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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.393

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.393

    David Joy - Wo Alle Lichter Enden (Polar Verlag, 2019)
    David Joy – Wo Alle Lichter Enden (Polar Verlag, 2019)

    Gelesen: 05. – 10.06.2019, netto 246 Seiten

    Ein kleine, traurige und auch ausreichend harte Geschichte aus den Bergen von North Carolina, in den US of A. Cashiers ist eine kleine Gemeinde tief in den Bergen und war schon immer ein Rückzugsgebiet von Schmugglern, Schwarzbrennern und Gangstern. Und ist voller Crystal als auch Meth.

    Jacobs Vater kontrolliert das Crystal-Meth Geschäft in dieser Gegend mit eiserner Hand und Jacob hat Mangels Alternativen angefangen bei ihm zu arbeiten. Er hasst seinen Vater, er hasst seinen Job und er hasst es, dass er seine große Liebe Maggie verlassen hat, weil er ihr nicht im Weg stehen wollte aus Cashiers herauszukommen.

    Aber das Leben ist Scheisse: Einen Kill-Job für seinen Vater verkackt er, seine schwerst Meth-debile Mutter wird gekillt und die Cops sind ihm auf den Fersen. Als aber dann Maggie zurück in sein Leben kommt sieht er auf einmal einen Ausweg – nur um von seinem Vater, den Cops und letztendlich dem Leben gefickt zu werden.

    Ein großartiger “Trotz aller Liebe keine Hoffnung” Roman!

    Soundtrack dazu: V/A – Why are we here?, was sonst?

    Und David Joy? Interessanter Typ:

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.392

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.392

    Attica Locke - Bluebird, Bluebird (Polar Verlag, 2019)
    Attica Locke – Bluebird, Bluebird (Polar Verlag, 2019)

    Gelesen: 02. – 04.06.2019, netto 316 Seiten

    Das Buch spielt tief in Texas, in East Texas. Und ganz hinten in dieser Ecke gibt es auch Schwarze. Farbige. Oder eben Nigger, wie die weiße Bevölkerung sie nennt. 

    Die besteht aus alten Sklavenhaltern, den netten Meth-Händlern von der ABT (Arian Brotherhood Texas) und dem lokalen Sheriff. Der ist überraschenderweise nicht korrupt, aber wenn irgendwo eine Leiche auftaucht dann war der Täter entweder schwarz oder aber falls die Leiche schwarz ist, dann ist es eben kein Mord sondern ein Unfall.

    Wer bringt hier Gerechtigkeit? Eigentlich die Texas Rangers (oder, überhaupt nicht gerne gesehen, das FBI). Aber dieser Texas Ranger hat seine eigenen Probleme: Kurz vorm Rauswurf, mit Alkohol und Eheproblemen und … schwarz. Beste Voraussetzung um eine schwarze Leiche (Anwalt aus Chicago) und eine weiße Leiche (Kellnerin aus dem lokalen Redneck Kneipe) zu einem etwas komplizierten Fall zu machen.

    Was vorne als Hassverbrechen erscheint wird am Ende ein extrem vielschichtiger Krimi und eine echte Liebeserklärung an das schwarze East Texas und die Probleme, die dort heute wie vor 25, 50 oder auch 100 Jahren herrschten.

    Und natürlich ist die Antwort am Ende eine andere: Als Erfahrener Krimi-Leser wissen wir natürlich das es entweder eine familiäre Auseinandersetzung oder aber “Heat of the Moment” ist, wenn jemand zu Tode kommt. Aber was ist es hier?

    Ich kann mir kein besseres Sittengemälde über die Lage der Schwarzen in den US of A vorstellen, als so ein Krimi. Ganz wunderbar gemacht und als Krimi ganz wunderbar verpackt.

    Oder wie es der Verlag so richtig schreibt:

    Attica Locke wendet sich in ihrem dritten Roman mit einem Blick für die Feinheiten der ländlichen weißen Südstaatler einmal mehr gegen die rassistische Scheinheiligkeit in Texas.

    Dem gibt es nichts hinzuzufügen – außer: Lesen! Jetzt!

    Soundtrack dazu: John Lee Hooker – Bluebird, was sonst? Vielleicht doch Traitör – Bet On Black? Schwere Entscheidung!

    Und was sagt Attica Locke dazu? 

  • … donation only Monday: A slot to check out new bands!

    … donation only Monday: A slot to check out new bands!

    Moday evenings at the Goldener Salson of the Hafenklang remain a free slot for some free entertainment: Donation only shows followed by a DJ and some table tennis (and sure some booze). For me, living a short walk away, it is always a good slot to check out bands and be home early.

    This time it was Negative Gears, from sunny Australia, and two items attracted me:

    Number one – this portray of the band:

    Rising out of the chaos of another band’s eleventh-hour personnel reshuffle, it’s Negative Gears. ‘Urgent, melodic punk’ that’s producing sweet capital gains thanks to the group’s strong intent.
    

    Number two – a great record cover:

    Ngetive Gears - cool LP cover indeed!
    Negetive Gears – cool LP cover indeed!

    This was enough to attract me and be donating customer number one for the evening (with some poor 19 more people adding to the pot). By the looks the young Australians seemed friendly chaps and this was confirmed by the folks of the club.

    Negative Gears (Hafenklang, Hamburg, 03.06.2019 (c) gehkacken.de)

    A sturdy backline with drums and bass, a solid guitar and a shy keyboard. Paired with a roaming singer that used some looping stuff for his voice (requiring him to bend down towards a bar stool on stage). How did it sound? At good moments actually quite fine and in an almost perfect post-punk fashion (if i may use that slur):

    Other moments were rather lackluster. Still, i believe they would have warranted a slightly bigger audience and a longer set (in order to groove in). Did i buy their record? No, not yet. They did not fully convince me live. But go and check them out for yerself:

    What did surprise me yet again was how people react to “Donation only” shows: Regulars did give up to 10€, others, “being with the band” gave…nothing. Even when the landlord tried to explain that they need to be able to have a good feeling to give nothing to their friends.

    Still, great short enjoyment and much better than watching TV. Remember: #thereaintnuthinbetterthanlivemusic!