Tag: Kampa Verlag

  • Bücher, schnell gelesen: 1.817

    Bücher, schnell gelesen: 1.817

    Dana Stabenow – Unter der Erde Alaskas (Kampa, 2025)

    Gelesen: 13. – 18.02.2026 (netto 259 Seiten)

    Aus dem amerikanischen Englisch von Barbara Schnell.

    Und nochmal taucht Dana Stabenow in ihre Vergangenheit ab, diesmal in Sachen Ölförderung. Anders als in Vor der Küste Alaskas ist es aber diesmal ein echter whodunit, sehr lange bleibt das Ziel der Ermittlungen von Kate Shugak im Dunklen.

    Sie wird vom Ölkonzern Royal Pegtroleum Company angeheuert, der sich sorgen um die Arbeiter in ihrem Feld in Prudhoe Bay macht. Naja, um die Arbeiter ehr nicht sondern darum das Drogen für Unruhe und auch Tote sorgen. Und wie diese in das streng gesicherte und nicht einfach zu erreichende Bohrfeld kommen, das würde der Chef gerne wissen.

    Und vertraut seiner eigenen Security ehr nicht.

    Kate steigt mal wieder Undercover ein, trifft alte Bekannte die auch gutes Geld verdienen wollen und darum dort angeheuert haben. Und sieht auch die Schattenseiten des Ölreichtums.

    Das Buch nimmt einen langen Anlauf, ohne dabei auf eine Lösung hinzudeuten (und, kleiner Nachteil, ohne viel Spannung aufzubauen). Aber am Ende fühlt sich genau dieser Umstand als ziemlich clever an – den die Lösung bricht (sprichwörtlich) mit aller Gewalt über Kate herein.

    Und nur knapp kommt sie mit dem Leben davon und rettet sich zurück in die Ruhe ihres Nationalparks.

    Ziemlich kluge Story und im vorbeigehen gibt es noch eine kleine Lehreinheit über den Einfluss der Ölförderung auf die indigenen Völker Alaskas.

    Ich mag diese Geschichten, im Original von 1994 und heute irgendwie aus der Zeit gefallen.

    Soundtrack dazu: The Mighty Mighty BossTones – Royal Oil, was sonst?

    PS: Prudhoe Bay 1975 … Dana Stabenow hat damals dort gearbeitet.

  • Bücher, schnell gelesen: 1.816

    Bücher, schnell gelesen: 1.816

    Dana Stabenow – Vor der Küste Alaskas (Kampa, 2025)

    Gelesen: 12.02.2026 (netto 197 Seiten)

    Aus dem amerikanischen Englisch von Mechtild Ciletti.

    Kate Shugak, die 3te. Und eine kleine & feine Geschichte die so sehr flutschte das ich sie an einem Abend weggelesen habe.

    Dana Stabenow schickt Kate diesmal auf für Kate ungewohntes aber mit deren Familienhistorie verbundenes Terrain (und verbindet das mit ihrer eigenen Geschichte, die zum Teil in der Jugend eben auf einem Krabbenkutter stattfand).

    Kate wird als Ermittler der Staatsanwaltschaft auf einen Kutter geschickt, der auf den Aleuten Schneekrabben fängt. Zwei Besatzungsmitglieder sind verschwunden, der Kapitän und die Crew sagen das sie auf einer kleinen Aleuteninsel einfach abhanden gekommen sind.

    Und offensichtlich hat der Kapitän was damit zu tun. Also wird Kate als Deckhand an Bord untergebracht mit dem Ziel herauszufinden, was eigentlich passiert ist.

    Das Buch ist insofern keine spannender Krimi, als die Bösen von vornherein klar sind. Es bleibt aber schon eine spannende Jagd nach dem “was ist passiert”.

    Und dabei gibt es ordentlich Details über die Krabbenfischer, ordentlich Aleuten-Historie (Kates Familie stammt von dort und ist im Rahmen der japanische Invasion der Aleuten im zweiten Weltkrieg interniert worden) und wie immer bei Dana Stabenow ganz viel Natur.

