Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.099

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.099

    Nic Pizzolatto - Galveston (Metrolit, 2014)
    Nic Pizzolatto – Galveston (Metrolit, 2014)

    Gelesen: 11. – 18.03.2015, netto 236 Seiten.

    Mist, zu viele andere Dinge haben mich vom schnellen Lesen abgehalten – dieses Buch wäre normalerweise in “einem Rutsch” drangewesen. Nic Pizzolatto ist Drehbuchautor für “… die gefeierte HBO-Serie True Detective” – das ist etwas mit dem ich nix anfangen kann, da ich keine amerikanischen TV-Serien gucke. Aber das er Drehbuchautor ist merkt der Leser schon – gute und prägnante Zeichnung der Figuren, Sprünge durch die Zeit die Spannung aufbauen und ein Blick für Details.

    Der Mafia-Killer Roy Cady ist ein übler Kerl aber als ein Arzt Lungenkrebs diagnostiziert und sein Boss ihn wegen eines Mädchens umbringen will tickt er aus. Von da an geht alles so wie bisher (Leichen pflastern seinen Weg) aber in eine ganz andere Richtung. Er wird sentimental, er rettet ein kleines Mädchen und … zwei großartige Überraschungen sind die Story gewoben, das darf ich nicht verraten!

    Klasse Buch, supercooles Setting und spannend zu Lesen. Bonus: Großartiges Cover Design!

    Soundtrack dazu: Black Lungs / Cancer Bats split EP, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.098

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.098

    Don Winslow - London Undercover (Suhrkamp, 2015)
    Don Winslow – London Undercover (Suhrkamp, 2015)

    Gelesen: 04. – 10.03.2015, netto 363 Seiten.

    Kein neuer Winslow, das ist eine Neuauflage seiner ersten Krimi-Serie rund um Neal Carey (ein etwas anderer Privatermittler). Waren die letzten beiden Bücher von ihm gequirlte Kacke so ist ein Erstling (von 1991) zumindest solides Crime & PI Zeug, wenn auch ohne die sprachliche Qualität und Explosivität seiner späteren Bücher (z.B. Tage des Zorns, Kings of Cool).

    Neal ist ein kleiner und einsamer Junge der auf den Straßen von NYC aufwächst und dort zu überleben versucht – das bringt ihn zu einer Organisation, die Probleme löst. Dort lernt er alles, was er zum Ermitteln und Probleme lösen braucht. Und Probleme löst diese Organisation, aber nur für Freunde. Und das sind dann mal die richtig Mächtigen und wirklich Reichen. In seinem ersten Fall wird er nach London geschickt um die Junkie-Tochter eines möglichen US-Vizepräsidenten aus der Drogenszene zu holen und zurück in die US of A zu bringen. Die Story ist ok, einiges an dem Setting ist spannend, überraschend und mit durchaus glaubwürdig gestalteten Anti-Helden. Wie gesagt, sprachlich einfach (und da von der wunderbaren Conny Lösch übersetzt wohl auch im Original so).

    Das Ende hat dann eine schöne Überraschung und ist mal so richtig clever – das passt! Ich denke die anderen Neal Carey Bücher werden ebenso sein, das ist ok als Lesestoff! Glück gehabt!

    Soundtrack dazu: Toxic Narcotic, was sosnt?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.097

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.097

    Nathan Larson - Boogie Man (Diaphanes, 2014)
    Nathan Larson – Boogie Man (Diaphanes, 2014)

    Gelesen: 27.02. – 03.03.2015, netto 277 Seiten.

    Der einsame Bibliothekar hat im ersten Teil der Trilogie erfolgreich seinen Auftraggeber (oder auch Peiniger) abgemurkst, aber das Hoch währt nur kurz. Noch immer hat er keine Ahnung ob das Chaos in seinem Kopf echt ist oder teil der Menschenversuche samt Implantaten vom Militär. Also desinfiziert er sich weiter und folgt seinem System – um das Chaos mit Beständigkeit zu bändigen.

    Leider hat er jedoch etwas bei seinem ehemaligen Auftraggeber mitgehen lassen das ihn jetzt noch mehr in die Scheiße reitet: Privates Militär, die Chinesen, die Koreaner und ein mieser Senator sind hinter ihm her, dazu jemand der ihn offensichtlich von früher kennt und ihn schon mal manipuliert hat. Und wieder sterben viele, holt Dewey “mit der Hand” einen Helikopter aus der Luft und natürlich erwischt es auch seine Freunde. Der Cliffhanger lässt dann auch viel Platz für so unendlich mehr Spaß im dritten Teil.

    Absolut perfekte parallel Realität, mit vielen lustigen Dingen und eben einem etwas anderen Helden: Kein versoffener Detektiv sondern eine Kampfmaschine die wie die Welt völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

    (c) Diaphanes 2014
    (c) Diaphanes 2014

    Soundtrack dazu: Weder Swiz noch Shudder to Think sondern … Stormtroppers of Death!