Blog

  • … Danke Fabian!

    … Danke Fabian!

    Home, sweet home...
    Home, sweet home…

    Es war ja klar das der Moment mal kommt. wo ein verdienter Spieler tatsächlich ein Abschiedsspiel am Millerntor bekommt, das es unsere #17 sein wird passt. Es gab lange nicht einen Spieler der soviel aus so wenig gemacht hat und der dem Verein soviel gegeben hat. Als er damals in der Regionalliga in der ersten Herren debütiert hat konnte er keine 90 Minuten durchhalten und dachte wahrscheinlich, das er damit seinen Fussballzenit erreicht hat. Weit gefehlt! Nachdem er gelernt hatte was es braucht 90 Minuten professionell Fussball zu spielen wurde er einfach zum Leader. 307 Spiele (die Karriere als spielender Co-Trainer der II. Herren ab 2014 mal nicht mitgerechnet) sind die stolze Bilanz (ich komme auf 376 Spiele und nur 7 Tore für die V. Herren des magischen FC) in einer Zeit wo die durchschnittliche Verweildauer eines Spielers bei einem Profiteam ungefähr 2 Jahre ist.

    Der Alte Stamm - Das Herz von St. Pauli  ( (c) gehkacken.de)
    Der Alte Stamm – Das Herz von St. Pauli ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 11.10.2014 15:31 ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 11.10.2014 15:31 ( (c) gehkacken.de)

    Viel Jubel beim Warm- und Auflaufen, zumal die Gästeliste von Herrn Boll einige illustre Namen hatte – schön das sich auch aktuelle Profis wie Rouwen oder Finn bei ihren Vereinen loseisten. Schön auch das mit Torsten Mattuschka ein ehemaliger Gegenspieler auch eine Einladung bekam! Smart! Das Spiel war kurzweilig, vor allem Dennis Naki hatte mal wieder einen seiner Momente: Er spielte als wollte er sich bewerben…und spielte den Sportkameraden Startsev schwindelig. Warum ich ihn nicht am Millerntor haben möchte zeigte er nach Apfiff, als er das Mikro bekam und die Stadionregie ihm zurecht wg. ehr unangebrachter Plattitüden (naja, einer Plattitüde die mehrfach wiederholt wurde) den Saft abdrehte. Was die “Rostock Fahne Reloaded” Aktion zur Halbzeit sollte wusste wohl auch nur er. Neine, danke. Auch wenn viele dir zujubeln – für mich hast du beim FCSP nichts erreicht.

    Millerntor 11.01.2014  17:21 ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 11.01.2014 17:21 ( (c) gehkacken.de)

    Nach 85 Minuten war Feierabend und zu Recht bekam er einen klasse Abgang vom grünen Rasen.

    Danke Fabian!

    PS: Eine Abschiedsrede mit Stil übrigens. Schade das es (angeblich) “nur” 17.017 Zuschauer waren, eine volle Hütte hätte ich schöner gefunden, aber dazu hätte es ein großer Gegner sein müssen – oder? Und die heutige 1. Herren war das wohl nicht. Dafür waren aber viele im Stadion, die sonst wohl nicht da sind, insofern ok. Und viele Kids, das merkte mann auch.

     

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.066

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.066

    Petra Ivanov - Leere Gräber (Unionsverlag METRO 650, 2014)
    Petra Ivanov – Leere Gräber (Unionsverlag METRO 650, 2014)

    Gelesen: 03. – 07.10.2014, netto 411 Seiten

    Wäre dieses Buch ein Gemälde dann wäre das “Fotorealismus”. Petra Ivanov erschafft nicht nur einen Krimi (oder besser, eine Krimi Reihe) sondern eine detaillierte Beschreibung des Alltages einer Staatsanwältin und eines Polizisten. Zwar nach Schweizer Art, aber das macht nix. Und niemals bisher habe ich einen Krimi gelesen in dem so realistisch vorgegangen wird, incl. den Zeitabläufen: Da werden Fälle auch mal beiseite gelegt und erst wieder hervorgeholt wenn es etwas neues gibt. Cooler Scheiss!

