Bücher, schnell gelesen: Teil 916

Ken Bruen - Jack Taylor gegen Benedictus (Atrium, 2012)
Ken Bruen - Jack Taylor gegen Benedictus (Atrium, 2012)

Gelesen: 05.05. – 06.05.2012 (Zeit nicht genommen), netto 173 Seiten.

Jack Taylor ist immer noch da, diesmal stellen sich ihm eigentlich alle seinen Dämonen in den Weg: Der Suff, die Drogen, die katholische Kirche, sein alter Polizei-Kumpel und jetziger Polizeichef Clancy, seine „Freundin“ Wellewulst und eigentlich der sprichwörtliche Rest der Welt.

Unvergleichlich gut dreht Ken Bruen seine Runden im Elend von Jack und unvergleichlich gut organisiert Jack in seinem Chaos das Detektivspiel.

Es gibt eigentlich nichts kurzweiligeres als die Jack Taylor Stories – das ist beste und intelligente Unterhaltung hart am Rande des Elends. Und dazu ein großartiger Reiseführer für Galway im speziellen und Irland im allgemeinen. Sláinte!

Soundtrack dazu: The Mahones!

Bücher, schnell gelesen, Double-Feature: Teil 877 und 878

Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)
Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)

Gelesen: 18.11. – 23.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 291 und 241 Seiten

Der 5te (sic!) und der 6te Band aus der großartigen Jack Taylor Reihe von Ken Bruen.

Was Ken Bruen so unendlich großartig macht ist „Helden“ tief tief im Elend zu erschaffen, Jack Tayler aus Galway ist sicherlich der elendste. Koks, Sprit und ein fettes Maß an Sarkasmus gepaart mit dem Elend derer die nix haben, nix bekommen werden und nicht dem Standard entsprechen sind ein großartiger Hintergrund für kleine Probleme, kleine Verbrechen die schnell einmal „groß“ werden. Es gibt kein besseres „Sittengemälde“ der irischen Gesellschaft als die Bücher von Ken.

Diesmal bietet die katholische Kirche (Mißbrauch von Jugendlichen) und eine fiese Rachegeschichte den Hintergrund für das Wühlen im Dreck. Einfach Klasse und in der von mir bevorzugten Art lakonisch in Sachen Gewalt, Tod und allem Bösen. Lesen! Soundtrack: The Mahones!

Bücher, schnell lesen, Teil 764

Ken Bruen - London Boulevard (Suhrkamp 2010)
Ken Bruen – London Boulevard (Suhrkamp 2010)

Gelesen: 08.08.2011 20:18 – 22:23
netto 253 Seiten

Nach der großartigen Jack Taylor Serie (übersetzt vom bärtigen Harry R.) und den 3 großartigen Bücher in Rotbuchs „Hard Case Crime“ Serie fand ich dieses Ding abseits der von mir bevorzugten Krimi-Serien – hätte ich eigentlich nicht nach geguckt.

Um es kurz zu machen: Eine flüssige Story voller lakonischer Gewalt, eine großartige „…and then it went all downhill“ Story die sich von Kapitel zu Kapitel  schön beschleunigt. Irgendwo habe ich gelesen das Ken Bruen „rebels without a cause“ bevorzugt, yo, das passt hier.

Wer es also gewälttätig mag, ohne rumgeiere und ohne die Filmen beiwohnenden unrealistischen Dinge (die den Helden immer und ewig gegen selbst die größte Überzahl rumeiernder Feinde überleben läst),  die immer so nerven – der ist hier im richtigen Kopfkino. Der Held „Mitch“ kommt nach 3 Jahren aus dem Knast und am Ende sind alle Freunde tot. Ein ganze Menge „böse“ Jungs auch, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist das „Mitch“ auf dem geraden Weg bleibt, berechenbar ohne Rücksicht auf Verlust sein Ziel verfolgt und alles tut was er tun muß, trotz Kollateralschäden.

Für  „Menschlichkeit“ ist in dieser Welt nur begrenzt Platz.

An einem Abend verschlungen, der Sprachrhythmus passt für mich perfekt („der Flow“) und perfektes Beiwerk für die Badewanne (wg. Hamburger Wetter) und das nachschwitzen im Bett.

Nice one, 9 out of 10 stars!