Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.069

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.069

    Adrian McKinty - Die Sirenen von Belfast (Suhrkamp Nova, 2014)
    Adrian McKinty – Die Sirenen von Belfast (Suhrkamp Nova, 2014)

    Gelesen: 17. – 21.10.2014, netto 378 Seiten.

    Ja, das passt. Der zweite Teil der Sean Duffy Trilogie fügt sich nahtlos an das erste Buch an. Jede Menge Referenzen an gute Musik (“…New York 1978, als ich für zwei Wochen bei meiner alten Freundin Gresha im West Village wohnte. Tolle Zeiten. Das war das New York der Ramones und des CBGB, von Serpico und Hundstage.“). und jede Menge Details zu den “Troubles”. Und, noch so eine augenzwinkernde Referenz, es gibt in diesem Buch auch ein PAL (Wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer sonder Douglas Adams…ein “Problem anderer Leute”). Da wird mir ganz wohlig ums Herz!

    Der Plot ist spannend, der ganze Nordirlandbürgerkriegsmist wird exakt und genau gezeichnet und mittendrin ist ein einsamer Bulle, der als Katholik bei der Royal Ulster Constabulary sowieso an der falschen Stelle ist. Was im ersten Band (Der katholische Bulle) leise im Hintergrund anklingt wird hier ein großer Teil der Geschichte: Sean hat Liebeskummer (seine Freundin heut aus Nordirland ab), seine Frauengeschichten sind nichts halbes und nichts ganzes und Ärger (eigentlich mit jedem) zeiht er an bzw. verursacht er wie ein ganz Großer. Held.

    Verwoben ist das ganze dann noch mit der unfassbaren Geschichte des DeLorean DMC-12, der wurde nämlich in Nordirland gebaut, in einer Fabrik die nur entstand weil die Regierung von Nordirland 100 Millionen Pfund dazugebuttert hat um Jobs zu schaffen (die restliche Industrie – vor allem Werften – waren schon lange den Bach runtergegangen). DeLorean ging aus vielen Gründen ebenfalls den Bach runter, einer davon ist die wahre Geschichte das DeLorean (der Besitzer und Namensgeber der Autofirma) wohl versucht hat mit Kokainhandel Geld für die Autoproduktion zu beschaffen. Völlig bizarr, aber ein perfekter Hintergrund für eine vielschichtige Krimigeschichte. Am Ende – ach, lest selbst. Ich will mehr!

    Soundtrack dazu: Ruefrex, was sonst?

    PS: Ich finde der deutsche Titel ist nicht passend (weil vieldeutig) und das Cover Bild passt daher nicht so richtig gut.

    Adrian McKinty - I hear the sirens in the street (Serpent's Tail, 2013)
    Adrian McKinty – I hear the sirens in the street (Serpent’s Tail, 2013)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.068

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.068

    Adrian McKinty - Der katholische Bulle (Suhrkamp Nova, 2013)
    Adrian McKinty – Der katholische Bulle (Suhrkamp Nova, 2013)

    Gelesen: 13. – 17.10.2014, netto 374 Seiten.

    Mehr Futter von Adrian KcKintey, mehr Lesestoff über Nordirland in den 80ern (heute völlig gaga “The Troubles” genannt, als ob das ein bischen Ärger war). Wer nicht nur einen klasse Krimi lesen will sondern auch was über die Geschichte von Nordirland lernen will ist hier goldrichtig. DS Seam Duffy ist neu in Carrickfergus und er ist katholisch. Und sein erster Fall scheint gleich ein Serienkiller – nein, besser! – der erste Serienkiller in Nordirland zu sein. Der erste deswegen, da die serienmordenen “Terroristen” der UDF, IRA, USA etc aus politischen Gründen eben solche nicht sind.

    DS Duffy ist von grundauf sympatisch, hört SLF und Undertones, steht auf Klassik und kennt keine Angst und kein zurück: Er ist nicht bei der IRA sonder der Polizei weil er an den Kern der Gerechtigkeit ran möchte. Das macht er beharrlich, mit ein Grundprise Dummheit und ohne Rücksicht auf die Politik. Was dann natürlich für die spannende Story sorgt, da er sich mit allen auf dem falschen Fuss anlegt. Cooler Scheiss und voller detaillierter Polizeiarbeit – trotz oder gerade wegen der Umstände. Wow!

    Wie alles von Adrian McKinty: LESEN! JETZT!

    Soundtrack dazu: Stiff Little Fingers, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.067

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.067

    ? - I am the Secret Fottballer (Guardian Books, 2012)
    ? – I am the Secret Fottballer (Guardian Books, 2012)

    Gelesen: 08. – 12.10.2014, netto 222 Seiten

    Die richtige Einstimmung auf das Fabian Boll Abschiedsspiel – ein Premiership Profi, der anonym bleibt, schreibt seit einiger Zeit im Guardian. Eigentlich nichts überraschendes, aber auch die Bestätigung von “Ha! Das hab ich schon immer geglaubt…!” kann sehr unterhaltsam sein. Es zeigt auch, warum in England der Fußball für immer “verdorben” ist und warum das englische Nationalteam niemals mehr einen Titel gewinnen wird. Aber das ist eine andere Geschichte, mir “reichen” Einsichten wie diese:

    What i will say, though, is that there is no feeling like having ten thousands of fans singing your name, especially when you have just scored a goal. It feels as if you are floating for a couple of seconds. You don’t hear anything that the players are shouting in your ear as they celebrate with you. Do you remember the moment in Saving Private Ryan where a bomb goes off near Tom Hanks and he is momentarily dazed and deaf? It is similar to that. It is just a wall of color for a few seconds as your brains attempts to find a pattern that it understands.”

    Das geht mir als Fan auf der Tribüne genauso (als Spieler der nur wenige Tore in seiner kleinen nicht-Karriere im Amateurbereich geschossen hat dito) und ist wahrscheinlich der Grund warum ich “the beautiful game” so liebe. Wie ist das Buch also? Unterhaltsam, aber nicht wirklich Geheimnisse ausplaudernd. Aber flot zu lesen und sicher eine Bereicherung für den geneigten Fußballfan!

    Wer raten will welcher Spieler sich hinter dem “?” verbirgt kann zB hier nachgucken.

    Soundtrack dazu: The Totnamities – Tip Top Tottenham Hotspur (was sonst?)