Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.127

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.127

    Paul Theroux - Basar auf Schienen (Die andere Bibliothek, 2015)
    Paul Theroux – Basar auf Schienen (Die andere Bibliothek, 2015)

    Gelesen: 22. – 30.09.2015, netto 416 Seiten.

    Ich mag “alte” Reisegeschichten. Diese ist nicht ganz so alt (1973 ist das Jahr der Reise) aber die Art der Reise (Eisenbahn) ist natürlich wie aus dem letzten Jahrhundert.

    Es ist ein ehr lustiges Buch, voller plakativer Vorurteile und voller Nebenstrecken – auf der Bahn wie auch in der Erzählung. Paul Theroux ist tatsächlich von Europe nach Asien (und über die Transsibirische Eisenbahn zurück) per Bahn gefahren – Europa, Türkei, Iran, Indien, Pakistan, Vietnam, Japan und noch ein paar Länder hat der dabei durchquert.

    Das Buch ist kurzweilig und voller kleiner Geschichten von den Menschen die er im Zug getroffen hat. Der eine oder andere Schmunzler ist dabei, ebenso wie Krieg, Sex und Gewalt. Und ein ehrlicher Blick auf das Elend am Rande der Strecke.

    Perfektes Reisebuch für einen Langstreckenflug!

    Soundtrack dazu: Satan’s Pilgrims, was sonst?

    PS: Book Collectors are pretentious assholes – #2583 der nummerierten Erstausgabe!

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.126

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.126

    Sandrone Dazieri - In der Fisternis (Piper, 2015)
    Sandrone Dazieri – In der Fisternis (Piper, 2015)

    Gelesen: 09. – 21.09.2015, netto 546 Seiten.

    Sandrone Dazieri ist in erfahrener und versierter Drehbuchautor. Das merkt der Leser schnell  – perfektes Kopfkino wird hier geboten.

    Krimis aus Italien haben so ihre seltsamen Seiten, vor allem die Komplexität der Polizei, der Staatsanwälte und der Gerichte – das ist kaum zu verstehen. Aber gerade diese “Schrägheit” ist ein Element das hier zum Lesevergnügen beiträgt. Dazu hagelt es “Dottoressa“, “Ispettore“, “Dottore” und was sonst noch alles.

    Das größte aber ist die Story. Was als kleine böse Geschichte startet wird immer fieser, größer und bekommt einen niemals geahnten Hintergrund. Dazu werden reale historische Ereignisse in Italien so das perfekte Muster entstehen, ohne das der Leser den Ermittlern wirklich voraus ist. Das ist einfach nur spannend.

    Die Ermittler selbst sind fast schon amerikanisch: Ein durchgeknalltes Opfergenie (das schon Erfahrung mit dem Bösewicht hatte) und eine durchgeknallte Polizistin mit schwerem Trauma kämpfen sich durch alle Widerstände und an allen Regeln vorbei bis ans Ende (und noch ein bisschen weiter).

    Jede Wette: Das wird verfilmt. Es ist einfach eine zu perfekte Filmgeschichte. Und deswegen ließt es sich auch so gut. Und der Cliffhänger macht Hoffnung auf mehr!

    Soundtrack dazu: Giuda, was sonst?

     

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.125

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.125

    Don Winslow - Das Kartell (Droemer, 2015)
    Don Winslow – Das Kartell (Droemer, 2015)

    Gelesen: 05. – 08.09.2015, netto 821 Seiten.

    OK, “Tage der Toten” kam mit 680 Seiten aus, die 140 Seiten Bonus in Das Kartell fühlen sich manchmal sehr laaang an. Eigentlich eine gute Idee, die Lage am Ende von Tage der Toten ein wenig ruhen zu lassen und dann das ganze nochmal aufzuwärmen.

    Inhaltlich (Art Keller vs. Adán Barrera bzw. US of A mit CIA, DEA und was sonst noch vs. Mexiko bzw. der korrupten Politik im Mexiko bzw. die Drogenkartelle – aber das ist nicht immer sauber zu trennen) und sprachlich knüpft das Buch da an, wo der Vorgänger gestoppt hat.

    Spannend ist, das der Lauf der Dinge auch aus der Sicht von eigentlich ehr unbeteiligten erzählt wird – die natürlich dem Sog der Gewalt nicht entkommen können. Was bleibt ist das Staunen, wie komplex ein Drogenkartell ist und wie wenig Drogenbosse an die Zukunft denken.

    Endlich wieder ein besserer Don Winslow, wenn auch mit einem Hauch von “schal”. Ich hoffe er hat die Story damit aus erzählt und hält nicht noch einen Cliff-Hänger bereit.

    Soundtrack dazu: The Vendetta Cartel – Hidden Evil, was sonst?