Bücher, schnell gelesen: Teil 1.367

Stephen Hunter - Dirty White Boys (Festa Verlag, 2018)
Stephen Hunter – Dirty White Boys (Festa Verlag, 2018)

Gelesen: 11.- 14.01.2019, netto 573 Seiten

Der Festa-Verlag hat ja das Motto „Wenn Lesen zur Mutprobe wird …“ was natürlich ein ganz wunderbares Motto ist. Und wenn dann noch dieser Klassiker von 1994 neu herauskommt … dann muss ich zugreifen!

Ein wunderbar gewalttätiger Roman, voller Wut und Hass. Und Dirty White Boys sind auf beiden Seiten – die durchgeknallten Ausbrecher auf der einen Seite, die Cops auf der anderen Seite. Große, aufrechte weiße Jungs voller Ehrgeiz, Ego und innerem Druck.

In der Bösen Ecke: Alpha Male Lamar Pye – 150 KG Muskeln und Hass. Aber nicht ganz oben in der Knastpyramide, daher wird sein Arsch verkauft. Und daher muss er ausbrechen. Und killen.

In der Guten Ecke: State Trooper Bud Pewtie – 120 KG Muskeln gepaart mit Waffen und einer Marke. Er ist schon ausgebrochen, denn er fickt die Frau seines Partners.

Und dann geht es über 9 Runden, in denen die ausgebrochenen Irren eine Schneise aus Gewalt und Mord durch Oklahoma ziehen. Und immer wieder kreuzen sich die Wege von Lamar und Bud. Und immer wieder zeiht Bud den kürzeren. Und am Ende rasen beide wie entgleiste Lokomotiven auf einander zu.

Schön wie Lamar außerhalb des Knasts versucht die Familie zusammenzuhalten und Bud die Familie unter der Hand zerbröselt. Das gibt dann natürlich ein Showdown mit viel Crescendo.

Super aber mit einem doofen Happy End bei dem Holly, der Fremdfick von Bud, leider irgendwie verschwindet. Ich hätte mir ein hässlicheres Ende gewünscht.

Soundtrack dazu: The Metros – White Boy / Black Love, was sonst?

PS: Seit 2014 arbeitet Fox an einer Verfilmung, leider ist bisher nix passiert.