Die dänische Südsee – Mai 2013 ( (c) gehkacken.de, Foto by lieblingsmoni – misuse = punishment)
… hängt mit dem saugeilen Wetter in der dänischen Südsee zusammen!
Während es in Hamburg aus allen Wolken schüttet und ein Fußballplatz nach dem anderen in den Fluten versinkt genieße ich hier herrliche Ruhe, den Gesang der Vögel und einen Frühsommer der sich gewaschen hat.
Und das alles nur 2 1/2 Stunden nördlich von Hamburg.
Ich bin glücklich und schaffe hoffentlich noch 4 Bücher, trotz CL Finale und Relegation hoch 2.
Gerhard Henschel – Menetekel (Die Andere Bibliothek, 2010)
Gelesen: 19.05. – 25.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 308 Seiten plus 53 Seiten Literaturnachweise.
Splendid! Ein cooleres non-noir Buch habe ich lange nicht gelesen. Gerhard Henschel hat sich mal eben so detailliert und in Menge die beruflichen Schwarzseher, Spassverderber, Lustverneiner und linken Spiesser vorgenommen. Dazu den ganzen Kirchenabschaum und die Rechten – von den Konservativen der 1800er Jahre bis in die spät 1960er (einer Zeit, in der Ehebruch noch strafrechtlich verfolgt wurde).
Wir er das macht? Er macht das großartig: Zitat auf Zitat entblöst die Spinner und dann macht er “Zack” mit einem Satz den Deckel drauf. Unglaublich klug, unglaublich wortgewandt und einfach unterhaltsam zu lesen.
Der von mir nicht immer geschätzte Wiglaf Droste sagt dazu: “... äußerst lehrreich und sehr lustig … Ausführlich, zitatgesättigt und souverän führt Henschel die Weltuntergangsstimmung als Neurose lustunfähiger, freudenfeindlicher Nußknacker vor.” Dazu gibt es aber auch garnix mehr zu ergänzen! Kaufen! Zitate merken!
Soundtrack dazu: Satan’s Pilgrim, was sonst?
PS: Book Collectors are pretentious assholes – #0480 der nummerierten Erstausgabe!
Gelesen: 13.05. – 18.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 501 Seiten.
Ja, ich habe noch eins gekauft! Das Gefühl des ersten Buches war nicht schlecht (“… nichts besonderes aber detailliert und facettenreich“) und wird hier gut wiederlegt: Das ganze ist ein Klasse Krimiplot in einem Psychothriller verpackt. Die Protagonisten (der parkinsongeplagte Psychologe Joe O’Loughlin und der ex-Polizist Vincent Ruiz) stehen dabei nicht durchgehend im Vordergrund sondern die spannende Suche nach dem Mörder.
Und, das ist gut gemacht, die falschen Fährten sind sowas von clever gelegt und geben einem ein Bauchgefühl das mann auf dem richtigen Weg ist. Natürlich ist das ein Irrtum und natürlich sind noch ein paar Umwege notwendig.