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  • … an evening among friends: Youth Of Altona & D.I. with a near perfect show!

    … an evening among friends: Youth Of Altona & D.I. with a near perfect show!

    It was July 2019 when D.I. made a triumphant return to Hamburg, thanks to Covid it took them another 4 years to be back. The Hamburg lot was eager to see them, even folks who where in London on Saturday to see Generation Sex came down to the Hafenklang to see D.I..

    Whilst i had high hopes for another sold out show the post-Covid reality is still that a percentage of guests seems lost, on this lovely Sunday evening it was “only” about 170 good people at the Hafenklang.

    Support was for Youth Of Altona with the first show in the new reformed outfit, playing favorite Wipers songs … these actually.

    Youth Of Altona – Setlist (Hafenklang, Hamburg, 02.07.2023 (c) gehkacken.de)

    They lured most people in front of the stage but actually repelled some. I can only guess that was either for generic dislike of the cover band concept per se (which i could buy) or because of the nervousness hick-ups in the first couple of songs.

    Here is “Let’s go”:

    I still like their concept and i do like that they allow me to listen to some neat Wipers songs, all done in a complete unpretentious fashion. As Greg Sage won’t be on tour soon, where else would you get the chance?

    And the more they got into it, the less hick-ups where around. And smiles appeared on stage and with those in front of the stage – as it should be.

    Youth Of Altona (Hafenklang, Hamburg, 02.07.2023 (c) gehkacken.de 2023)

    I also took note of the D.I. folks coming out from backstage and having a decent look into Youth Of Altona, up to nodding along to the sound. And given that they kept the set crisp and avoided length it was a fitting lead-in into the evening.

    Here is “Return Of The Rat”, their closing song:

    I continue to give them credit for what they do and i am damn sure they will also develop a little more groove along the set, the more they play together. It is one of the better cover ideas and executions, trust me (if you dare).

    D.I. sure would speed up things and would give us more of of a Southern O.C. sound than the northern sound from PDX. And this was what they set out to deliver:

    D.I. – Setlist (Hafenklang. Hamburg, 02.07.2023 (c) gehkacken.de)

    And lets be frank, a band that kick into “Johnny’s Got A Problem”, “Imminent War” and “Hang Ten In East Berlin” after an instrumental intro … wins over the audience at anytime, anywhere. Really fast.

    Here is “Johnny’s Got A Problem”:

    Bang! This time round they came with two guitars and that added to an overall near perfect sound. And boy, they where fucking tight from the first chord. And sure thing the audience went sing-a-long from the first chorus onward.

    It was less crowded compared to last time, the average age in the audience was significantly higher … but D.I. made all up for it by leaning in even stronger.

    D.I. (Hafenklang, Hamburg, 02.07.2023 (c) gehkacken.de 2023)

    The only item of moaning was that it was over so much quicker, 19 songs clocked in within 50 minutes (my wild guess), here are the finishing chords:

    The one item that stood out for me was that they delivered simply a near perfect show, with near perfect sound. And even the sometimes very visible staged chats, banters and acts came all naturally and added to the show.

    With this setup (top twin Guitars and them Tatar brothers on Drums (providing more grins, more tricks) and Bass (with even more singing, more fun making of Casey)) D.I. is a mighty force that is able to take over any place, anytime. And provide more than a decent punk fucking rock experience.

    Thanks largely to D.I. there was an upbeat feeling after the show, plenty of talking, bantering (up to and including a proposal to burn down me mate Lukes car) and drinks. I ended up with two mates still chatting when the Hafenklang switched on the lights for final clean out. The good feeling of

    #thereaintnuthinbetterthanlivemusicamongfriends

    Isn’t that what it is all about, despite an alarm bell on Monday reminding you of the treadmill?

    PS: The video sound ain’t as desired and does not do the good sound justice, i ended up too near to the stage, under a ceiling mounted PA speaker. The pics are extra shitty as for both bands the stage was flooded with rather stupid red light only. I guess there was no light man around/booked. But you get to see what i got to see, unedited.

