Bücher, schnell gelesen: Teil 1.545

Chris Offutt – Unbarmherziges Land (Tropen, 2021)

Gelesen: 08. – 08.09.2021, netto 211 Seiten

Im englischen Original ist das “The Killing Hills” und das würde auch viel besser passen als der deutsche Titel, der doch arg reißerisch daher kommt.

Im Grund geht es um die Hinterwäldler von Kentucky, die entweder auf den steilen Bergflanken wohnen oder aber ins Tal gemacht haben. Wo immer sie sind, Blut und Familie ist dicker als alles andere. Um in diesem Milieu einen Mord aufzuklären muss Mann (oder auch Frau) das schon verstehen.

Mann ist Mick Hardin, der schon lange aus den Tälern weg ist und eine Karriere bei der Army gemacht hat. Dort ist er bei der Armee Polizei, im CID. Frau ist Lisa Hardin, seine Schwester, die der erste weibliche Sheriff im County ist.

Mick ist zuhause, weil seine Frau schwanger ist (aber das Kind nicht von ihm sein kann, da er in Übersee stationiert war). Lisa nutzt seine Fähigkeiten, um einen Mord aufzuklären. Dazu das übliche: Meth, Coke, H. Oxi. Korrupte Politiker, die Lisa beeinflussen wollen (die nächste Wahl und so).

Eine einfache Geschichte, schnell abgehandelt. Leben tut das Buch von der Natur und den Eigenarten der Menschen: Blutlinien zählen hier mehr als alles andere. Dazu Respekt. Auch vor Arschlöchern.

Eine kleine und feine Geschichte, nichts besonderes aber schon mit einem eigenen Touch. Für mich dennoch zu wenig Gewalt, zu wenig Überraschung in den Charakteren. Aber eine gute Abswechslung.

Soundtrack dazu: Pegboy – Over The Hills, was sonst?

PS: Und Chris Offutt so?