Bücher, schnell gelesen: Teil 952

Richard Price - Clocker (S. Fischer Verlag, 2012)
Richard Price – Clocker (S. Fischer Verlag, 2012)

Gelesen: 25.10. – 11.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 788 Seiten.

Ein fettes Biest und von Spike Lee mit Harvey Keitel verfilmt – ist das „Bonus“ genug? Nein, das ist völlig egal. Dieses ist eines von vielen Büchern die einfach gnadenlos gut das Elend in Amerika beschreiben und das Elend der Drogen beschreiben. Drogen und Drogenhandel bringen nicht nur die Schwarzen an den Abgrund, nein, sie bringen auch die Polizei dazu alles andere als gerecht zu sein.

Clockers beschreibt einige wenige Tage im Leben eines Drogenhändlers und einiger Polizisten. Das Elend ist gegenseitig! Es ist weniger ein spannender Kriminalroman als ehr eine sehr genaue Beschreibung eines Lebens das sich im Grund im Kreis dreht und ein permanentes „Täglich grüßt das Murmeltier“ – einen Ausbruch aus dieser Routine gibt es nur wenn Gewalt den Einzug hält. Aber danach ist es wieder wie immer, nur diesmal nicht da die Gewalt aus eine unvorhergesehenen Ecke kommt und damit alles durcheinander bringt. Am Ende sind ein paar Böse Jungs früher Tod als erwartet aber das ist auch alles. Trocken, lakonisch, gewalttätig – gut!

Soundtrack dazu: Sick Of It All, was sonst?