Bücher, schnell gelesen: Teil 947

Ken Bruen - Jack Taylor geht zum Teufel (Atrium, 2012)
Ken Bruen – Jack Taylor geht zum Teufel (Atrium, 2012)

Gelesen: 07. – 08.10.2012 (Zeit nicht genommen), netto 235 Seiten.

Ken Bruen schafft es wie keiner einen sympathischen Looser zu beschreiben. Period. Da möchten wir am liebsten alle saufen- und koksende Iren werden. Ohne Frage. Ohne Widerstand.

Im 8ten Fall für Jack Taylor sind wir offensichtlich in einem sehr realen Albtraum. Diesmal ist nicht ein Böser (oder eine Böse) der Gegner – diesmal muß es der Leibhaftige (oder, je nach Weltanschauung, ein gefallener Engel) selbst sein. Ist Jack inzwischen dem Säuferwahn verfallen? Ich denke ja!

Wie jedes Buch aus der Jack Tayler Reihe extrem kurzweilig und mit wenigen Worten und knappen Sätzen wird sehr viel erzählt bzw. das Kopfkino befeuert. Und das beste: Natürlich das Jack die Einreise in die USA verwehrt wurde (das wäre ja auch noch schöner!). Lieblingssatz: “Da schoss ich ihm in die Eier“.

Soundtrack: Devils Brigade, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 916

Ken Bruen - Jack Taylor gegen Benedictus (Atrium, 2012)
Ken Bruen - Jack Taylor gegen Benedictus (Atrium, 2012)

Gelesen: 05.05. – 06.05.2012 (Zeit nicht genommen), netto 173 Seiten.

Jack Taylor ist immer noch da, diesmal stellen sich ihm eigentlich alle seinen Dämonen in den Weg: Der Suff, die Drogen, die katholische Kirche, sein alter Polizei-Kumpel und jetziger Polizeichef Clancy, seine “Freundin” Wellewulst und eigentlich der sprichwörtliche Rest der Welt.

Unvergleichlich gut dreht Ken Bruen seine Runden im Elend von Jack und unvergleichlich gut organisiert Jack in seinem Chaos das Detektivspiel.

Es gibt eigentlich nichts kurzweiligeres als die Jack Taylor Stories – das ist beste und intelligente Unterhaltung hart am Rande des Elends. Und dazu ein großartiger Reiseführer für Galway im speziellen und Irland im allgemeinen. Sláinte!

Soundtrack dazu: The Mahones!

Bücher, schnell gelesen, Double-Feature: Teil 877 und 878

Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)
Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)

Gelesen: 18.11. – 23.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 291 und 241 Seiten

Der 5te (sic!) und der 6te Band aus der großartigen Jack Taylor Reihe von Ken Bruen.

Was Ken Bruen so unendlich großartig macht ist “Helden” tief tief im Elend zu erschaffen, Jack Tayler aus Galway ist sicherlich der elendste. Koks, Sprit und ein fettes Maß an Sarkasmus gepaart mit dem Elend derer die nix haben, nix bekommen werden und nicht dem Standard entsprechen sind ein großartiger Hintergrund für kleine Probleme, kleine Verbrechen die schnell einmal “groß” werden. Es gibt kein besseres “Sittengemälde” der irischen Gesellschaft als die Bücher von Ken.

Diesmal bietet die katholische Kirche (Mißbrauch von Jugendlichen) und eine fiese Rachegeschichte den Hintergrund für das Wühlen im Dreck. Einfach Klasse und in der von mir bevorzugten Art lakonisch in Sachen Gewalt, Tod und allem Bösen. Lesen! Soundtrack: The Mahones!