Bücher, schnell gelesen: Teil 1.140

James Lee Burke - Glut und Asche (Heyne Hardcore, 2015)
James Lee Burke – Glut und Asche (Heyne Hardcore, 2015)

Gelesen: 26.11. – 08.12.2015, netto 687 Seiten.

Nach “Regengötter” folgt “Glut und Asche”. Ebenso dicht und in direkter Nachfolge gibt es bekannte Gesichter und neue – verrückte, verschrobene und durchgeknallte jedweder Couleur.

Dazu kommt der Antipode zu Sheriff Holland – der irre Preacher Collins ist dem Tode entronnen und mordet sich weiter durch die wunderschöne Landschaft.

Die Geschichte ist arg komplex, es gilt diverse Verbindungen zusammenzuhalten und nicht den Übrblick zu verlieren. Das Tempo dabei ist höher und die durchgeknallten (Porno Russen, Christenpisser und andere) durchgeknallter. Der zarte Hauch von Liebe wird dabei sogar zu Sex und wir erfahren sehr viel über Sheriff Holland (und seine Zeit als Gefangener im Korea-Krieg). Und James Lee Burke bekommt sogar sowas wie 9/11 und Al-Qaida locker mit rein ohne das es stört oder falsch wirkt. Cool.

Ein herrliches Epos für das ich mir dringend eine Verfilmung wünsche!

Und ja, am Ende ein perfekter Cliffhänger. Da kommt mehr. Und ich will mehr!

Soundtrack dazu: Millions of Dead Cops, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.104

James Lee Burke - Sturm über New Orleans (Pendragon,  2015)
James Lee Burke – Sturm über New Orleans (Pendragon, 2015)

Gelesen: 12 –23.04.2015, netto 560 Seiten.

Endlich wieder ein Dave Robicheaux Krimi! So ca. 1992 habe ich angefangen Crime Literatur zu lesen und zu den ersten Büchern gehörte “Neonregen” von Burke als Ullstein Taschenbuch. Leider hatte ich damals nicht das Geld und das Interesse “gutes” sofort in Serie zu kaufen, so das ich nur drei Robicheaux Romane als Ullstein TB habe. Aber immerhin “Neonregen”, das rar und gesucht ist und im Herbst endlich neu aufgelegt wird.

Es ist also ein besonderes Buch und eigentlich “aus der Reihe” – aber das ist mir dann doch egal. Burke ist einfach ein Meisterschreiber und seine Reihe um den Südstaatenpolizisten Robicheaux ist einfach nur klasse – und in “Sturm über New Orleans” (im Original besser “The Tin Roof Blowdown“) legt sich Burke so richtig ins Zeug: Neben der Krimihandlung zerreist er gnadenlos die Regierung der US of A, die damals beim Hurrikan Katrina nicht nur die Stadt New Orleans haben absaufen lassen sondern auch die (armen) Menschen schlicht und einfach alleine gelassen hat.

Vor diesem Chaos muss Dave Robicheaux ein Mord klären, bei dem ein jugendlicher Schwarzer beim Plündern erschossen wurde. Was die Plünderer dabei nicht wussten war, das sie gerade das Haus einer Mafia-Größe leergeräumt hatten und dieser ihnen natürlich die Fette Beute nicht gönnt. Also passieren mehr Morde und das ganze wird eine richtig schön fiese Angelegenheit.

Großartige Geschichte, großartig erzählt. Pflicht!

Soundtrack dazu: The Normals – was sonst?

J

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.086

James Lee Burke - Regengötter (Heyne Hardcore, 2014)
James Lee Burke – Regengötter (Heyne Hardcore, 2014)

Gelesen: 09. – 13.01.2015, netto 651 Seiten.

Zu schön – noch ein dicker Brocken. Anfang der 90er habe ich Burke’s Dave Robicheaux Reihe bei Ullstein als Taschenbücher verschlungen, das waren aufregende hardboiled Krimis die in einer für mich in einer aufregenden Ecke der Welt spielten. Neben dieser Reihe hat James Lee Burke auch noch eine Reihe die in Texas spielt und wieder ist die Landschaft neben den Menschen einer der zentralen Punkte des Buches.

Der Held ist ein alter Mann, ein 70 jähriger und knorriger Sheriff. In seinem County gilt sein Gesetz und wie alle Texaner mag er keine Regierungsbehörden – muss sich aber mit ihnen arrangieren. So auch als hinter einer Kirche ein Haufen Leichen von offensichtlich illegalen Grenzgängern gefunden wird. Daraus entwickelt sich ein großes Drama mit skurrilen Figuren und durchgeknallten Texanern, Russen und anderem Folk. Dazu gibt es zarte Liebesbande hier und da und jede Menge … Landschaft. Einfach schön und in meinem Kopfkino verbindet sich das mit all den Western und Roadmovies die ich schon gesehen habe.

Das ganze geht gemächlich und nicht allzu spannend auf einen Showdown zu, sprachlich aber immer interessant und nie langweilig da es irgendwie “alle gegen alle”. Wirklich großes Kino!

Soundtrack dazu: The Degenerates – was sonst?