Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.039

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.039

    Don Winslow - Vergeltung (Suhrkamp, 2014)
    Don Winslow – Vergeltung (Suhrkamp, 2014)

    Gelesen: 30.03. –  04.04.2014, netto 482 Seiten.

    Von Don Winslow sagt man, das er an mehreren Büchern gleichzeitig schreibt. Wenn ich dieses Buch nehme dann habe ich das Gefühl das es nicht immer gut ist.

    Das ganze ist eine 9/11-“Ein Man sieht rot” Militärgeschichte in der ein ex-Navy Seal oder Special Service oder was auch immer Frau und Kinder rächt, die bei einem Terroranschlag ums Leben kamen. Und da die US Regierung diesen Anschlag negiert macht er sich mit ein paar ex-Kameraden (aus aller Herren Länder) und ein paar Millionen auf den Weg die Rädelsführer auszumerzen. Und dabei dürfen wir ihn einmal um die Welt begleiten und ganz viel über Waffen und so lernen.

    Ich fand’s das wenig erbaulich, kann nicht ausmachen ob das Satire ist und kann mit sowas mein Kopfkino nicht befeuern. Komisch, aber auch gute Autoren schreiben Bücher die mir nicht gefallen.

    PS: Wahrscheinlich kein Filmscript sondern das für ein Computerspiel. OK, ein Egoshooter also. Boring!

    Soundtrack dazu: Assasins of God, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.038

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.038

    Ross Thomas - Fette Ernte (Alexander Verlag, 2014)
    Ross Thomas – Fette Ernte (Alexander Verlag, 2014)

    Gelesen: 23. – 29.03.2014, netto 326 Seiten.

    Die Nachbemerkung des Übersetzters ist fast noch spannender als das Buch: Die erste deutsche Version erschien 1975 und wurde aus rein praktischen Erwägungen (Die gelbe Ullstein-Krimi-Serie drufte nie mehr als 8 Bögen, also 8×16 = 128 Seiten lang sein) bis zur Entstellung gekürzt. Das war mit Sicherheit kein Geniestreich!

    “Fette Ernte” spielt wieder im Politkbetrieb von Washington DC – wie immer verbirgt Ross Thomas etliche Wahrheiten über die US of A hinter einer kleinen Krimigeschichte. Das ist spannend, handwerklich einfach gut und sehr lehrreich. Lustig dazu auch. Und falsche Fährten legen nicht nur die Protagonisten sondern auch der Autor. Und das macht die Sache dann zu einem echten Lesevergnügen, wenn auch “altbacken”. Aber, herje, der Autor war Jahrgang 1926 und das Buch ist von 1974. Das wirkt heute ebenso als wenn man das WM-Endspiel von 1974 sieht und sich wundert das alles so “langsam” ist. Schönes Buch, schöne Serie – solide Verlagskunst!

    Soundtrack dazu: The Slickee Boys, was sonst?

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.037

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.037

    John Niven - Straight White Male (Heyne Hardcore, 2014)
    John Niven – Straight White Male (Heyne Hardcore, 2014)

    Gelesen: 15. – 22.03.2014, netto 371 Seiten.

    Eine Woche auf einer Konferenz, eine Woche mit viel zu wenig Zeit zum lesen. Schade, das neue Buch von John Niven hätte mehr “speed” verdient gehabt, sowohl als Lesevergnügnen als auch als Text.

    Die Storyline “versoffener haltloser und nicht-empathischer Drehbuchschreiberegomane und sein Leben” ist gut, die Dialoge sind witzig und die Beschreibung des Filmbusiness ist mit Sicherheit “spot on”. Einzig – es fehlt die Quintessenz, die “42” oder aber auch der “Kniff”.

    Als Lesevergnügen und als Kopfkino dennoch ok, wenn auch lange nicht so stark und prägend wie zB “Kill Your Friends” oder “Das Gebot der Rache” aber als Genrestudie (sowohl für Hollywood als auch den englischen Unibetrieb) sicher gut brauchbar.

    Soundtrack dazu: Mr. Irish Bastard, was sonst?