www.gehkacken.de

Blog

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.221

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.221

    Joe Ide - IQ (Suhrkamp, 2016)
    Joe Ide – IQ (Suhrkamp, 2016)

    Gelesen: 17. – 19.01.2017 netto 379 Seiten

    Cooler Scheiss, seit Megacool von Jess Mowry hab ich keinen so coolen Einblick mehr in die Welt von Crips, Bloods und Rap gehabt – dazu das ganze als eine etwas andere Detektiv Story, passt!

    IQ (Isaihah Quintabe) ist ein Deduktions-Detektiv und nutzt seine deduktiven Fähigkeiten um den Menschen in seinem Hood zu helfen. Das Buch erzählt dabei sowohl die Geschichte von IQ, der nicht über den Tod seines großen Bruders hinauskommt, als auch die Story des Rap Stars Cal aka Murder One, der nicht mehr aus seinem Haus herauskommt (zum einem weil er bedroht wird, zum anderen weil er eine mächtige Klatsche hat).

    Das Vor und Zurück zwischen beiden Geschichten ist gut getaktet (wenn auch manchmal verwirrend), die Story um den Rapper wächst sich nicht nur zu einem irren Kampf mit einem durchgeknallten Killer (der gerne mal einen 60 KG Pitbull als Mordwaffe einsetzt) sondern – natürlich – zu einem Epos um Liebe und Verrat. Dazwischen der kleine und kluge Detektiv IQ, der viel mehr drauf hat als alle denken.

    Super! Viel Humor, ordentlich Gewalt und durchgeknallte Figuren – cooles setting, cool gemacht. Lesen!

    Soundtrack dazu: Ho99o9, was sonst?

    PS: Herausgegeben von Thomas Wörtche und übersetzt von der wunderbaren Conny Lösch – zwei Qualitätsmerkmale!

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

    Decaln Burke - The Big O (Edition Nautilus, 2016)
    Decaln Burke – The Big O (Edition Nautilus, 2016)

    Gelesen: 11. – 16.01.2017 netto 308 Seiten

    Ich hab ihn mal gefragt, welche Sorte
    Geschriebenes das meiste Geld bringt,
    darauf er: Lösegeldforderungen

    (Elmore Leonard – Schnappt Schorty)

    Schönes Ding aus Irland, in bester Elmore Leonard Tradition zirkeln hier 6 Figuren um einander und verfolgen alle das gleiche Ziel: Verdammt nochmal Kohle abzuzocken. 500.000$ sind im Jackpot aber der Jackpot ist eine Antientführungsversicherung.

    Und diesen Jackpot wollen Karen (Sprechstundenhilfe und Räuberin), Ray (Maler und Entführungsprofi), Frank (ex-Schönheitschirurg vor der Pleite), Madge (zukünftiges Entführungsopfer), Rossi (der kriminelle Ex von Karen, der mit Karen noch ein Hühnchen zu rupfen hat) und Doyle (Polizistin, offen für alles) knacken – für sich und/oder in wechselnden Koalitionen.

    Wie bei einem Planetensystem umkreisen alle die Sonne (der Jackpot) ein wenig zu nach und auf kollidierenden Bahnen, dazu lenkt sie die Anziehungskraft der anderen immer wieder ab. Und so steuern alle auf ein furioses Finale und knallen aufeinander. Mit Sicherheit das knalligste Finale seit langem, alleine deswegen lesenswert.

    Soundtrack dazu: The Outcasts, was sonst?

    PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.219

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.219

    Robert Brack - Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)
    Robert Brack – Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)

    Gelesen: 08. – 10.01.2017 netto 187 Seiten

    Endlich wieder ein Lenina Rabe Roman! Perfekt! Die Krimis von Simone Buchholz sind schon kleine, feine und lustige Hamburg Krimis aber Robert Brack und die Lenina Rabe Serie ist noch kleiner, noch feiner und mit noch mehr coolem Hamburg versehen.

    Nach fast 7 Jahren Pause und einigen “historischen” Büchern kehrt Robert Brack zu dieser Serie zurück – es ist das 4te Buch in der Reihe. Das Setting ist großartig (die Geheimnisse des gemeinen China Restaurants und seiner Köche), sozialkritisch (Ausbeutung durch staatlich sanktionierte Sklavenhaltung) und … ausreichend lustig und brutal.

    Lenina und Nadine, ihre etwas andere Partnerin, wechseln dabei elegant die Seiten und schlagen sich auf die Seite der … Entknechteten. Dabei geht so allerlei zu Bruch, inklusive ihres Büros. Cool, schnell, großartig!

    Soundtrack dazu: 3000 Yen, was sonst?