Bücher, schnell gelesen: Teil 1.083

Charlie Huston - Das Clean Team (Heyne, 2009)
Charlie Huston – Das Clean Team (Heyne, 2009)

Gelesen: 02.01. – 04.01.2015, netto 485 Seiten.

Nach dem ganzen Fernsehscheiss (von Navi CSI zu was weis ich) und Serien wie „Der Tatortreinger“ ist der Backdrop für diese Geschichte natürlich „verbrannt“ … aber dennoch zu und zu schön. Zimmer von den Resten eines Toten zu säubern kann einfach sein aber eben auch eine echt schmutzige Angelegenheit. Und da es um das Trauma der Angehörigen geht auch sehr lukrativ. In diese Szene schlittert „Web“, der eigentlich nur abhängt. Warum er so ein Hänger ist wird mit jedem Schritt nach unten auf der „noch ein Problem, noch einmal auf die Fresse“ Abwärtspirale klar. Dazu kann er einfach nicht die Fresser halten und muß immer und überall einen blöden Spruch machen. Seine Freunde verschreckt er, seine Feinde hauen ihm dafür einen rein.

Am Ende wissen wir warum und das es sich eigentlich um eine ganz einfache Geschichte von Schuld und Sühne, Liebe und Errettung und Betrug handelt. Aber cool verpackt, mit coolen Dialogen und leidlich Spannung. Ein schöner Krimi über und mit LA, nicht ganz so erbauend, klar und cool wie „Black Neon“ aber fast.

Soundtrack dazu: NO FX, was sonst?

PS: Heyne = Random House = Cover und Titel verkackt. Das englische Original von „The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death“ in „Das Clean Team“ (also bestes pseudo-denglisch) zu verkacken ist schon groß, dito für das Cover.

Charlie Huston - The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Ballantine Books, 2009)
Charlie Huston – The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Ballantine Books, 2009)

Bücher, schnell gelesen: Teil 976

Charlie Huston - Die Hank Thimpson Trilogie (Heyne, 2013)
Charlie Huston – Die Hank Thimpson Trilogie (Heyne, 2013)

Gelesen:08.03 – 17.03.2013 (Zeit nicht genommen), netto 1013 Seiten.

Keine Ahnung warum ich das in der Buchhandlung meines Vertrauens mitgenommen habe – am Klappentext („… für Fans von The Big Lebowski und Pulp Fiction…„) kann es nicht gelegen haben, der ist mal wieder „billig“ (ebenso wie das Cover, aber dazu später mehr).

Ich mag Geschichten die einem die Möglichkeit geben den Helden über einen längeren Zeitraum zu begleiten – das geht hier wunderbar. Der Titelheld stolpert in etwas rein, das am Ende vielen Menschen das Leben kostet und ihn einmal quer durch Amerika (und das angrenzende Mexiko) und zurück schickt. Doch nicht nur geographische Kreise schliessen sich – auch seine Liebe für Baseball geht und kommt wieder. Das ganze ist von viel Gewalt und echten Schmerzen begleitet und – natürlich – entwickelt Hank eine ganze Menge Professionalität im Töten von Menschen. Dabei lernt er ehr zufällig und lediglich aus reiner Selbsterhaltung, das aber richtig gut!

Die 3 Einzelbücher passen dabei gut zusammen, zumal sie alle einen anderen Focus in der Geschichte haben, lediglich der letzte Teil fühlt sich ein wenig „bemüht“ an. Im großen und ganzen aber spannend, unterhaltend, gewaltätig, blutig und „lakonisch“. Also gut. Nicht ganz so gut wie Adrian McKintys Michael Forsythe Trilogie. Aber, doch, passt.

Soundtrack dazu: The New Rochelles, was sonst?

PS: Das Cover ist sowas von langweilig, die 3 Original hätten da mehr Inspiration liefern können. Aber, it’s Random House, so it’s random … clever. Naja, wenigstens wurde das ganze von Markus Naegele übersetzt – aber hätte es dann nicht bei Heyne Hardcore mit ein wenig mehr Pepp im Cover rauskommen können? Ich hab Sorgen, wa?

Charlie Huston - Caught Steeling (Ballantine Books, 2004)
Charlie Huston – Caught Steeling (Ballantine Books, 2004)
Charlie Huston - Six Bad Things (Ballantine Books, 2005)
Charlie Huston – Six Bad Things (Ballantine Books, 2005)
Charlie Huston - A Dangerous Man (Ballantine Books, 2006)
Charlie Huston – A Dangerous Man (Ballantine Books, 2006)