Category: Bücher

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.078

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.078

    Karin Slaughter - Bittere Wunden (blanvalet, 2014)
    Karin Slaughter – Bittere Wunden (blanvalet, 2014)

    Gelesen: 25.11. – 07.12.2014, netto 557 Seiten.

    Schere Kost, irgendwie. Zum einen schön gemein, blutig und voller (sexueller) Gewalt. Zum anderen fühlt sich das irgendwie an als die Verbindung der beiden Krimiserien (“Grant County” Sara Linton und “Atlanta” Will Trent) zu einer neuen Reihe. Das allerdings, erfolgt geschickt in dem das Buch zwischen “heute” und “1975” flip/flopt und die Chefin von Will Trent 1975 einen entscheidende Rolle spielt.

    Der Rest kommt dann doch bemüht daher und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das Karin Slaughter in jedem Buch versucht auch Neueinsteiger abzuholen (also alle Rückbezüge auf vorherige Bücher aufzulösen). Das kann einfach nicht gut gehen. Insgesamt mal wieder solides Handwerk, vor allem die detaillierte Zeichnung der Episoden aus 1975.

    Soundtrack dazu: The Restraints, was sonst?

    Das Cover – ja, das ist wieder ein Griff ins Klo. Und wieder der Zielgruppe geschuldet. Kein Mut, Random House, kein Mut. Oder kein Bock? Die englischen Kollegen hatten da mehr Mut zum Detail!

    Karin Slaughter - Criminal (Century, 2012)
    Karin Slaughter – Criminal (Century, 2012)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.077

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.077

    Billy Idol - Dancing with myself (Heyne Hardcore, 2014)
    Billy Idol – Dancing with myself (Heyne Hardcore, 2014)

    Gelesen: 15. – 24.11.2014, netto 434 Seiten.

    Billy Idol ist in Deutschland wohl immer noch ein Star, also gibt es seine Autobiografie auch in Deutsch. Das haben nur wenige alte Punker geschafft.

    Und was hat dieses Wrack von einem Rockstar uns zu berichten: Natürlich ein paar Dinge aus seiner Kindheit, jede Menge kram aus den frühen Jahren des Punk und von Chelsea und Generation X und dann gefühlt 300 Seiten über die Dinge die mir schon klar waren die aber im Detail und ausgesprochen nüchtern dargeboten werden:

    Ich weiß jetzt wann er das erste Mal Drogen genommen hatte, wann er das erste Mal Sex hatte, wann er das erste Mal Heroin genommen hat, wann er das erste Mal eine Frau gefistet hat, mit wem er Drogen genommen hat, mit wem er seine Freundinnen/Ehefrauen betrogen hat und und und – eine sehr einseitige Nummer. Aber das scheint das Leben des Rockstars Billy Idol für sicher 17 Jahre (oder mehr) ausgemacht zu haben.

    Dazwischen gibt es dann auch interessantes über die Arbeit an seinen Alben und seine Art Musik zu schreiben sowie andere Dinge, die ihn interessieren.

    In Summe etwas einseitig, aber kurzweilig. Und: Auch nur ein Mensch!

    Soundtrack dazu: Chelsea, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.076

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.076

    Matt Ruff - Mirage (DTV, 2014)
    Matt Ruff – Mirage (DTV, 2014)

    Gelesen: 13. – 14.11.2014, netto 478 Seiten.

    Hey – Realitätsverschiebung galore! Wie bei Jasper Fforde, wie in Iron Sky oder im unfassbaren “Der stählerne Traum” haut Matt Ruf einmal kräftig gegen die Weltblase und eine klitzekleine Verschiebung entsteht: Christliche Fundamentalisten haben 09.11.2001 mit 4 entführten Flugzeugen die UAS (United Arabian States) angegriffen – und damit einen Krieg gegen den Terror provoziert. Alles was wir von “9/11” kennen ist wie vor einem Spiegel umgedreht. Da das alles nur schwer in eine Logik zu packen ist hilft das Buch mit Auszügen aus der Online (“Intenetz”) Bibliothek “Die Bibliothek von Alexandria”. Gut gemacht übrigens…

    Der Plott selbst ist einfach, eifrige Agenten der Sicherheitsbehörden verfolgen komische Spuren – irgendwas scheint nicht zusammenzupassen. Zum einen, weil die eigene Regierung lügt, zum anderen, weil sie Dinge finden die nicht der Realität entsprechen. Auf der Suche kommen sie bis in die Terrorgegenden von Nordamerika (und nehmen den Oberschurken Rumsfeld fest).

    Die Idee ist gut, die Ausführung auch – einzig kleine Fehler in der deutschen Übersetzung nerven und am Ende scheitert Matt Ruff daran die Geschicht “so” oder “so” zu Ende zu bringen. Das ärgert, denn ein völlig offenes Ende oder ein einfaches Ende des Krimi-Plots wären besser gewesen. So nervt der Schluss beinahe schon. Dennoch spannend und wegen der vielen Analogien zu unser Realität auch ausreichend lustig.

    Soundtrack dazu: Slap of Reality, was sonst?