Bücher, schnell gelesen: Teil 1.242

Angelo Petrella - Nazi Paradise (Pulp Master, 2010)
Angelo Petrella – Nazi Paradise (Pulp Master, 2010)

Gelesen: 15.05.2017 20:20 – 21:30, netto 102 Seiten und 6 Seiten Vorwort von Thor Kunkel.

Hui, das ist mal eine fiese kleine Nummer. Ein namenloser Skinhead, irgendwie immer auf der Such nach Stress (egal mit wem, ehr gegen Links aber auch gerne gemeinsam gegen die Bullen) und nach noch mehr Stress beim Fußball.

Und, ja, Ausländer resp. Nigger gehören auch aufgemischt. Ein Musterexemplar eines negativen, anti-bürgerlichen Mitläufers. Und halbwegs genialen Hackers. Und Beziehungsneurotiker, der lieber Cybersex in einem Chatroom hat als mit dem scharfen Skinheadmädchen.

Und das ganze in eine 100 Seiten Krimigeschichte voller Aktion gepackt, mit einfacher und direkter Sprache. Und ordentlich auf die Fresse bekommen. Für den namenlosen Skinhead. Ein echter Pulp Roman.

Soundtrack dazu: Lonely Skin, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.145

Seamus Smyth - Spielarten der Rache (Pulp Master, 2015)
Seamus Smyth – Spielarten der Rache (Pulp Master, 2015)

Gelesen: 23. – 25.12.2015, netto 249 Seiten (plus Vorwort von 10 Seiten).

Wow – Cooler Gangsters meets Serialkiller. Das ganze hat viel von Ken Bruen und einen großen Schlag Henry obendrauf.

Das ganze ist im Grunde eine großartige Anklage an das Waisenhaus-Gulag-System der katholischen Kirche in Irland und die Politiker und Polizisten die es geschützt haben. Und eine Rache, die auf viele Jahre angelegt ist. Und so durchgeknallt irrwitzig ist, das sie einen Sonderpreis verdient hat.

Diese Rache gepaart mit einem völlig irren Serienkiller, der junge Mädchen zu Kunstwerken formt (und mit Ratten formbar macht), ist einfach ein brutal schönes Stück Anklage. Ohne Gnade. Ohne Happy End. Ohne Gewinner. Brutal und Ehrlich. Wow – einfach cool!

Soundtrack dazu: Paranoid Visions – was sonst?

PS: Wie alle Bücher von Pulp Master nicht wirklich nach meinem Geschmack gestaltet – diesmal nervt vor allem die Schriftart/größe und der „enge“ Druck.

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.091

Garry Disher - Dirty Old Town (Pulp Master, 2013)
Garry Disher – Dirty Old Town (Pulp Master, 2013)

Gelesen: 01. – 03.02.2015, netto 317 Seiten.

Garry Disher kannte ich bisher nur von UT Metro, seine „Challis/Destry“ Serie sind echt relaxte, sonnendurchflutete australische Cop Stories. Aber daneben hat er auch eine Serie mit einem Kriminellen als Helden – die „Wyatt“ Serie. Und in die bin ich nun durch Zufall hineingestolpert.

Das wichtigste Vorweg: Das Cover ist grausam, aber ich darf nicht meckern: Pulp Master lässt alle seiner Bücher mit einem individuellen Cover von einem Maler gestalten. Also „einheitlich“, so wie ich es mag. Optisch ist es einfach nicht mein Ding. Pech für mich.

Belohnt wurde ich mit einer coolen Story um coole Gangster: Aus einem kleinen Raub wird ein großes Chaos und jeder betrügt fast jeden und „Vertrauen“ wäre gleichbedeutend mit „Tod“. Dazu kommen noch ein paar überraschende bzw. überraschte Tote, so das es ein flottes Gemetzel ist in dem es immerhin um viel Geld geht. Großartige Charaktere, flotte Story – ich kauf jetzt den Rest (beides: Garry Disher bei Pulp Master und alle von Pulp Master).

Soundtrack dazu: Chainsaw Hookers, was sonst?

PS: Das original Cover gefällt mir daher leider besser…

Garry Disher - Wyatt (Text Publishing, 2010)
Garry Disher – Wyatt (Text Publishing, 2010)