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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.145

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.145

    Seamus Smyth - Spielarten der Rache (Pulp Master, 2015)
    Seamus Smyth – Spielarten der Rache (Pulp Master, 2015)

    Gelesen: 23. – 25.12.2015, netto 249 Seiten (plus Vorwort von 10 Seiten).

    Wow – Cooler Gangsters meets Serialkiller. Das ganze hat viel von Ken Bruen und einen großen Schlag Henry obendrauf.

    Das ganze ist im Grunde eine großartige Anklage an das Waisenhaus-Gulag-System der katholischen Kirche in Irland und die Politiker und Polizisten die es geschützt haben. Und eine Rache, die auf viele Jahre angelegt ist. Und so durchgeknallt irrwitzig ist, das sie einen Sonderpreis verdient hat.

    Diese Rache gepaart mit einem völlig irren Serienkiller, der junge Mädchen zu Kunstwerken formt (und mit Ratten formbar macht), ist einfach ein brutal schönes Stück Anklage. Ohne Gnade. Ohne Happy End. Ohne Gewinner. Brutal und Ehrlich. Wow – einfach cool!

    Soundtrack dazu: Paranoid Visions – was sonst?

    PS: Wie alle Bücher von Pulp Master nicht wirklich nach meinem Geschmack gestaltet – diesmal nervt vor allem die Schriftart/größe und der “enge” Druck.

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.144

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.144

    Stuart Neville - Der vierte Mann (Rütten & Loening, 2014)
    Stuart Neville – Der vierte Mann (Rütten & Loening, 2014)

    Gelesen: 21. – 22.12.2015, netto 431 Seiten.

    Das ist dann der “andere” Stuart Neville. Diesmal nicht DI Jack Lennon sondern im Irland der 60er (1963 um es genau zu sagen). Irland – wie auch England – hatten sich weder vom Krieg noch wirtschaftlich erholt. Und es war Katholisch auf der grünen Insel, Stockkonservativ. Und gegen England. Und da ja der Feind meines Feindes mein Freund ist ehr Nazi-freundlich.

    Dazu ein wenig echte Geschichte: Otto Skorzeny (ex-SS-Charge und nach dem Krieg quasi nicht belangt) und seine kurze Zeit in Irland geben der Geschichte den eigentlichen Hintergrund (und der englische Tital “Ratlines” erzählt dann auch in einem Wort um was es nebenbei noch geht).

    Die Geschichte ist spannend aber ohne den Drive der Jack Lennon Serie zu erreichen. Das ganze wirkt ein wenig “spießig”, so wie die Zeit selbst damals. So ein richtiges Thriller Feeling kommt nicht auf und das Ende ist dann doch ehr lahm. Ein wenig mehr Inglourious Basterds (und vieleicht ein alternatives Ende für den Nazi-Sack und seine irischen Speichellecker) wäre schöner gewesen.

    Schade, da hatte ich auf mehr gehofft. Kommt nicht an Adrian McKinty und seine Fähigkeit echte Geschichte einzuweben heran. Aber wenigstens flüssig zu lesen.

    Soundtrack dazu: The Strangers (die irischen Beatles).

    PS: Und wieder bin ich mit dem Cover nicht zufrieden – dito mit dem Titel (auch wenn es ein cleveres Wortspiel mit dem Inhalt ist). Warum nicht “Ratlines” und ein passendes Cover?

    Suart Neville - Ratlines (2013, alternate covers)
    Suart Neville – Ratlines (2013, alternate covers)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.143

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.143

    Ken Bruen - Kaliber (Polar Verlag. 2015)
    Ken Bruen – Kaliber (Polar Verlag. 2015)

    Gelesen: 19. – 21.12.2015, netto 176 Seiten.

    Endlich was neues von Ken Bruen! Ok, neu ist hier etwas fehl am Platz … es handelt sich um eine Krimiserie die er 1998 bis 2007 geschrieben hat.

    Warum aus dieser Reihe zuerst der vorletzte Band auf Deutsch erscheint ist mir nicht so klar aber ich hoffe das auch alle anderen Bände der “Detective Sergeant Tom Brant und Chief Inspector James Roberts-Serie” noch veröffentlicht werden.

    Das Buch hat einen schönen Twist über zwei Bücher: Eins vom Polizisten und eine geklauten Homage an Ed McBain’s Kriminalserie über das 87te Revier und eins vom Mörder (und ebenso ungeschrieben). Und das ganze in einem Buch das eine Homage an Ed McBain ist. Cool!

    Was bekommen wir? Den ganzen Kosmos durchgeknallter Irrer: In Uniform, ohne Uniform, als Verbrecher und so weiter. Einfach herrlich. Das ganze kurz und knapp und am besten ist dieser Kosmos der Irren im Vorwort von Robert Brack beschrieben:

    Robert Brack über Ken Bruen ( (c) Polar Verlag 2015)
    Robert Brack über Ken Bruen ( (c) Polar Verlag 2015)

    Und nein, es gibt kein Happy End und kein privates Glück. Im Gegenteil, es gibt einen Mörder (der davon kommt) der von dem Polizisten mit Mord bedroht wird. No rules rules! Ken Bruen rules aber sowas von! Lesen! Jetzt!

    Soundtrack dazu: London SS, was sonst?