Bücher, schnell gelesen: Teil 1.402

Derek Raymond - Ich war Dora Suarez (pulp master, 1999)
Derek Raymond – Ich war Dora Suarez (pulp master, 1999)

Gelesen: 31.07. – 04.08.2019, 288 Seiten.

Ja, das ist definitiv ein outlier. Ein Buch wo das Opfer die zentrale Figur ist und das Opfer im Laufe des Buches zur zentralen Heldin wird. Wow.

Und es ist ein Buch das äußerst brutal ist und zu einem Zeitpunkt spielt, wo das Thatcher Credo „There’s no such thing as society“ galt.  Ein namenloser Polizist, kurz vor dem Rauswurf weil er ein Sturkopf ist, wird zu einem brutalen Mord beordert.

Und da findet er Dora Suarez. Mit einer Axt zerlegt. Und ihre Wirtin. Auch tot. Während wir die Ermordung durch die Augen des Killers sehen konnten, muss der Polizist sich alles erarbeiten.

Und das macht er voller Liebe zum Opfer: Als Racheengel holt er die Seele von Dora Suarez aus dem Dreck, in dem sie zurückgelassen wurde und in dem sie leben musste. 

Und die Polizisten in diesem Buch sind nicht zimperlich (sondern lustig):

(c) pulp master 1999
(c) pulp master 1999

Am Ende verblasst der brutale Mord und das ganze wird ein spannender Krimi, immer auf der Suche nach dem Mörder (den der Leser die ganze Zeit im Auge behalten kann).

Und was macht ein Racheengel? Er nimmt Rache. Und der Leser denkt: Danke.

Wow! Lesen! Und den Rest von Raymond dazu!

Soundtrack dazu: Yorkshire Rats – Sea of Souls, was sonst?

PS: Das Thatcher Zitat im ganzen…

PPS: Die Jungs von Gallon Drunk haben daraus mit dem Autor sowas wie einen Film als Hörbuch gemacht. Lohnt sich!