Bücher, schnell gelesen: Teil 1.346

James Rayburn - Fake (Tropen, 2018)
James Rayburn – Fake (Tropen, 2018)

Gelesen: 21. –25.09.2018, netto 372 Seiten

James Rayburn aka Roger Smith mit einem thematisch Top aktuellem Thriller, der sich wie ein Drehbuch für einen Hollywood Film liest.

Die Geschichte selbst (wenn mann einige stark überzogene Figuren abzieht) klingt realistisch und politisch getriebene Lügen sind heute ja schon lange ein normales Verhalten. Und den US of A mit dem imbecile liar in seat traut man sowas sicher zu.

Das Buch ist spannend ohne zu glänzen, einige Figuren sind allerdings zu plakativ (der CIA Agent aus dem Ruhestand, der UdSSR Spion der vor seinem Tod noch etwas gutes machen will, die Falle am Ende für den Bösewicht) und die Bösewichte sind mit „die bösen Waffenhändler im Hintergrund“ definitiv viel zu einfach aufgesetzt.

In den guten Momenten fast wie eine Elmore Leonard Geschichte, in den nicht so guten irgendwie … langweilig. Dennoch hat das Buch einen Vorteil: Roger Smith schreibt ohne überflüssige Worte, darum kann man das ganze dann doch gut lesen. Eine richtige Zündung im Kopfkino gab es trotzdem nicht.

Soundtrack dazu: The Fake Boys – She calls me America, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.331

Mons Kallentoft & Markus Lutteman - Die Fährte des Wolfes (Tropen, 2017)
Mons Kallentoft & Markus Lutteman – Die Fährte des Wolfes (Tropen, 2017)

Gelesen: 08. – 13.07.2018, netto 451 Seiten

Ich kaufe Bücher weil ich dem Autor vertraue, dem Verlag vertraue, dem Lektor vertraue oder der Krimi-Reihe vertraue. Oder aber weil das Thema spannend erscheint. Oder weil das Cover was hermacht.

Dieses Buch habe ich gekauft, weil die Krimi-Reihe (tick) bei Tropen (tick) bisher ohne Ausfall war. Also kaufe ich dieses Buch. Kommt aus Schweden (tick) und redet im Waschzettel von „Musik, Party, Drogen„. Und einem Killer.  Einem Serien-Killer.

Also habe ich es gekauft.

Gelesen habe ich es auch und das bis zum Ende. Wenn ich wirklich keinen Zugang zu einem Buch bekomme, dann breche ich das schon einmal ab. Hier nicht.

Das Buch ließt sich flüssig, es sind keine großen Fehler drin und trotzdem ist das kein gelungener Wurf: Der Charakter des Drogen- und Partysüchtigen Polizisten ist ehr platt umgesetzt, seine Kollegen allzu plakativ gezeichnet und die Story vorhersehbar (in ihrem Setting zwischen schwedischen Rockern und türkischen Mafiosi). Das einzig coole wird dann auch zu früh verraten: Tatwerkzeug sind … Wölfe).

Und an einem Punkt war ich vollständig bedient: Der Held sitzt im Restaurant und am Nebentisch gibt Naomi Rapage (die wohl übelste Art einen Link zur Lisbeth Salander Serie zu setzen).

Nein, das war nichts.

Soundtrack dazu: Toxic Lab Rats – I Had Enough Of You, was sonst?

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.310

Roger Smith - Mann am Boden (Tropen, 2018)
Roger Smith – Mann am Boden (Tropen, 2018)

Gelesen: 23. – 28.03.2018, netto 312 Seiten

Roger Smith kommt ja aus Zuid-Afrika und hat das Land inzwischen in Richtung Thailand verlassen.  Das gleiche hat der „Held“ in diesem Buch auch gemacht, er hat ZA in Richtung US of A verlassen.

Und dort lebt er als glücklicher Geschäftsmann mit seiner Frau und seiner Tochter. Klasse. Aber dann wird seine Familie brutal überfallen. Und fortan wird das Buch nicht nur zum blutigen Splattermovie sondern auch zu einem, bei dem Opfer Täter sind und nicht mehr so zu sein scheint, wie es ist.

Großartig in Szene gesetzt, mit Rückblenden nach Zuid-Afrika, und immer schön an der Grenze des Ertragbaren bzw. des guten Geschmacks. Aber Drogen, Dealen, Korruption und Machtmissbrauch sind keine Dinge die schön zu reden sind sondern die am besten so serviert werden wie sie in Wirklichkeit passieren: Schlecht für die auf der falschen Seite, tödlich für die, die nichts haben und im Zweifel auch schlecht für die auf der richtigen Seite – wenn sie denn nicht oben in der Nahrungskette sind.

Herrlich brutal, herrlich blutig. Eine wahre Pracht. Und ein überraschendes Ende (denn es ist lange nicht klar wer am Leben bleibt) – ich liebe es wenn Helden mitten im Film/Buch einfach mal sterben.

Soundtrack dazu: Yard Trauma – Cry a little longer, was sonst?