Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

    Decaln Burke - The Big O (Edition Nautilus, 2016)
    Decaln Burke – The Big O (Edition Nautilus, 2016)

    Gelesen: 11. – 16.01.2017 netto 308 Seiten

    Ich hab ihn mal gefragt, welche Sorte
    Geschriebenes das meiste Geld bringt,
    darauf er: Lösegeldforderungen

    (Elmore Leonard – Schnappt Schorty)

    Schönes Ding aus Irland, in bester Elmore Leonard Tradition zirkeln hier 6 Figuren um einander und verfolgen alle das gleiche Ziel: Verdammt nochmal Kohle abzuzocken. 500.000$ sind im Jackpot aber der Jackpot ist eine Antientführungsversicherung.

    Und diesen Jackpot wollen Karen (Sprechstundenhilfe und Räuberin), Ray (Maler und Entführungsprofi), Frank (ex-Schönheitschirurg vor der Pleite), Madge (zukünftiges Entführungsopfer), Rossi (der kriminelle Ex von Karen, der mit Karen noch ein Hühnchen zu rupfen hat) und Doyle (Polizistin, offen für alles) knacken – für sich und/oder in wechselnden Koalitionen.

    Wie bei einem Planetensystem umkreisen alle die Sonne (der Jackpot) ein wenig zu nach und auf kollidierenden Bahnen, dazu lenkt sie die Anziehungskraft der anderen immer wieder ab. Und so steuern alle auf ein furioses Finale und knallen aufeinander. Mit Sicherheit das knalligste Finale seit langem, alleine deswegen lesenswert.

    Soundtrack dazu: The Outcasts, was sonst?

    PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.219

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.219

    Robert Brack - Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)
    Robert Brack – Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)

    Gelesen: 08. – 10.01.2017 netto 187 Seiten

    Endlich wieder ein Lenina Rabe Roman! Perfekt! Die Krimis von Simone Buchholz sind schon kleine, feine und lustige Hamburg Krimis aber Robert Brack und die Lenina Rabe Serie ist noch kleiner, noch feiner und mit noch mehr coolem Hamburg versehen.

    Nach fast 7 Jahren Pause und einigen “historischen” Büchern kehrt Robert Brack zu dieser Serie zurück – es ist das 4te Buch in der Reihe. Das Setting ist großartig (die Geheimnisse des gemeinen China Restaurants und seiner Köche), sozialkritisch (Ausbeutung durch staatlich sanktionierte Sklavenhaltung) und … ausreichend lustig und brutal.

    Lenina und Nadine, ihre etwas andere Partnerin, wechseln dabei elegant die Seiten und schlagen sich auf die Seite der … Entknechteten. Dabei geht so allerlei zu Bruch, inklusive ihres Büros. Cool, schnell, großartig!

    Soundtrack dazu: 3000 Yen, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.218

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.218

    Giancarlo de Cataldo, Carlo Bonini - Die Nacht von Rom (Folio Verlag, 2016)
    Giancarlo de Cataldo, Carlo Bonini – Die Nacht von Rom (Folio Verlag, 2016)

    Gelesen: 04. – 07.01.2017 netto 290 Seiten

    Und ein weiterer Teil der Saga rund um die Mafia und die Politik in Rom, er schließt nahtlos an Suburra an – und kommt vergleichsweise “schlank” daher. Wenn ich mich nur ein wenig mehr in der verkorksten (oder verkoksten?) Politik in Italien und in Rom auskennen würde, dann wäre das sicherlich ein Hochgenuss.

    Aber aus der Distanz und mit ein paar Informationsbrocken aus der Tagespresse ist das schwer zu lieben – auf jeden Fall scheint Giancarlo de Cataldo bestens vernetzt in Rom und er hat wohl auch das Talent politische Entwicklungen vorherzusehen – wenn ich es recht verstanden habe ist dieses Buch so nah an der Wirklichkeit von Rom wie nur irgendwas. Es geht natürlich darum wie Politik und Wirtschaft (und damit “die Mafia”) die Stadt und den Staar ausplündern und unter sich aufteilen. Dazu kommt noch die Kirche, ein in Rom nicht zu unterschätzender Machtfaktor.

    Und es wird gezeigt wie eine Protestbewegung erst Erfolg und dann keine Skrupel in der Übernahme der Gegebenheiten hat. Alles garniert mit Gewalt, Drogen und ein wenig Sex. Wie im echten Leben also.

    Für mich irgendwie “zu kurz” und ich hätte mir “mehr” gewünscht. Das Thema selbst gibt sicher viel mehr her! Das Ende jedoch ist klasse – kurz und hart.

    Soundtrack dazu: Immer wieder Klasse Kriminale, was sonst?