Bücher, schnell lesen, Teil 865

Adrian McKinty - Michael Forsythe Trilogie (Suhrkamp 2010/2011)
Adrian McKinty - Michael Forsythe Trilogie (Suhrkamp 2010/2011)

Gelesen: „Der sichere Tod“ 31.08. – 01.09.2011 (Zeit nicht genommen, Urlaub)
netto 464 Seiten

Ich liebe Serien, und ich liebe Autoren in deren Biographie Namen wie „James Ellroy“, „Leonard Elmore“ oder „Ken Bruen“  auftauchen. Die Michael Forsythe Trilogie begleitet einen einfachen Lad aus Belfast durch sein blutiges Leben. In diesem Leben geht es um Betrug und Rache und irgendwie auf die Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens (nein, nicht „42“), das in jedem Fall in einem unwirtlichen und intensiven Universum (der Gewalt) spielt.

Ach ja, Bücher in denen Gewalt möglich beiläufig, lakonisch, erzählt rüberkommt sind ehrlich, offen und realistisch. Hier passt die Geschindigkeit, das realistische „win some, loose some“ und die Beschreibung des taglichen Lebens (und Sterbens) am Rande der Gesellschaft perfekt – auch perfekt passt die deutsche Übersetzung.

Am 19.09.2011 erscheint der Abschluß der Trilogie („Todestag“) und darauf freue ich mich. Es empfiehlt sich wie immer alle 3 Teile in einem Rutsch zu lesen und in die Welt von Adrian McKinty einzutauchen – als Soundtrack dazu empfehle ich Sick Of It All.

PS: Was wie immer Kacke ist – die 3 Cover sind nur halbherzig als Einheit gestaltet, hier sollten sich die Verlage einfach mal mehr Mühr geben! So passt das nicht!

Bücher, schnell lesen, Teil 764

Ken Bruen - London Boulevard (Suhrkamp 2010)
Ken Bruen – London Boulevard (Suhrkamp 2010)

Gelesen: 08.08.2011 20:18 – 22:23
netto 253 Seiten

Nach der großartigen Jack Taylor Serie (übersetzt vom bärtigen Harry R.) und den 3 großartigen Bücher in Rotbuchs „Hard Case Crime“ Serie fand ich dieses Ding abseits der von mir bevorzugten Krimi-Serien – hätte ich eigentlich nicht nach geguckt.

Um es kurz zu machen: Eine flüssige Story voller lakonischer Gewalt, eine großartige „…and then it went all downhill“ Story die sich von Kapitel zu Kapitel  schön beschleunigt. Irgendwo habe ich gelesen das Ken Bruen „rebels without a cause“ bevorzugt, yo, das passt hier.

Wer es also gewälttätig mag, ohne rumgeiere und ohne die Filmen beiwohnenden unrealistischen Dinge (die den Helden immer und ewig gegen selbst die größte Überzahl rumeiernder Feinde überleben läst),  die immer so nerven – der ist hier im richtigen Kopfkino. Der Held „Mitch“ kommt nach 3 Jahren aus dem Knast und am Ende sind alle Freunde tot. Ein ganze Menge „böse“ Jungs auch, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist das „Mitch“ auf dem geraden Weg bleibt, berechenbar ohne Rücksicht auf Verlust sein Ziel verfolgt und alles tut was er tun muß, trotz Kollateralschäden.

Für  „Menschlichkeit“ ist in dieser Welt nur begrenzt Platz.

An einem Abend verschlungen, der Sprachrhythmus passt für mich perfekt („der Flow“) und perfektes Beiwerk für die Badewanne (wg. Hamburger Wetter) und das nachschwitzen im Bett.

Nice one, 9 out of 10 stars!