    In diesem Fall dreht sich alles um einen zufälligen Toten aus dem Zürisee. Echte Polizeiarbeit bringt uns Schritt für Schritt näher an den Toten und noch mehr echte Polizeiarbeit bringt uns zu dem “Warum” (war der Tote im See). Keine reißerischen oder durchgeknallten Ideen und Wendungen sondern sorgfältige detaillierte Arbeit. Und dabei fallen genug Fährten an um den Leser auf eine Spur zu bringen. Am Ende steht mal wieder eine Trennung der beiden Helden und ein Abschlussknaller der sich gewaschen hat – Wow! Wenn doch nur ein Bodenseetatort 1/4 so spannend und gut erzählt wäre!

    Soundtrack dazu: Mothers Ruin, was sonst?

    PS: Das Hartcover vom Appenzeller Verlag ist um längen Besser – warum wurde die Vorlage nicht aufgegriffen? Tststs…

    Petra Ivanov - Leere Gräber (Appenzeller Verlag, 2012)
    Petra Ivanov – Leere Gräber (Appenzeller Verlag, 2012)
  • Erfolgreich geduldig, geduldig erfolgreich!

    Erfolgreich geduldig, geduldig erfolgreich!

    Home, sweet home...
    Home, sweet home…

    Ein goldener Oktober – Temperaturen wie im Sommer, Sonne und ganz viele glückliche und singende Menschen – wie lange gab es das am Millerntor nicht mehr? Selbst als wir weit nach Abpfiff aus der Gegengeraden vor die Süd umsiedelten sangen und tanzten viele für den FC aus dem Stadion…eine tolle Stimmung!

    Millerntor 04.10.2014 12:57 ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 04.10.2014 12:57 ( (c) gehkacken.de)

    Union war ein dankbarer Gegner, der sich dankbar verhielt. In dieser Form werden die genauso viele wenn nicht noch mehr Probleme bekommen wie der magische FC. Am beeindruckensten war die klare und taktische Ausrichtung die der Sportkamerad Meggle für den Spielaufbau rausgegeben hat: Statt unser Innenverteidiger (die es einfach – hoffentlich noch – nicht können) ließen sich Kurt oder Alushi als quasi Libero zurückfallen und damit gab es kaum noch (lange) Fehlpässe nach vorne. Das war klasse und für alle ein sichtbares Signal für spielerische Stärke. Dazu ein Dennis Daube der wieder voll da ist und alle Hoffnungen befeuert, die wir schon immer in ihn hatten. Und rechts mit Startsev und Ratzkowski zwei offensivstarke Spieler. Klasse! Bitte klonen und nach links verpflanzen!

    Besonders schön: Nach Verhoeks Tor hat sich die ganze Mannschaft mit ihm gefreut – das war stark! Genauso wie die Stimmung! Und der Beifall für das  Kind, das Ratzkowskis Trikot ergatterte! Und überhaupt – glückliche Gesichter überall, ausser im Nordwesten: Die Union Fans waren ganz still. Die ahnen was auf sie zukommt.

    Millerntor 04.10.2014 14:54 ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 04.10.2014 14:54 ( (c) gehkacken.de)

    PS: Meine Liebste war krank und leider damit nicht dabei – und verpasste  damit die Sitznachbarschaft von unserem Ex-ex-Trainers Michael Frontzek, der das Spiel auch von der Gegengerade anschaute. Ziemlich leise, emotionslos und offensichtlich gestresst war der arbeitsuchende Diplomübungsleiter: Er hinterließ einen Haufen Kippen! Er ging nach dem 2:0 und wurde vom ehemaligen HEBC Trainer Christian Wriedt mit “… unter Frontzek hätte das schon lange 3:0 gestanden!” verabschiedet. Zum Glück huschte ein Lächeln über sein Gesicht während er sich aus unser Sitzreihe quetschte…

     

    Millerntor 04.10.2014 ( (c) gehkacken.de)
    Millerntor 04.10.2014 ( (c) gehkacken.de)