Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.372

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.372

    Colin Dexter - Die schweigende Welt des Nicholas Quinn (UT Metro, 2018)
    Colin Dexter – Die schweigende Welt des Nicholas Quinn (UT Metro, 2018)

    Gelesen: 21. – 26.02.2019, netto 239 Seiten

    Und der nächste Fall für Chief Inspector Morse – diesmal mehr ein Kammerspiel mit wenigen Personen und quasi “auf engstem Raum“.

    Das ganze ist insofern spannend als das eine ganz einfache Ermittlung von Morse in seiner großartigen Art völlig an die Wand gefahren wird: Mit keinem Schritt kommt er der Lösung näher sondern wirbelt immer mehr andere Optionen auf.

    Während der Leser immer mehr verwirrt ist kommt Colin Dexter dann mit einem ca. 20 seitigem “who dunit” um die Ecke bei dem sehr schön jeder Denkfehler von Morse aufgezeigt wird.

    Und das ist insofern spannend als das der Leser jetzt abhaken kann wo er aufgepasst hat und wo er nachlässig gelesen hatte. Und mitzählen wie viele Verbrechen und wie viele Verbrecher eigentlich in dem Stück vorkommen.

    Feine Idee, fein Ausgeführt. Ansonsten zu wenig Blut, zu wenig Sex und zu wenig Gewalt (remember, es ist England 1977!).

    Soundtrack dazu: Deaf Aids – Peep Show, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.371

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.371

    Colin Dexter - Zuletzt gesehen in Kidlington (UT Metro, 2018)
    Colin Dexter – Zuletzt gesehen in Kidlington (UT Metro, 2018)

    Gelesen: 08. – 20.02.2019, netto 312 Seiten

    Meine Lesegeschwindigkeit ist im Moment ehr so laaangsam, da passen die bedächtigen Romane von Colin Dexter ganz ausgezeichnet.

    Inspector Morse ist eine ehr schräge Type, vor allem weil seine Ermittlungen ehr so aus dem Bauch heraus erfolgen und seine Schlüsse aus Ermittlungsergebnissen ehr nach dem Zufallsprinzip (oder nach der Anzahl der Pints in der Mittagspause) gezogen werden.

    Er nennt das Intuition, seine Kollegen glauben das ehr mehr so einen an der Klatsche hat.

    Ein alter Fall wird ihm zugeteilt, bei dem kurz vor der Aufklärung der ermittelnde Beamte in einem Autounfall verstorben ist. Also lose Enden und viele Befragungen mit Leuten, die schon einmal befragt wurden. Und im Grund wird der Fall so zweimal ermittelt – das ist schon mal ein lustiger Kniff.

    Die bildhübsche Schülerin Valerie Taylor ist seit zwei Jahren verschwunden, ohne das es Hinweise gibt. Dann kommt ein Brief bei den Eltern an, der wohl von Valerie stammt. Und Morse nimmt die Spur wie ein Trüffelschwein mit verstopfter Nase auf … immer schön irrational und haarscharf an der Lösung vorbei.

    Spannend gemacht und mit guten Cliff-Hängern. Auch die Charaktere sind schön gearbeitet, ein wunderbares Bild aus den 70er in England.

    Soundtrack dazu: The Neurotics – The Mind of Valerie, was sonst?

    PS: Das Buch hatte ich schon, die erste RoRoRo Fassung aus 1994 ist die in meiner Sammlung. Die Wiederauflage ist besser übersetzt und schöner gestaltet. Bei beiden passt aber die Übersetzung des Titel nicht wirklich, im Original ist das “Last seen wearing

    Colin Dexter - ... wurde sie zuletzt gesehen (RoRoRo, 1994)
    Colin Dexter – … wurde sie zuletzt gesehen (RoRoRo, 1994)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.370

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.370

    Mark Billingham - Die Schande der Lebenden (Atrium Verlag, 2017)
    Mark Billingham – Die Schande der Lebenden (Atrium Verlag, 2017)

    Gelesen: 27.01 – 07.02.2019, netto 448 Seiten

    Ich habe mich lange nicht mehr so durch ein Buch gequält. Zwischendurch hätte ich fast aufgegeben, dann aber linste ein wenig “Crime” durch die Psychogeschichte.

    Das Setting ist einfach: Ein Therapeut und 5 Süchtige. Jeden Montag Therapiestunde. Und irgendwann wird eine Süchtige ermordet. Zuhause.

    Die kluge Polizistin, die zuhause auch mit einer süchtigen Frau gestraft ist, erkennt sofort das die Lösung des Falles in der Gruppe liegt.

    Die Lösung des Falles ist am Ende überraschend clever gemacht, der Weg dahin aber mit vielen Vor- und Zurückblenden versehen die vielleicht im Film wirken aber im Buch ehr anstrengend sind, vor allem wenn es Pyschospiele zwischen den Personen sind.

    Wer auf der Suche nach Crime, Gore, Gewalt und Sex ist findet hier nur Krümmel. Wer ausgiebige Psychoanalysen mag wird fündig.

    Soundtrack dazu: Psycho’s – Young, British and White, was sonst?