0:1 in Dresden verloren und damit raus aus dem Kampf um den Relegationsplatz. Das ist aber auch das einzig positive. Negativ ist, das seit Schubert das Ruder übernommen hat weder eine taktische noch spielerische Weiterentwicklung zu sehen ist. Und das macht mir angst für die nächste Saison. Trotzdem freue ich mich jetzt auf einen Heimsieg gegen Paderborn zum Abschluß – soll doch Düsseldorf Köln in die 2te Liga schicken. Gespannt bin ich auch darauf, wie es mit der versenkten Hansa-Kogge weitergeht: Die Stadt Rostock hat sicher keine Steuergelder zu verschenken, und dann ist Abflug in die 4. Liga angesagt wenn ich nicht irre. Dann gibt es ein Duell FC St. Pauli 2. – Hansa Rostock, oh Gott, da habe ich ja auch keinen Bock drauf: Geht lieber ganz unter und fangt neu an!
Gelesen: 27. – 28.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 286 Seiten.
Zwiespältig. Die Idee ist offensichtlich geklaut (z.B. von David Simon) aber sprachlich nicht halb so elegant umgesetzt. Es geht hier um das, was wir außerhalb vom Vereinten Königreich eigentlich so garnicht wahrnehmen: Das die Jugend dort sowas von den Bach runtergeht, wenn sie nicht Kraft Klassenzugehörigkeit ihrer Eltern “Glück” mit Wohnsitz, Schule und Ausbildung hat. Und abseits von London geht eh alles den Bach runter.
Der Autor hat als “Embedded Journalist” Polzeieinheiten in Manchester, London und Glasgow begleitet und skizziert anhand von echten Fällen den Wahnsinn, der sich unterhalb unser Wahrnehmung abspielt. Der Bericht aus Manchester ist ganz leidlich und spannend, der aus London mau (und wird um Lichtjahre von Victor Headley’s Yardie-Trilogie überboten) und der aus Glasgow wirklich Angst machend. Mit ein wenig mehr “Scharfblick” und ein wenig mehr sprachlicher Eleganz (Obacht, ich habe die deutsche Übersetzung gelesen, vielleicht ist das Original ja besser) ganz ok, aber nix weltbewegendes. Wer allerdings glaubt was die englische Presse/TV so alles über das Land schreibt/sendet sollte das lesen – unterm Teppich ist nichts als Müll. UK geht definitiv den Bach runter!
Gelesen: 26. – 27.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 472 Seiten.
Das Schlechte vorweg: Wie aus dem Orginal-Titel “The Hollow Man” das deutsche “London Killing” und wie aus einem passenden Cover ein reißerisches und plakatives Londoner-Skyline-goes-gore Cover werden konnte – da haben zu Recht namenlose Dilettanten im Karl-Blessing Verlag (Teil der Verlagsgruppe Random House) sowas von einfach nur Kacke gebaut.
Wahrscheinlich lassen diese Idioten auch Buchkritiken durch den Google-Translator laufen. Nein? Also – ja – zu Strafe mache ich das:
“Zuerst in einer neuen Serie im zeitgenössischen London gesetzt führt Detective Nick Belsey Aufwachen vor der Morgendämmerung, verkatert, bankrott, und mit den Trümmern eines Polizei-Streifenwagen er kann mich nicht erinnern Absturz in der Nähe.
Na ja, er hat die Londoner coolsten Cop, der Art Ihrer Teenager würde bewundern, mit Ausnahme sogar Belsey kennt das Spiel ist bis jetzt sein. Zurück in Hampstead CID seine Sachen zu holen, fängt eine vermisste Person Bericht sein Auge – ein Erwachsener, der aus seiner Heimat auf die Bischöfe Avenue, einer der teuersten Straßen der Welt von Oligarchen, Scheichs und ihre Sicherheitsleute bevölkert verschwunden ist.
Stellt sich heraus, Alex Devereux, ein Vermögen wert, noch nie gesehen, lebte allein ….. es gibt einen Porsche in der Garage, ein Abschiedsbrief auf seinem Schreibtisch, und Nick die Gelegenheit, Einblicke in ein neues Leben. Es ist nur schade, dass so viele andere Menschen sind für Devereux suchen.
Harris hat der Londoner Unterwelt für seine reichlich aufgetragen und ungewöhnlichen Krimiserie geplündert – die Unterwelt von der unglaublich reichen und mächtigen und korrupten, die Art, die Regierungen und Gesetze und finanzielle Regelungen zu umgehen und wird vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen. Es ist starker Tobak.”
So einen Scheiß macht man nicht. Für so ein großartiges Buch gibt man sich bitte mehr Mühe. Oder man soll für immer in der Hölle schmoren, da wo es keine Bücher gibt.
Kurz:
Oliver Harris – The Hollow Man (Jonathan Cape, 2011)