Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 955

    Bücher, schnell gelesen: Teil 955

    Roger Smith - Stiller Tod (Tropen, 2012)
    Roger Smith – Stiller Tod (Tropen, 2012)

    Gelesen: 13. – 15.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 373 Seiten.

    Herrlich – zurück zur lakonischen Gewalt, zum Blut, zum Elend und zur Gewissheit das auch wir privilegierten immer nur einen Hauch (oder besser: eine Verfehlung) davon weg sind.

    Roger Smith schreibt in Kapstadt und schreib in einer Umgebung die brutal, gewalttätig und grenzenlos Ungerecht ist – auch heute noch. Seine Bücher sind bösartige Monster die mit all ihrer ungeschönten Gewalt einfach großartig sind.

    Stiller Tod hetzt durch das Leben und Sterben von einem reichen (na was, natürlich weissem) Ehepaar und ihrer Begegnung mit dem realen Leben. Der Preis dafür ist hoch und wird bezahlt. Von allen Beteiligten! Und wer kommz am Ende davon? Der mit dem Geld, wer sonst? Ein großartiges Buch, wahrlich nur für Leute die auch was abkönnen!

    Soundtrack dazu: Dog Detachment, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 954

    Bücher, schnell gelesen: Teil 954

    James Ellroy - Der Hilliker Fluch (Ullstein, 2012)
    James Ellroy – Der Hilliker Fluch (Ullstein, 2012)

    Gelesen: 12. – 13.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 243 Seiten.

    Nachdem uns James Ellroy bereits 1997 an seiner Manie bezüglich seiner ermordeten Mutter teilnehmen ließ erklärt er uns jetzt, warum seine Mutter schuld daran ist das er Schuld daran ist das alle seine Beziehungen mit Frauen den Bach runter gingen.

    Das einzig spannende daran für mich: Er ist kein Held, er ist ein normaler kranker Wahnsinniger. Und: Er erklärt warum der Schreibstil von seiner “Underworld U.S.A.” Trilogie so wunderbar abgehackt und hektisch rüberkommt. Für diese Erklärung alleine Lesenswert – den Rest seiner (weitestgehend bekannten) Lebensbeichte interessiert mich nicht.

    Soundtrack dazu: Seaweed, n sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 953

    Bücher, schnell gelesen: Teil 953

    Gerhard Seyfried - Verdammte Deutsche (Knaus Verlag, 2012)
    Gerhard Seyfried – Verdammte Deutsche (Knaus Verlag, 2012)

    Gelesen: 11. – 12.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 404 Seiten incl. Anhang.

    Mhhh, zwiespältig. Ich mag das Lokalkolorit der Londoner Innenstadt, bin ich doch beruflich mehr als oft in London und immer rund um Waterloo, Charing Cross, Covent Garden etc – und auch dieses Buch spielt dort.

    Das ganze ist eine “Spionageroman” und erzählt anhand von den Hauptfiguren den Aufgalopp zum ersten Weltkrieg und die Anfänge der formellen Spionage – sowohl bei den Britten als auch bei den Deutschen. Das ganze ist najaso spannend und hat leider 2-3 Holpler, u.a. Continuity-Fehler und sprachliche Fehler (zB die kurz/knapp und unpersönliche Diktion der deutschen Militärs taucht auf einmal bei einem Engländer auf oder aber es wird einfach ein Name verwechselt).

    Vor dem historischen Kontext nicht schlecht, wenn ich mir jetzt auch Christopher Andrews “The Defense of the Realm” durchlese wohl sogar gut. Aber als Einzelbuch und für sich selbst stehende Geschichte für mich nicht gut genug. Das geht besser, bösartiger und auch spannender. Vor allem sprachlich – es ist weder “1910” noch Deutsch noch Englisch. Da wäre mehr gegangen!

    Soundtrack dazu: Hatefull – Punk Fiction, was sonst?