  • Bücher, schnell gelesen: 1.648

    Bücher, schnell gelesen: 1.648

    Jo Nesbø – Blutmond (Ullstein, 2022)

    Gelesen: 24. – 27.06.2023 (netto 535 Seiten).

    Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob.

    Der 13. Harry Hole Krimi, das 20te Buch von Jo in meiner Sammlung. Und immer noch ein herrliches Verschlingen. Und das seit ~25 Jahren. Ich glaube ich verfolge keinen anderen Autoren, der so lange so großartige Stories hinbekommt.

    Takk Jo, setter stor pris på det!

    Band 12 hatte ja einen Cliffhänger:

    Aber Jo wäre nicht Jo, wenn er nicht einen Schrecken gegen einen anderen eintauscht. Und so wird Harry am Ende zum Mörder und würfelt mit dem Teufel um seine Zukunft, entweder Frau 1 und Oslo oder Frau 2 und Neuseeland. Der nächste Band wird uns zeigen wo er landet.
    

    Und tatsächlich, er ist gelandet. Krachend. Auf dem Boden der Flasche. Des Glases. Aber weder in Oslo noch in Neuseeland. Sondern im Creatures in L.A., einer Bar für ernsthafte Alkoholiker. Für Trinker mit guten Vorsätzen. Harry Hole hat schlicht und einfach vor sein gesamtes Geld zu vertrinken und idealerweise sich selbst dabei zu Tode zu trinken.

    Weit weg von Oslo, weit weg von dem Schmerz des Verlustes. Kreditkarte leer, noch am Leben. Und als ex-Polizist immer noch ein Helfer. Diesmal für die Mittrinkerin Lucille, Strandgut von Hollywood und tief in der Kreide bei der Mexikanischen Mafia. Die schnappt sich Lucille und gibt Harry 10 Tage Zeit die Kohle zu besorgen.

    Zum Glück für Harry hatte sich ein Anwalt aus Oslo gemeldet und ihm einen Job angeboten. Den er dankend abgelehnt hatte. Aber jetzt kann dieser Job die Kohle liefern, denn er würde für einen extrem reichen Immobilienfritzen arbeiten.

    Also zurück nach Olso, alte Freunde (Kokain-Dealer, korrupter Cop und totkranker Psychologe) als Team angeheuert und rein in den Fall. Als Detektiv. Ohne Polizeirechte.

    Worum geht es? 2 tote Frauen, zuletzt auf einer Party bei dem Milliardär. Extrem schräg ermordet. Harrys ex-Kollegen stehen vor einem Rätsel, ihre Chefs verbieten ihnen aber Harry hinzuzuziehen.

    Der Anfang des Buch kommt fast schon gemächlich daher aber als aufmerksamer Jo Nesbø Leser ist das genau die Phase wo die Phantasie sich zurückhalten muss und auf Details geachtet werden muss.

    Harry und sein Team sind der Polizei zwangsläufig immer einen kleinen Schritt voraus, vor allem auch weil sie weniger Grenzen durch Gesetze haben und weil sie direkten Zugang zum Milliardär und seiner Frau haben. Und weil Harry sein Wissen mit der Polizei teilt und daher von vielen alten Wegefährten auch Infos zurückbekommt.

    Aber alles an diesen Morden ist irgendwie schräg. Eigentlich fragt Harry immer nach dem WARUM – aber die Frage läuft hier ins Leere. Also konzentriert sich Harry auf das WIE und das kommt genauso Wahnsinnig um die Ecke.

    Killen über im eigenen Körper angebaute Parasiten. Zoonose. Erinnert sich noch jemand an Covid-19?

