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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.050

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.050

    Jah Wobble - Memoirs of a Geezer (Serptent's Tail, 2009)
    Jah Wobble – Memoirs of a Geezer (Serptent’s Tail, 2009)

    Gelesen: 09. – 13.06.2014, netto 335 Seiten (auf Englisch, gibts wohl ehr nicht auf deutsch).

    John Lydons Biographie “No Irish, No Blacks, No Dogs” fand ich jetzt nicht so der Knaller, zu sehr labert Mr. Rotten Müll und dreht die Geschichte so wie es ihm schon immer gepasst hat. Ein englischer Arbeitskollege hatte mich letztens auf Jah Wobbles Biographie hingewiesen und meinte “he articulates well and truthfull”, also hab ich mir das mal gekauft. Und ja, ich haben selten von einem Musiker eine so reflektierte Lebensgeschichte gelesen – seine Anfänge als Punk, sein reinrutschen in PIL, sein Bruch mit Lydon und Levine und seine musikalische Entwicklung dannach.

    Für alle die glauben das jemand ein Star ist nur weil er Platten macht und auf Tour geht die richtige Dosis “Realität”: Suff und Drogen bringen dich um und Kohle verdient mann besser mit echter Arbeit: Jah Wobble zum Beispiel als Fahrer bei der London Underground und als Kurierfahrer. Und da Wobble ein echtes East End Kid aus dem Clichey Estate hat keine Angst vor Gewalt und legt sich zu gerne mit dem Musik Business an.

    Gute Geschichten, ehrlich und ein ehrlicher Blick auf das Musikgeschäft!

    Soundtrack dazu: PIL, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.049

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.049

    Sam Parangi - Mr. Majestic verbessert sein Karma (Rowohlt Polaris, 2014)
    Sam Parangi – Mr. Majestic verbessert sein Karma (Rowohlt Polaris, 2014)

    Gelesen: 29.05. – 08.06.2014, netto 436 Seiten

    Ups, was ist hier echt und was ist Fiktion? Ist der Autor “Zac O’Yeah” oder “Sam Parangi“? Oder ist der Autor unter einem anderen Namen in Schweden geboren – ich denke ja. Aber egal, er lebt wohl schob länger in Indien und ist mit einer indischen Schriftstellerin verheiratet. Und schreibt nun einfach mal einen launigen und lustigen Krimi, in dem der Held eigentlich ein liebenswerter und leicht verschrobener Gauner ist.

    Der “Held” hat viele Namen und verdient seine Rupien als Subunternehmer für nigerianische Internetkriminelle – Spam Mails für den Westen und das lockere Ausnehmen von Menschen die darauf hereinfallen. Als jedoch eine seiner “Kundinnen” in Bangalore unter die Räder kommt schlägt er sich durch und rettet als tollpatschiger Held diese am Ende (und … verbessert sein Karma).

    Lustig und erst die zweite Indische Krimiserie (nach Inspektor Ghote von H.R,F. Keating) die mir untergekommen ist. Macht deutlich Lust auf mehr, sehr plastisch, bunt und detailiert wird das Bangalore der heutigen Zeit beschrieben. Arbeitskollegen von mir die schon mal dort waren beschreiben es ähnlich chaotisch!

    Soundtrack dazu: The Scratch Cards, was sonst?

    PS: Kein Zufall, oder – “he did not want to be a hero … until the day they pushed him too far.?

    Mr Majestyk (Mirisch Corporation, United Artists - 1974)
    Mr Majestyk (Mirisch Corporation, United Artists – 1974)