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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.086

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.086

    James Lee Burke - Regengötter (Heyne Hardcore, 2014)
    James Lee Burke – Regengötter (Heyne Hardcore, 2014)

    Gelesen: 09. – 13.01.2015, netto 651 Seiten.

    Zu schön – noch ein dicker Brocken. Anfang der 90er habe ich Burke’s Dave Robicheaux Reihe bei Ullstein als Taschenbücher verschlungen, das waren aufregende hardboiled Krimis die in einer für mich in einer aufregenden Ecke der Welt spielten. Neben dieser Reihe hat James Lee Burke auch noch eine Reihe die in Texas spielt und wieder ist die Landschaft neben den Menschen einer der zentralen Punkte des Buches.

    Der Held ist ein alter Mann, ein 70 jähriger und knorriger Sheriff. In seinem County gilt sein Gesetz und wie alle Texaner mag er keine Regierungsbehörden – muss sich aber mit ihnen arrangieren. So auch als hinter einer Kirche ein Haufen Leichen von offensichtlich illegalen Grenzgängern gefunden wird. Daraus entwickelt sich ein großes Drama mit skurrilen Figuren und durchgeknallten Texanern, Russen und anderem Folk. Dazu gibt es zarte Liebesbande hier und da und jede Menge … Landschaft. Einfach schön und in meinem Kopfkino verbindet sich das mit all den Western und Roadmovies die ich schon gesehen habe.

    Das ganze geht gemächlich und nicht allzu spannend auf einen Showdown zu, sprachlich aber immer interessant und nie langweilig da es irgendwie “alle gegen alle”. Wirklich großes Kino!

    Soundtrack dazu: The Degenerates – was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.085

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.085

    Jo Nesbø - Der Sohn (Ullstein, 2014)
    Jo Nesbø – Der Sohn (Ullstein, 2014)

    Gelesen: 06.01. – 09.01.2015, netto 513 Seiten.

    Es geht doch, anders! Nachdem Don Winslow schön abgegackt hat half mir Jo Nesbø aus der Frustration. Wie auch schon bei seinen andere “non-Hole” Büchern liefert er keinen Scheiss sondern einen  spannenden, detaillierten und harte Kriminalepos ab. Nordic Crime, at it’s best.

    Hier fügt sich alles, nichts wird sinnlos verraten und teilweise werden Dinge erzählt, die der Polizist nicht mitbekommt (der Leser aber schon). So kann das Kopfkino arbeiten und dank des flüssigen Stils rutscht das ganze wunderbar. Das Buch steckt voller Überraschungen, voller guter Nebendarsteller (wäre zumindest im Film so) und summiert (mal wieder) den ganzen Frust den Jo Nesbø mit der (reichen) norwegischen Gesellschaft hat. Das es ein Autor schafft die so geniale wie erfolgreiche Harry Hole Reihe einfach mal so zu verlassen und eine neue Welt erschafft: Wow!

    Ganz großes Kino und sofort zu verschlingen – wo sonst ist der drogenabhängige Killer der Held?

    Soundtrack dazu: The Terrifieds, was sonst?

    PS: Das Cover versteh ich nicht wirklich, das Original passt besser! Warum muss das geändert werden – nur um keine Lizenzgebühren zu zahlen? tststs…

    Jo Nesbø - Sønnen (Aschehoug, 2014)
    Jo Nesbø – Sønnen (Aschehoug, 2014)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.084

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.084

    Dan Winslow - Missing. New York (Droemer, 2014)
    Dan Winslow – Missing. New York (Droemer, 2014)

    Gelesen: 05.01. – 06.01.2015, netto 386 Seiten.

    Pffffft. Luft raus? Wie schon “Vergeltung” ist “Missing. New York” ein Kackbuch das ich Don Winslow nicht zutraue. Also stelle ich mir vor, da beide Bücher noch nicht in den US of A erschienen sind aber in Deutschland, das er einfach seinen Namen dafür gegeben hat. Weil es Kohle gibt. Anders geht es gar nicht.

    An diesem Buch ist wie bei “Vergeltung” ist das Cover Mist (auch der Gag mit der auf dem Nachttisch leuchtenden Farbe hilft nicht – ist aber cool) und der Schreibstil einfach nur … einfach. Cop sucht Mädchen, verlässt Polizei, findet Kinderhändler unter den Reichen in NY und löst den Fall im Alleingang. Boa, LAAANGWEILIG. Und das ganze noch aus der Egoperspektive des Cops. Angeblich soll das ne ganze Serie werden, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

    Ich würde gerne wieder was vom “echten” Don Winslow lesen. Gibts den noch?

    Soundtrack dazu: Sick Of It All, was sonst?