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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.113

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.113

    Roland Link - Love in Vain (Cadiz Music Ltd/Sosumi, 2015)
    Roland Link – Love in Vain (Cadiz Music Ltd/Sosumi, 2015)

    Gelesen: 06. – 17.06.2015, netto 426 Seiten.

    Das habe ich nicht oft, das ein Buch mir die Tränen in die Augen treibt! Aber hier war das so, so sehr hat mich die Geschichte der Ruts mitgenommen, speziell der Teil in dem die letzten Tage von Gitarist Paul Fox geschildert wird (er starb 2007 viel zu früh an Krebs).

    Für das Buch (und eine Single) habe ich “gepledged” wie es neu-deutsch wohl genannt wird, da es mir eine echte Herzensangelegenheit war die Geschichte der Ruts gedruckt zu sehen. Kaum eine andere Band war für mich 1979/1980 so “hot” nur um dann im Orkus zu verschwinden. Das es mit dem Tod von Sänger Malcolm Owen zu tun hatte habe ich 1980 schon verstanden, das dieser Tod dem Gift (H, Smack -whatever you want call it) zu verdanken war habe ich dann auch irgendwann mitbekommen.

    Aber als die “neuen” Ruts DC mit Reggae und Dub um die Ecke kamen war das damals zumindest nicht mehr meine Welt und es gab andere geile Scheisse zu entdecken. Heute bin ich (natürlich) nicht mehr so ganz der Mu-sick-fascist und Reggae und Dub sind schon ok.

    Was gib’s zu lesen? Eine wahrscheinlich typische Geschichte für England und die späten 70er (was die Lebensumstände angeht), eine typische Geschichte über eine Band die von der Industrie (hier: Virgin) über den Tisch gezogen wurde bzw. zu einer Zeit als ein Jahresgehalt für einen jungen Menschen unter 5.000 GBP lag bei einem Angebot von 25.000 GBP blind wurde und ohne ausreichende Weitsicht einfach “wo kann ich unterschreiben” sagte.

    Das Buch zitiert viele Quellen (sei es Freunde oder die “Überlebenden”) und macht wieder einmal klar wie wichtig Sounds, NME etc damals waren. Internet – gab es nicht. Ein großartiges Buch über eine Band die Weltstars hätten werden können – aber es nicht gepackt haben. Die Musik, sei es Ruts oder Ruts DC kann ihnen aber niemand nehmen und da bleiben sie locker in den Top 25.

    Kaufen. Lesen. Tränen wegdrücken und dann “In a rut” hören!

    Soundtrack dazu: keiner. Geht ja nicht anders. Mann zieht ja auch nicht das T-Shirt der Band die spielt an.

    Video dazu – Paul Fox kurz vor seinem Tod (beware – very moving!)

    https://www.youtube.com/watch?v=jopcmygLdfE

    https://www.youtube.com/watch?v=Kl8dje_GK7I

    Und etwas zum Thema “Ruts” und “Drogen” aus dem englischen TV 1981:

    https://www.youtube.com/watch?v=vEDOmCPidUc

     

  • White Noise … eh, Whitehouse hardcore noise as in 1984!

    White Noise … eh, Whitehouse hardcore noise as in 1984!

    I would not necessarily touch them with a barge pole these days but back then this noise was punk as fuck, as all sounds, visuals and offenses that did annoy people. History by now …

    (b/w picture on top of this article by (c) Tom Meyer – Whitehouse live at Markthalle, Hamburg)

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.112

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.112

    Tony Rettman - NYHC - New York Hardcore 1980-1990 (Bazillion Points, 2015)
    Tony Rettman – NYHC – New York Hardcore 1980-1990 (Bazillion Points, 2015)

    Gelesen: 30.05 – 05.06.2015, netto 373 Seiten.

    Was “Please Kill Me” für den frühen Punk u.a. auch in NYC ist das wird sicher dieses Buch für den NYHC. Tony hat mit allen geredet die noch Leben und die noch in der Lage waren über die “alten Zeiten” zu reden.

    NYHC, die Hardcore Matinee’s im CBGB, das A7, ABC No Rio und und und – alles Dinge die ich aus Maxium Rock’n’Roll und von den Platten der beteiligten Bands kenne. Fast nie jedoch gab es die persönlichen Details der Protagonisten, hier kommen dieses “thick and fast”. Das das ganze nach Bands und Orten sortiert ist passt mir auch ganz ausgezeichnet, das gibt einen guten Focus.

    Schon interessant dabei das NY spät aber dann mit Vollgas auf “Hardcore” eingestiegen ist und eine ehr überschaubare Szene an kurzgeschorenen Kerlen einen solchen bleibenden Eindruck auf die Punk- und Hardcore Szene hatte.

    Gut zu lesen und auch hier wieder mit der Erkenntniss: Es sind nur Menschen, meistens mänlich, weiss und mit dem Wunsch etwas eigenständiges zu Erleben bzw. zu machen. Cool auch das ich jetzt so viel mehr über meine Anfang-80er Helden Heart Attack und Virus lesen konnte!

    Eine Diskussion mit dem Author und einigen “Helden” aus der Szene:

    Soundtrack dazu: New York Trash tape on ROIR!