Category: Bücher

  • … 2025 in numbers!

    … 2025 in numbers!

    On the private side it wasn’t the best of a year: We had to transfer me Mum & Dad into a care home, me Dad passed away due to cancer and me Mum ain’t the fittest either.

    On top we made a big move into our to-be pension home out of the city, in the green of a “neck of the woods” suburb and as part of it took up a full renovation of a 1970s apartment into modern standards.

    As such less time for shows, less time for reading.

    I saw about the same number of Shows as in 2024 (32) but less bands (equals to less festival like shows):

    #of shows# of bandsav. bands
    per show
    Hafenklang12262
    Monkeys6163
    Pretty Vacant HQ362
    Knust242
    MS Hedi221
    Indra221
    Komet121
    Marias Ballroom133
    Stellwerk144
    FCSP Fanshop111
    31662

    It sure should have been more, specifically at the Hafenklang.

    Best show 2025? That’s a tough one, on my mental shortlist are six shows. Mhhhh. Let’s see:

    Best show: Shattered Faith, Sloppy Seconds and T.S.O.L. at the Hafenklang. I guess mainly because of Jack and his lot driving this one home. Gold!

    Runners up: Razors & Demolition Girl at Burn Down The Baum 18.0 at the Knust (Silver) and Sonny Vincent & Spitfire Stevens (what a great return for Sonny!) at the Hafenklang (Bronze).

    Best set: Rancoeur (Hafenklang), followed by Gimp First (Monkeys) and Youth Of Altona (Pretty Vacant HQ)!

    Biggest surprise: The Spartanics! And luckily they will hit Hamburg on 22.01.2026 at the Hafenklang again. Count me in!

    On the reading side it was even more bleak: For the first time since i take these statistics (2016) i dropped below 20.000 pages read per year. Damn.

    # books#pages# of days
    Crime5217.671308
    History31.07225
    Music132210
    Fiction139623
    5719.461

    That is a mere 76 pages read per day (last years high score was 93).

    Most of it was crime and my favorite publishers remain almost unchanged: Polar Verlag (12 books), Suhrkamp (8 books), Unionsverlag (6 books) and Kampa (5 books).

    Also my trust into those who run certain items remains, including almost blindly trusting books translated by the lovely Conny Lösch.

    What was the best read?

    That turned – in hindsight – out to be dead easy:

    Nicolás Ferraro – Ámbar (Pendragon, 2025) – a real surprise (from Argentina) and a real treat!

    Runners up (only by small margin):

    David L. Ulin – Die Frau, Die Schrie (Polar Verlag, 2025) – a book where on purpose i do not disclose anything in the review because the story & twists are utmost cool is something special indeed!

    Les Edgerton – Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping (pulp master, 2025) – How low can you go? Rarely the books heroes where such looser, rarely that right amount of gore (and blood, and vomit) came through the pages!

    And other great reads:

    1974, Glasgow. Never done better than in Alan Parks – Möge Gott Dir Vergeben (Polar Verlag, 2025), A great surprise with a local bloody hard-boiled in Timo Blunck – Ein kleines Lied über das Sterben (Emons, 2025), More excellent Canadian stuff from Giles Blunt – Kanadische Nächte (Kampa, 2025) and a great American road movie (down the drain galore) in Hannah Deitch – Killer Potential (List, 2025).

    A honorable mention: The completion of the Big Bend trilogy by J. Todd Scott!

    Looking forward to some great books in 2026, some have already passed the read!

    On the vinyl side i was still concerned with selling off stuff, my Discogs count is now 4.883 – so right below the magic limit of 5.000!

    In 2025 i added only 37 new records to the collection (and that included a some great reissue formats).

    Best ones (in no paricular order):

    Finally score this beauty from Hammerhead. All killer, no filler!

    Boy, what a great band. Not only live but also on record. French Cold Oi! – rarely gets better!

    A friggin live surprise and a great EP set – any musically utmost giftet!

    Sure all of this found it’s way into the 2025 Playlist!

  • Bücher, schnell gelesen: 1.808

    Bücher, schnell gelesen: 1.808

    James Lee Burke – Clete (Pendragon, 2025)

    Gelesen: 06. – 08.01.2026 (netto 339 Seiten)

    Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger.

    Band 24 der Dave Robicheaux Reihe und diesmal hat sich James Lee Burke einen kleinen Spass erlaubt:

    Der unberechenbare Sidekick von Dave, ehemaliger Partner im NOPD und irgendwie Privatdetektiv Clete Purcel erzählt die Geschichte aus seiner Sicht.

    Allerdings ist Clete alles andere als ein zuverlässiger Erzähler: Er ist alkoholkrank, psychisch labil, depressiv. Die Sünden und Teufel der Vergangenheit sind tief in seinem Gehirn.