    Flott zu lesen aber sicher kein Krimi mit Spannung, ehr eine weitere Facette von Kate Shugak. Und von Alaska. Lange bevor die Krabbenfischer bei DMAX als dangerploitation gelandet sind.

    Natürlich klärt Kate den Fall, allerdings werden nicht alle Fragen nach dem “was” beantwortet. Passt.

    Soundtrack dazu: Daikaiju – Attack Of The Crabwomen, was sonst?

    PS: Und die Aleuten so?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.809

    Bücher, schnell gelesen: 1.809

    Michael Connelly – Der Inselcop von L.A. (Kampa, 2025)

    Gelesen: 09. – 14.01.2026 (netto 371 Seiten)

    Aus dem amerikanischen Englisch von Sepp Leeb.

    Wenn ich es recht verstanden habe, dann ist dieses Buch der Start einer neuen Reihe mit einer neuen Hauptfigur. Und sein 40tes Buch …

    Willkommen Detective Stilwell (Los Angeles County Sheriff Department). In Ungnade gefallen nach einem Streit mit einem Kollegen in der Mordkomission. Aus dieser dann Strafversetzt nach Catalina Island (ca. 50 KM vor Huntington Beach, LA).

    Dort werden gerne Problemfälle zum Abklingen geparkt. Entweder bis zur Rehabilitation oder bis zur Entlassung. N’ büschen so wie Mick Herrons Slough House. Die Bewohner der Insel sind das schon gewohnt und bauen daher nicht wirklich eine Beziehung zu den Cops aus der Stadt auf.

    Und die haben eh nur in der Touristen-Saison wirklich was zu tun (Drunk’n’Disorderly rules) oder wenn jemand im Naturschutzgebiet etwas verbotenes macht.

    Aber Michael Connelly führt ja eine neue Serie ein, das Zentrum des Buches ist ein strafversetzter Cops aus der Mordkomission … also gibt es eine Leiche auf Catalina. Ein Mord.

    Und Stilwell (dessen Vornamen wir im ganzen Buch nicht erfahren, cooler Kniff) bekommt es natürlich mit dem Kollegen zu tun, wegen dem er in Catalina gelandet ist. Und der Captain sagt klar, das der den Mordfall ermittelt und Stilwell nicht. Finger weg!

    Daran hält er sich natürlich nicht und nutzt andere Fälle auf der Insel (ein Diebstahl, eine Wilderei, ein tätlicher Angriff auf einen Polizisten) um am Rande weiter zu ermitteln.

    Und erkennt ein Muster. Und bekommt vom Captain das ok im Mordfall mitzuarbeiten. Und, klar, löst diesen dann auch.

    Irgendwie kommt Stilwell sehr eindimensional rüber, zumindest in großen Teilen des Anfangs im Buch. Dazu viel detaillierte Polizeiarbeit (wie in allen Büchern von Connelly) … das wirkt schnell dröge.

    Aber im letzten Drittel, wo sich viele lose Enden verknüpfen und einige Überraschungen warten, nimmt das ganze Fahrt auf und der Leser erkennt deutlich mehr Facetten von Stilwell.

    Und um seine Freundin zu retten, killt er und manipuliert den Tatort. Damit ist zumindest für den weiteren Verlauf der Serie mal ein Statement gesetzt.

    Ich bin gespannt wie das weitergeht, den Vergleich zu Bosch & Rene Ballard muss ich mir echt wegdenken. Der Vergleich, der mir tatsächlich kam, ist ehr die Constable Hirschhausen Reihe von Garry Disher … Catalina ist sowas wie der Outback von LA.

    Kann was werden, kann aber auch in die Hose gehen.

    Soundtrack dazu: Descendents – Catalina, was sonst. Und das ist eines meiner absoluten Lieblingslieder auf meiner absoluten Lieblingsplatte von meiner absoluten Lieblingsband.

    Und im Nachgang: ALL – Explorador!

    PS: Und Michael Connelly so?

    PPS: Und Catalina?