Bücher, schnell gelesen: Teil 1.390

Sarah Gran - Das Ende Der Lügen (Heyne Hardcore, 2018)
Sarah Gran – Das Ende Der Lügen (Heyne Hardcore, 2018)

Gelesen: 30. – 31.05.2019, netto 340 Seiten

Von Sarah Gran hatte ich bisher nur ein Buch gelesen und war der Meinung das es bei Hard Case Crime am besten aufgehoben wäre – das stimmt hier auch, aber Heyne Hardcore ist ein ebenbürtiger Ersatz.

Es geht brutal zu, die Heldin quält sich nur dank Drogen, Schmerzmitteln und dem Ausnutzen von anderen Menschen durch den Fall. Den Fall? Nein, eigentlich sind es mehr als einer. Eigentlich sind es alle Fälle (die es gibt).

In einem großen Bogen beschreibt Sarah die Sinnsuche von Claire DeWitt, großspurige „Beste Detektivin der Welt„, im hier und jetzt. Und dabei ist Claire nur glücklich wenn sie Rätsel zu lösen hat. Und so zieht es sie durch die US of A, immer auf der Suche nach einem neuen Rätsel.

Nur um am Ende bei immer gleichen Rätsel aus ihrer Jugend zu landen. Spannend, manchmal verwirrend, oft genial (wenn es um Jacques Silette geht) und wenn notwendig heftig brutal. Mit einem tollen Ende: Wer ahnte schon das es ein Heft #201 von Cynthia Silvertons Groschenheften gibt?

Eine Spur der sinnlosen Gewalt wäre auch eine gute Beschreibung, im Buch bleibt es „Der Fall des unendlichen Asphalts„.

Ich kauf mir jetzt die anderen Claire DeWitt Krimis.

Soundtrack dazu: Occult Detective Club – Calling The Detectives, was sonst?

Und wie ist Sarah so?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.109

Sara Gran - Dope (Droemer, 2015)
Sara Gran – Dope (Droemer, 2015)

Gelesen: 26. – 27.05.2015, netto 247 Seiten.

NYC, nach dem zweiten Weltkrieg – da ist kein Glanz, da ist keine heile Welt sondern da gibt es auch das ganz unten: Junge Mädchen, Heroin und Sex-für-Drogen-gegen-Geld.

Und es gibt Joe, die das alles hinter sich gelassen hat ohne sich jedoch aus der Szene zu lösen. Und daher als Amateurdetektiv angeheuert wird um ein Mädchen zu finden, dass in der Drogenszene verschwunden ist. Wer könnte das besser?

Und da ab da gibt es keine Ehrlichkeit mehr, keine Wahrheit und auch keine Gnade. Joe nimmt uns mit auf eine Reise durch den Abfluss und zeigt uns die immer gültige Wahrheit von Drogen wie Heroin: Jeder für sich selbst und wenn ich keinen anderen Betrügen oder Abziehen kann dann mach ich das mit mir selbst.

Perfekter Pulp, wäre bei Hard Case Crime (oh wie ich die Serie bei Rotbuch vermisse) allerbest aufgehoben.

Soundtrack dazu: Urban Waste, was sonst?