Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.084

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.084

    Dan Winslow - Missing. New York (Droemer, 2014)
    Dan Winslow – Missing. New York (Droemer, 2014)

    Gelesen: 05.01. – 06.01.2015, netto 386 Seiten.

    Pffffft. Luft raus? Wie schon “Vergeltung” ist “Missing. New York” ein Kackbuch das ich Don Winslow nicht zutraue. Also stelle ich mir vor, da beide Bücher noch nicht in den US of A erschienen sind aber in Deutschland, das er einfach seinen Namen dafür gegeben hat. Weil es Kohle gibt. Anders geht es gar nicht.

    An diesem Buch ist wie bei “Vergeltung” ist das Cover Mist (auch der Gag mit der auf dem Nachttisch leuchtenden Farbe hilft nicht – ist aber cool) und der Schreibstil einfach nur … einfach. Cop sucht Mädchen, verlässt Polizei, findet Kinderhändler unter den Reichen in NY und löst den Fall im Alleingang. Boa, LAAANGWEILIG. Und das ganze noch aus der Egoperspektive des Cops. Angeblich soll das ne ganze Serie werden, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

    Ich würde gerne wieder was vom “echten” Don Winslow lesen. Gibts den noch?

    Soundtrack dazu: Sick Of It All, was sonst?

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.083

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.083

    Charlie Huston - Das Clean Team (Heyne, 2009)
    Charlie Huston – Das Clean Team (Heyne, 2009)

    Gelesen: 02.01. – 04.01.2015, netto 485 Seiten.

    Nach dem ganzen Fernsehscheiss (von Navi CSI zu was weis ich) und Serien wie “Der Tatortreinger” ist der Backdrop für diese Geschichte natürlich “verbrannt” … aber dennoch zu und zu schön. Zimmer von den Resten eines Toten zu säubern kann einfach sein aber eben auch eine echt schmutzige Angelegenheit. Und da es um das Trauma der Angehörigen geht auch sehr lukrativ. In diese Szene schlittert “Web”, der eigentlich nur abhängt. Warum er so ein Hänger ist wird mit jedem Schritt nach unten auf der “noch ein Problem, noch einmal auf die Fresse” Abwärtspirale klar. Dazu kann er einfach nicht die Fresser halten und muß immer und überall einen blöden Spruch machen. Seine Freunde verschreckt er, seine Feinde hauen ihm dafür einen rein.

    Am Ende wissen wir warum und das es sich eigentlich um eine ganz einfache Geschichte von Schuld und Sühne, Liebe und Errettung und Betrug handelt. Aber cool verpackt, mit coolen Dialogen und leidlich Spannung. Ein schöner Krimi über und mit LA, nicht ganz so erbauend, klar und cool wie “Black Neon” aber fast.

    Soundtrack dazu: NO FX, was sonst?

    PS: Heyne = Random House = Cover und Titel verkackt. Das englische Original von “The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death” in “Das Clean Team” (also bestes pseudo-denglisch) zu verkacken ist schon groß, dito für das Cover.

    Charlie Huston - The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Ballantine Books, 2009)
    Charlie Huston – The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Ballantine Books, 2009)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.082

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.082

    Johanna Sinisalo - Finnisches Feuer (Tropen, 2014)
    Johanna Sinisalo – Finnisches Feuer (Tropen, 2014)

    Gelesen: 29.12.2014 – 01.01.2015, netto 307 Seiten.

    Ach, herrlich. Noch ein Buch mit einer Parallelwelt! Und dann noch Finnland! Aber dieses Finnland hat es in sich: Die Geselleschaft hat den einzelnen entmachtet, entrechtet und seinem eigenen Weg beraubt. Vor allem die Frauen, die bereits in jungen Jahren aus Gründen der Selektion und Zucht (Ja, von der Gesellschaft bevorzugte Eigenschaften werden “herausgezüchtet”) geordnet und eingeteilt werden (in Elois – Hausfrauen zur Zucht – und in Morloks – Frauen die was können und daher nicht zur Zucht taugen). Dazu nimmt der Staat alles Risiko: Kein Alkohol, keine Handys, kein TV (außer Finnland 1 + 2) und auch keine Chilis.

    Hier bekommt das ganze einen abgefahrenen Twist und die Geschichte, klug aus der Sicht verschiedener Personen erzählt und mit passenden erfundenen staatlichen Dokumenten ergänzt. Das macht die ganze Sache zu einem runden Ding. Dazu lernen wir noch jede Menge Zeug über Selektion und Zucht, Anwendungsgebiete Mensch und Chili. Und über Chili lernen wir so richtig viel. Und noch ein bischen mehr. Am Ende ist ganze sowohl ein Krimi, ein Horror Schocker, Politroman und wohl auch ein feministisches Statement. Lohnt sich trotzdem oder aber gerade deswegen!

    Soundtrack dazu: Sensuuri, was sonst?

    PS: Owohl Tropen sich immer sehr viel Mühe mit dem Cover gibt ist das Original doch einen Hauch … feuriger!

    Johanna Sinsalo - Auringon ydin (Teos. 2013)
    Johanna Sinsalo – Auringon ydin (Teos. 2013)

    Und wer noch nicht genug hat: Der Fußballer des Jahres 1977 (Hail Alan Simonsen!) kann auch Chili verkosten – Obacht: HOT!