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Bücher, schnell gelesen: Teil 1.091

Garry Disher – Dirty Old Town (Pulp Master, 2013) Gelesen: 01. – 03.02.2015, netto 317 Seiten.
Garry Disher kannte ich bisher nur von UT Metro, seine “Challis/Destry” Serie sind echt relaxte, sonnendurchflutete australische Cop Stories. Aber daneben hat er auch eine Serie mit einem Kriminellen als Helden – die “Wyatt” Serie. Und in die bin ich nun durch Zufall hineingestolpert.
Das wichtigste Vorweg: Das Cover ist grausam, aber ich darf nicht meckern: Pulp Master lässt alle seiner Bücher mit einem individuellen Cover von einem Maler gestalten. Also “einheitlich”, so wie ich es mag. Optisch ist es einfach nicht mein Ding. Pech für mich.
Belohnt wurde ich mit einer coolen Story um coole Gangster: Aus einem kleinen Raub wird ein großes Chaos und jeder betrügt fast jeden und “Vertrauen” wäre gleichbedeutend mit “Tod”. Dazu kommen noch ein paar überraschende bzw. überraschte Tote, so das es ein flottes Gemetzel ist in dem es immerhin um viel Geld geht. Großartige Charaktere, flotte Story – ich kauf jetzt den Rest (beides: Garry Disher bei Pulp Master und alle von Pulp Master).
Soundtrack dazu: Chainsaw Hookers, was sonst?
PS: Das original Cover gefällt mir daher leider besser…

Garry Disher – Wyatt (Text Publishing, 2010) -

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.090

Tom Hillenbrand – Drohnenland (KiWi, 2014) Gelesen: 28.01. – 01.02.2015, netto 416 Seiten.
Minority Report meets 1984 aka NSA? Ich für meinen Teil liebe leicht verschobene Realitäten, ich glaube Tom Hillenbrand hat hier eine hinbekommen die so subtil verschoben ist, das sie mir wirklich Angst macht. Mal ab von den Weltkriegszenarien im Hintergrund ist eine Welt, in der alles auf Vorrat gespeichert wird (und dabei wird alles aufgezeichnet, mit Drohnen) nicht wirklich weit weg und in vielen Teilen “nah”. Dieser Teil des Buches ist extrem gelungen, vor allem weil die Nutzung der Drohnen und ihrer Daten am Anfang subtil und “positiv” ist.
Wie das aber mit einem Krimi so ist gibt es irgendwann Tote und Fragen, dazu offensichtliche und nicht so offensichtlich Antworten. Da wird das ganze dann zu einem normalen Krimi, bei dem der Ermittler eben gerade nur sich selbst vertraut und dabei das große Bild hinter dem vordergründigen entdeckt. Das dieses dann wieder nur “Fake” ist, war irgendwie klar. Also – geile Idee, realistische Welt, Standard Krimi. Mit ein wenig mehr Mut und/oder Pep oder aber auch irgendwas anderem wäre das glatt ein genialer Krimi geworden. Irgendwie Schade! Trotzdem flüssig zu lesen und mit einem guten Sprachbild: Mein Kopfkino fühlte sich angesprochen.
Soundtrack dazu: P.I.G.Z. was sonst?
