Bücher, schnell gelesen: Teil 1.419

Franz Dobler - Ein Schuss ins Blaue (Tropen, 2019)
Franz Dobler – Ein Schuss ins Blaue (Tropen, 2019)

Gelesen: 25.10. – 07.11.2019, netto 276 Seiten.

Leider viel zu langsam konnte ich dieses Schmuckstück genießen,  genau in dieser Zeit sind wir umgezogen. 127 Kartons mit #recordcollectorsarepretentiousarseholes und #bookcollectorsarepretentiousareseholes einpacken und wieder auspacken. Dazu noch der ganze Rest vom Haushalt.

Robert Fallner ist immer noch ex-Polizist und arbeitet immer noch für seinen Bruder. Er und seine Freundin haben sich eine Tochter angelacht (ganz ohne Schwangerschaft) und einer 14-jährigen aus einer zerrütteten Deutschen Familie Asyl gegeben.

Daneben muss er seinem Bruder bei einem Millionenauftrag helfen – ein islamischer Terrorist soll in der Stadt sein und interessierte Sicherheitskreise, immer auf der Suche nach Auftragsnehmern aus der Privatwirtschaft, stellen viel Geld in den Raum.

Franz Dobler macht daraus laut Verlag einen literarischen Krimi – ich finde er macht daraus eine überaus launige, sprachlich interessante, Geschichte um die Frage „wie weit kann ich gehen“.

Und am Ende gibt es tatsächlich Tote.

Klasse Buch – mit das beste was es an deutschen Krimis gibt.

Soundtrack dazu: Die Ärzte – Himmelblau, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.215

Franz Dobler - Ein Schlag ins Gesicht (Tropen, 2016)
Franz Dobler – Ein Schlag ins Gesicht (Tropen, 2016)

Gelesen: 29. – 30.12.2016 netto 346 Seiten

Franz Dobler schreibt keine Krimis, Franz Dobler ist ein Schatzkästchen voller großartiger Zitate und Querverweise – diesmal auf die Tittenfilme der 70er, ihre Stars und das Leben eines ex-Bullen. Und nun Privatermittlers. Irgendwie.

Held Robert Fallner ist seinen Job los, seine große Liebe fickt woanders und er säuft immer noch (und bekommt im Suff nicht einmal was von den jungen Lesben in seinem Bett ab). Was er bekommt, ist der Auftrag das Stalking eines ehr abgehalfterten Filmstars aus der Lederhosen trifft Titten Zeit des deutschen Films zu klären.

Pech nur, wenn der Chef der eigene Bruder ist. Pech nur, wenn das mit dem klären nicht so klappt. Und doppelt Pech wenn das Problem sich als echtes Problem entpuppt. Sterben muss niemand, auf’s Maul gibt es kaum – Sex kommt vor ist aber nicht die Hauptsache.

Die Hauptsache ist die Sprache und die wird im Klappentext zurecht als „…maximal ungemütlich … hartgesotten und nicht jugendfrei“ angekündigt. Und das gibt es auch – eine auf’s Maul für den Leser! Cool!

Soundtrack dazu: Die Ärzte, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.079

Franz Dobler - Ein Bulle im Zug (Tropen, 2014)
Franz Dobler – Ein Bulle im Zug (Tropen, 2014)

Gelesen:08. – 20.12.2014, netto 337 Seiten.

Puh, das ist gar kein Krimi! Das ist ein Road-Movie auf Schienen gelegt und ein Polizist, der sich fragt warum er Bulle ist. Und warum er „raus“ ist, nachdem er einen Kunden erschossen hat. Viele schöne Anspielungen an Musik (die große Liebe auf einem Nashville Pussy Konzert kennen lernen ist nicht so schlecht) und an das Leben als aufrechter Bulle. Als Krimi ein wenig schwach, aber voller guter Sprachbilder und kleiner Geschichten in der Geschichte. Im Zug nach Zug lesen, wo denn sonst? Es lohnt sich, vor allem für alle ACAB T-Shirtträger. Und so.

Soundtrack dazu: Slime, was sonst?