    Mehr als einmal fantasiert er sich Dinge herbei die einfach nicht real sein können (und es wahrscheinlich so auch nicht waren). Trotzdem bleibt es ein typisches Dave Robicheaux Buch voller Gewalt. Verstörend, explizit und mitunter sinnlos. Warum manche Figuren verletzt werden und warum so brutal bleibt irgendwie, genauso wie das Ende, halbwegs im Dunkeln.

    Drogen. Nazis. Gangster. FBI. Korrupte Cops. Racheengel. Frauen, die gerettet werden müssen.

    All-in, und ziemlich crazy. Wie Clete eben so ist.

    Der Running Gag des Buches ist das Clete irgendwie immer wieder im Krankhaus landet und sich immer wieder selbst entlässt.

    Das Buch ist ein getarnter Krimi: Ein Actionthriller, der das nicht fehlerfreie Gute gegen das immer unerbittliche Böse antreten lässt. Und ist dazu noch durchdrungen von Traurigkeit und Sehnsucht nach all den vergangenen Sonnenuntergängen. Also ehr … Poesie?

    Als Einzelstück ist die Sicht von Clete spannend, die Geschichten aus Sicht von Dave sind … besser. Weniger fantasierend.

    Trotzdem ein fesselndes Buch, das eben zur Serie gehört.

    Soundtrack dazu: Didjits – Gold Eldorado, was sonst?

    PS: Und James Lee Burke so?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.807

    Bücher, schnell gelesen: 1.807

    Joseph Cox – Dark Wire (Public Affairs Books, 2024)

    Gelesen: 31.12.2025 – 05.01.2026 (netto 319 Seiten, auf Englisch gelesen, bin nicht sicher ob das jeh in Deutsch erscheint)

    Das ist dann wohl True Crime, andersrum.

    Data Privacy, Verschlüsselung etc – alles Dinge die mir am Herzen liegen. Verschlüsselung als Mittel zum Zweck liegt aber auch anderen am Herzen. Und das sind dann Leute denen ich das garnicht gönne: Verbrecher. Mörder. Terroristen.

    Vorhang auf für das Rennen “Verschlüsselte Gangster” vs. Strafverfolger.

    Kriminille haben einen Job, der es in der Regel erfordert keine Spuren zu hinterlassen. Physisch, aber auch digitaler Art. Daher waren sie – nach Geheimdiensten und Politik – die ersten die den Sinn verschlüsselter (und nicht entschlüsselbarer) Kommunikation erkannten. Am besten im Gewand von einen Smartphone.

    Und lästige Dinge wie Kamera und GPS auf dem Motherboard tot gemacht. Reden. Messenger. Und sonst nix.

    Dafür gab es irgendwann Spezialisten, die entweder direkt aus der Kriminiellen Ecke kamen oder aber Privacy Advokaten waren (und es kümmerte sie nicht was mit den Geräten gemacht wurde).

    Eine Zeitlang waren die Strafverfolger blind, dann haben sie sich darauf fokusiert das zu knacken. Und wie bei so vielen Dingen war der erste Ansatz … den Provider zu hacken. Denn die hatten keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Und ihre Server in Europa.

    Nach und nach konnten die Strafverfolger vor allem in AUS, SE, NL und den US of A das ganze aufdröseln und dahinterkommen. Und dann hatte jemand vom FBI eine echte Idee:

    Warum nicht ein kriminelles Startup in dem Marktsegment übernehmen, die weiter verschlüsselte Telefone an Gangster vertreiben lassen und … eine Backdoor einbauen. Jedes Telefon kopiert alle Nachrichten an einen Server in … Litauen. Und dort hat ein freundlicher Richter eine Weitergabe-Verfügung an das FBI abgezeichnet.

    Nach einigen Wiederständen kommen sie mit der Idee dann wirklich durch und voila, sie können mitlesen.

    Und je mehr andere Systeme (EncroChat zb) gehackt werden, je mehr wechseln Gangster zum Startup Anom.

    Joseph Cox, ein investigativer Journalist, erzählt die ganze Story mit ordentlich Schwung, fast nur O-Tönen und mit dem notwenigen Fachwissen (allerdings ärgert mich dann schon das ein Frachter in der Nordsee vor der Schwedischen Küste ankert, doh!).

    Am Ende bleibt die Frage: Wenn ich Verschlüsselung, sicher und für alle will, will ich dann auch das die Bösen eine Chance haben?

    Puh, Dilemma!

    Spannend und eine lustige Fußnote der Kriminalgeschichte.

    Soundtrack dazu: Anti-Feds – Failed System, was sonst?

    PS: Nur echt mit Book Trailer!