    Jo versteht es Meisterhaft falsche Fährten als logisch richtige Schlussfolgerung einzubauen und mit immer mehr Tempo wird die ganze Story megaspannend. Vor allem auch, weil der Täter auch seine Stimme im Buch hat. Und die zeigt dem Leser ziemlich anschaulich wie Irre er ist.

    Hammer, bis zum Ende eine unfassbare Spannung und mit einem super Cliffhänger. Die Story ist noch nicht am Ende.

    Und Lucille? Kommt frei. Und Harry? Kann nur Serienmörder. Und trinken. Oder?

    Mehr. Mehr? Mehr!

    Soundtrack dazu: Von Gam – Hasse Parasit, was sonst?

    PS: Und Jo so?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.647

    Bücher, schnell gelesen: 1.647

    Jenny Lund Madsen – 30 Tage Dunkelheit (Tropen, 2023)

    Gelesen: 16. – 23.06.2023 (netto 391 Seiten).

    Aus dem Dänischen von Julia Gschwilm.

    Literatur, Lyrik … My Ass! Fast schon ein Feindbild für mich. Ich will Crime. Hard-Boiled. Insofern ist die Heldin (aka die arrogante Literatin) schnell das personifizierte Schlechte, Nervige … das Feindbild.

    Zum Glück geht das auch den anderen Personen im Buch so.

    Hannah Krause-Bendix (perfekter Name um sich bereits darüber aufzuregen) schreibt Literatur, wohl für Frauen, die tolle Kritiken bekommt aber sich nicht verkauft. Sie kuckt hochnäsig (aus der Position der Hochkultur) auf Krimi-Literatur runter, für sie ist das langweiliger billiger Dreck.

    Auf einer Literaturmesse legt sie sich mit jedem an, auch mit Jørn Jensen (einem der billigen Krimi Schreiber). Und als ihr vor laufender TV-Kamera die Argumente ausgehen haut sie

    In einem Monat habe ich einen Krimi geschrieben, der besser ist als alles, was du jemals veröffentlicht hast.
    

    raus. Und kommt aus der Nummer nicht mehr raus. Ihr Agent schickt sie nach Island, zu Freunden seiner Familie, in das Dorf Húsafjöður, in der Hoffnung das ihr Ruhe und Einsamkeit Inspiration schenken.

    Das Schicksal schenkt ihr aber eine Leiche und ab da dilettiert sie als Detektivin durch die Landschaft (und nutzt die Story als Rohmaterial für ihr Buch). Und da sie keine Ahnung hat was einen guten Krimi ausmacht, fällt sie jedem möglichen Twist (oder auch red herring) zum Opfer. Am Ende hat sie fast alle Einwohner des Dorfes als Mörder überführt (und wird doch immer wieder von der Realität überholt).

    Jede, aber auch wirklich jede, Krimiplattitüde wird hier auf dem Rücken von Hannah abgeritten. Kleine Dörfer und ihre Geheimnisse. Kleine Dörfer abgeschnitten vom Rest des Landes durch einen endlosen Schneesturm. Unfähige Polizisten. Überraschende Liebe, die die Angelegenheit noch schwerer macht. Noch mehr Leichen.

    Herrlich, immer wieder stürzt sich Hannah auf die nächste neue Idee respektive Plattitüde nur um wieder in der Realität zu landen.

    Großes Kopfkino, perfekte Anti-Heldin mit perfekter Ego-rotziger Attitüde und ein Buch über einen Krimi der in einem Krimi … einfach ein genialer Kniff. Ist das ein Meta-Krimi? Aber kein Wunder, Jenny Lund Madsen ist eine erfahrene und erfolgreiche Drehbuchautorin. Die kann Plot und Atmosphäre.

    Endlich mal wieder ein richtig überraschender Krimi bei Tropen. Schön.

    Ach ja, schafft Hannah den Krimi? Wird nicht verraten.

    Soundtrack: Planet Y – M​ø​rkets Tid, was sonst?

    PS: Und Jenny Lund Madsen so?