Und als der Staatsanwalt Beweise gegen ihn zusammengetragen hat latscht er bis unter die Haarspitzen voller Koks in sein Büro und fackelt die Beweise ab. Leider kommt der Staatsanwalt vorbei und Joe versucht ihn mit einem Brieföffner zu killen – voller Drogen verkackt er das aber und verunstaltet nur sein Gesicht und vergisst ihn zu killen.

    Seine ebenso korrupten Kollegen sorgen für ein mildes Urteil (7 Jahre) in einem ruhigen lokalem Gefängnis. Doch als seine Zeit um ist hat er nichts mehr: Frau und Töchter weg, Cop-Freunde weg und auch sonst … niemand mehr. Auch seine Eltern, die ihn zuerst aufnehmen, wollen nichts mit ihm zu tun haben.

    Und die anderen Cops? Die wollen das er den Job nun zu ende bringt. Der Staatsanwalt ist nämlich dabei den lokalen Mafia-Boss, der mit Krebs den Tod erwartet, alle Geheimnisse zu entlocken.

    Und damit geht es wieder bergab mit Joe – er hat jede Menge Feinde am Arsch die ihn entweder benutzen und begraben wollen. Oder beides, in Reihenfolge. Wunderbar gewalttätig übrigens. Und Joe zieht die zu erwartende Spur an Tod und Zerstörung hinter sich her, wer mit ihm zu tun hat stirbt. Disillusion Paradise!

    Großartig, mit ordentlich Lokalkolorit und Geschwindigkeit, vielen kleinen Überraschungen und einem großartigem Finale: “Ich lachte auf der gesamten Fahrt in die Hölle.

    Kaufen!

    Soundtrack dazu: City Saints, was sonst?

    PS: Das Buch wurde großartig von Netflix verfilmt! Angucken!