Bücher, schnell gelesen: Teil 880 und 881

Will Gibson - Quellcode & System Neustart (Klett-Cotta 2008 & 2011)
Will Gibson - Quellcode & System Neustart (Klett-Cotta 2008 & 2011)

Gelesen: 29.11. – 16.12.2011 (Zeit nicht genommen), netto 441 und 481 Seiten.

Mit „Mustererkennung“,  dem ersten Teil der Trilogie, wurde ich nicht so richtig warm, mit den beiden anderen Teilen ist das schon anders. Die Geschichte entwickelt sich weiter, bekommt Struktur und wird auch leidlich spannend – mit vielen Referenzen an die heutige Kultur (Internet, Musik, Kleidung und Marken) und einem ganz starken Ende: Wo „Quellcode“ noch eindimensional erzählt schafft es „System Neustart“ einen ganz großen Bogen zu schlagen und dabei Thriller Qualität zu erreichen. Dazu zwei gute Ideen: Zum einen zum Thema „Wie schaffe ich Marken“ und zum anderen die These „Die westliche Kleidungskultur wurde seit den 1950er Jahren am meisten durch das Militär geprägt“. Am Ende ist mir Milgrim äußerst sympatisch und in Fiona habe ich mich verliebt. Passt und durchaus fesselnd. Eine echte stärke von „System Neustart“ ist dabei die Detailverliebtheit – ohne zu nerven und mit einen scharfen Auge werden Dinge detailiert beschrieben die oft weggelassen werden. Hier machen sie die Story aber erst „rund“! Soundtrack: The Wipers!

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Bücher, schnell gelesen: Teil 879

William Gibson - Mustererkennung (Klett-Cotta, 2003)
William Gibson - Mustererkennung (Klett-Cotta, 2003)

Gelesen: 23.11. – 29.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 451 Seiten.

Mein irischer Arbeitskollege Ian nervt mich seit langem mit William Gibson (wohl am besten bekannt durch „Neuromancer„) und zwar mit der lustigen Begründung ich würde ja ein alter Punk sein der immer Schwarz tragen und das würde zu William Gibson passen, der wäre nämlich „the „noir prophet“ of the cyberpunk subgenre„…hahaha!

Wenn es nicht wirklich einen Crime oder Thriller Background interessiert es mich meistens nicht -but nevermind, ich mag ja auch Neal Stephenson.  Also nehme ich mir jetzt mal die Trilogie „Mustererkennung / Quellcode / Systemneustart“ vor. Der erste Band ist eine spannende Geschichte, ohne aber dabei wirklich besonders ausgefallen oder clever zu sein. Wäre es ein Hollywood-Movie würde ich ihn im Cinemax gucken und schnell vergessen. Handwerklich gut, aber kein Hängenbleiber. Vieleicht ja im Context aller 3 Bücher aber so ehr „lala“. Soundtrack: Mega City Four.

Bücher, schnell gelesen, Double-Feature: Teil 877 und 878

Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)
Ken Bruen - Jack Taylor und der verlorene Sohn / Jack Taylor auf dem Kreuzweg (Atrium Verlag 2011)

Gelesen: 18.11. – 23.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 291 und 241 Seiten

Der 5te (sic!) und der 6te Band aus der großartigen Jack Taylor Reihe von Ken Bruen.

Was Ken Bruen so unendlich großartig macht ist „Helden“ tief tief im Elend zu erschaffen, Jack Tayler aus Galway ist sicherlich der elendste. Koks, Sprit und ein fettes Maß an Sarkasmus gepaart mit dem Elend derer die nix haben, nix bekommen werden und nicht dem Standard entsprechen sind ein großartiger Hintergrund für kleine Probleme, kleine Verbrechen die schnell einmal „groß“ werden. Es gibt kein besseres „Sittengemälde“ der irischen Gesellschaft als die Bücher von Ken.

Diesmal bietet die katholische Kirche (Mißbrauch von Jugendlichen) und eine fiese Rachegeschichte den Hintergrund für das Wühlen im Dreck. Einfach Klasse und in der von mir bevorzugten Art lakonisch in Sachen Gewalt, Tod und allem Bösen. Lesen! Soundtrack: The Mahones!