Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen, Double-Feature: Teil 877 und 878

    Bücher, schnell gelesen, Double-Feature: Teil 877 und 878

    Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)
    Ken Bruen – Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)

    Gelesen: 18.11. – 23.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 291 und 241 Seiten

    Der 5te (sic!) und der 6te Band aus der großartigen Jack Taylor Reihe von Ken Bruen.

    Was Ken Bruen so unendlich großartig macht ist “Helden” tief tief im Elend zu erschaffen, Jack Tayler aus Galway ist sicherlich der elendste. Koks, Sprit und ein fettes Maß an Sarkasmus gepaart mit dem Elend derer die nix haben, nix bekommen werden und nicht dem Standard entsprechen sind ein großartiger Hintergrund für kleine Probleme, kleine Verbrechen die schnell einmal “groß” werden. Es gibt kein besseres “Sittengemälde” der irischen Gesellschaft als die Bücher von Ken.

    Diesmal bietet die katholische Kirche (Mißbrauch von Jugendlichen) und eine fiese Rachegeschichte den Hintergrund für das Wühlen im Dreck. Einfach Klasse und in der von mir bevorzugten Art lakonisch in Sachen Gewalt, Tod und allem Bösen. Lesen! Soundtrack: The Mahones!

  • Bücher, schnell gelesen, Teil 876

    Bücher, schnell gelesen, Teil 876

    Douglas Coupeland - Eine Marshall McLuhan Biographie (Tropen, 2011)
    Douglas Coupeland – Eine Marshall McLuhan Biographie (Tropen, 2011)

    Gelesen: 12.11. – 18.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 206 Seiten

    Kein Krimi aber 2 Trigger: Einmal “Tropen” und dann “Coupeland”. In der Reihenfolge. Spannend an diesem Buch sind 2, nein, 3 Dinge:

    1. Der Typ der als “Urvater der Medientheorie” gilt und in der kanadischen Einöde viel zitierte Definitionen wie “Das Medium ist die Botschaft” und “Die Welt ist ein globales Dorf” schuf war ein erzkonservativer, erzkatholischer Honk. Schön auch das Coupland einen präzisen Seitenblick  auf den “Stalin Nordamerikas” Maurice Duplessis wirft – das ist eine Biographie die ich als nächstes lesen möchte!

    2. Der Honk war ein großartiger “Mustererkenner” und konnte reden wie ein Großer.

    3. Die Form der Biographie ist großartig. Aufbau und Schrift sind eine permanente Referenz an McLuhan und großartig auch die präzise Theorie das das Gehirn von McLuhan anders war als “unseres”: Sein Gehirn wurde (bis zum desaströsen Schlaganfall) mit mehr Blut versorgt als bei einem “normalen” Menschen.

    Schönes Buch, aber nicht so sehr wg. McLuhan und seinen Theorien sondern wg. dem Bild das es von Kanada und Nordamerika in den 50ern/60ern des letzten Jahrhunderts zeichnet. Soundtrack: Shadowy Men on a Shadowy Planet

  • Bücher, schnell gelesen, Teil 875

    Bücher, schnell gelesen, Teil 875

    Ross Thomas - Der Achte Zwerg (Alexander Verlag, 2011)
    Ross Thomas – Der Achte Zwerg (Alexander Verlag, 2011)

    Gelesen: 07.11. – 12.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 346 Seiten

    Ross Thomas hat nicht nur die coole “Artie Wu /Quincy Durant” Serie geschrieben – eine großartige Politthriller/Plot Serie aus den untiefen der amerikanischen Geheimdienste – sondern hat auch viele Einzelromane mit Bezug zu seiner Vergangenheit geschrieben.

    Er war nach dem 2ten Weltkrieg früh in Deutschland und das AFN mit aufgebaut – einige seiner Bücher spielen somit im Nachkriegsdeutschland, wie auch “Der Achte Zwerg”. Eine knappe und präzise beobachtete Geschichte aus dem sich anbahnenden Israel/Palestina Konflikt und dazu die Verstrickung der Siegermächte des Krieges in das was später “Kalter Krieg” genannt wurde.

    Vor dem Hintergrund des hungernden und frierenden Deutschlands, der jüdischen Auswanderung nach Palestina und der ersten Kriegsgewinner einen Krimi geschmeidig und mit einem Schmunzeln zu einem Höhepunkt zu bringen – Klasse! Lohnt sich vor allem auch als echte Geschichtsstunde! Soundtrack: D.O.A.!