Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.157

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.157

    Robert R. Moss - Descending Memphis (Valor Books, 2015)
    Robert R. Moss – Descending Memphis (Valor Books, 2015)

    Gelesen: 31.01. – 02.02.2016, netto 195 Seiten.

    Und noch ein alter DC Hardcore Held mit einem Buch! Nach Nathan Larson (der früher bei Swiz und Shudder to Think spielte) gibt sich jetzt Rob Moss von Artificial Peace die Ehre mit einem kleinen und vorsichtigem 50er Pulp Roman.

    Das ganze spielt in Memphis, Tennessee, im Jahre 1956 – Schwarze leben in abseits der Gesellschaft, Rock’n’Roll ist etwas verruchtes und das Leben ist nicht sehr kompliziert. Tommy hilft dabei das es so bleibt, er ist nach seiner Armee-Zeit zuhause “hängengeblieben” und durch Zufall “Wiederbeschaffer” geworden: Immer wenn die Polizei etwas nicht finden kann oder mag besorgt er es dem Besitzer wieder – entweder durch Rückkauf oder durch Bestehlen des Diebes. Und durch Zufall ist er dabei an eine Privatdetektivlizenz gekommen.

    Und weil er so ein guter Wiederbeschaffer ist soll er die ausgebüxte Tochter einer lokalen Wirtschaftsgröße finden – das macht wer nur weil er darüber das Geld für eine echte Rock’n’Roll Elektrogitarre zusammenbekommt. Und natürlich bekommt er dabei mächtig auf die Fresse und es verkackt es mit einem tollem Mädchen.

    Das ganze kommt ehr vorsichtig daher, da ich es in Englisch gelesen habe (in Deutsch wird das wohl kaum erscheinen) vermute ich mal das es Stilmittel ist. Am Ende wird daraus ein ordentlicher Pulp Roman wenn auch mit – für meinen Geschmack – zuwenig Sex & Crime. Und verbaler Härte. Aber sehr schöne Einblicke in das Rock’n’Roll Business damals…

    Ansonsten ein schnuckeliges kleines Buch, da guck ich mir auch mal das nächste an!

    Soundtrack dazu: Natürlich weder Government Issue noch Artificial Peace sondern Big Star!

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.156

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.156

    Jo Walton - Der Tag der Lerche (Golkonda Verlag, 2015)
    Jo Walton – Der Tag der Lerche (Golkonda Verlag, 2015)

    Gelesen: 25. – 31.01.2016, netto 284 Seiten.

    Und weiter geht die alternative Geschichtsschreibung: England nähert sich immer weiter an Deutschland an, verfolgt Juden, Kommunisten und Homosexuelle (ein geschickt eingewobenes Thema schon im ersten Band, im zweiten Band wird das ganze noch realer) und lädt Hitler zum Staatsbesuch.

    Wieder ist das eine Geschichte mit zwei Erzählfäden, diesmal eine junge adelige Schauspielerin die versucht mit einer Bombe Hitler und den Englischen Premier zu töten (als “Ich” Strang) sowie die Geschichte über Inspektor Carmichael, der nach dem ersten Band jetzt seinen Chefs und den Strippenziehern mehr oder weniger hilflos ausgeliefert ist. Das ganze hat ein wenig mehr Fahrt, aber immer noch einen großen Detailreichtum und ist leidlich spannend – am Ende sogar ziemlich.

    Und mit einem großartigen Cliffhänger für Band 3, “Das Jahr des Falken” erscheint 2016.

    Soundtrack dazu: Dirty Revolution, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.155

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.155

    Jo Walton - Die Stunde der Rotkehlchen (Golkonda Verlag. 2014)
    Jo Walton – Die Stunde der Rotkehlchen (Golkonda Verlag. 2014)

    Gelesen: 17. – 24.01.2016, netto 280 Seiten.

    Ich mag ja Bücher mit etwas verschobener Realität oder aber alternativen Geschichtsverläufen, vor allem wenn diese konsequent und und inhaltlich sinnvoll daherkommt.

    Jo Walton hat sowas versucht und einigermaßen cool hinbekommen. Die Serie um den Scotland Yard Inspektor Carmichael nimmt ein das England im Jahre 1949 ins Auge – ein England das Frieden mit Hitler geschlossen hat und Deutschland auf dem Kontinent und gegen die Russen gewähren lässt (und die US of A sind nie in den Krieg eingetreten, sie verfolgen die Allianz mit dem japanischen Kaiserreich). Gutes setting, elegant im Buch eingeführt.

    Das Buch enthält einen Faden, dabei wird die Geschichte entweder aus der Sicht einer jungen Adeligen erzählt die mit einem Juden verheiratet ist (und Juden haben auch in England einen schweren Stand), zum andere wird über Inspektor Carmichael erzählt. Beide Perspektiven sind dabei in unterschiedlichen Stilen erzählt, so das die lange, detaillierte und  sorgfältige Geschichte ehr langatmig daherkommt. Aber immer schlüssig in ihren Bildern.

    Für Freunde des “alten” englischen Polizeiromanes würde ich sagen. Aber kein schlechter Start!

    Soundtrack dazu: Tenpole Tudor, was sonst?