Bücher, schnell gelesen: Teil 1.261

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„Bücher, schnell gelesen: Teil 1.260“ ist gesperrt
Bücher, schnell gelesen: Teil 1.260

Gelesen: 20. – 22.08.2017, netto 235 Seiten.

Ja, das ist schon wieder geile Scheiße – so wie das erste Buch von Benjamin Whitmer bei Polar. Wieder widmet sich Whitmer dem Elend im nirgendwo der US of A, diesmal in Ohio und diesmal wieder ungeschminkt.

Schnell wird klar das es eine „Ein Mann sieht rot“ Nummer wird – aber bis zum showdown gibt es eine ordentliche Geschichte mit ordentlich Gewalt. Denn das bestimmt das Leben der Menschen auf dem Land (zum Teil aus Langeweile, zum Teil als Broterwerb) und in der Stadt (hier: Cincinnati), wo ein korrupter Bulle es nicht nur schaft Rassenunruhen anzustiften sondern auch kurz vor dem Rauswurf zu stehen.

Und so kommt es wie es kommen muß: Weil die Tochter des harten ex-Knackis vom Land in der Stadt des korrupten Bullen an einer Überdosis gestorben ist kreuzen sich ihre Wege. Und wie bei zwei Kater gibt es Stress. Bis zum bitteren Ende. Dazwischen ein tiefer Abstieg in die Junk-Szene der Großstadt, die aber um keinen Deut besser ist als die Alkohol und Tabletten Szene auf dem Land.

Großartige Charaktere, schöne Landschaftsbeschreibungen und endlos viel lakonische Gewalt. Bingo! Und dazu ein sensationeller Epilog. Cooler Scheiß, davon will ich definitiv mehr.

Und die Polar-Krimis sind hiermit auch zum Pflichtprogramm erhoben!

Soundtrack dazu:  Ed Davis Band, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.257

Estelle Surbranche - So kam die Nacht (Polar Verlag, 2017)
Estelle Surbranche – So kam die Nacht (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 31.07. – 02.08.2017, netto 326 Seiten.

Frankreich! Wow! Was für eine schöne Überraschung. Und was für eine geile Story …

… was würdet ihr machen, wenn ihr Koks in bester Qualität (also unverschnitten) am Strand findet und realisiert das ihr nicht nur quasi Bargeld gefunden habt sondern auch noch Treibstoff für das eigene Ego? Runterschlucken und die Cops anrufen? Oder reinschniefen und wie eine Rakete abgehen?

Vor dieser Frage stehend entscheiden sich zwei Studenten aus Paris leider viel zu schnell und ohne alles zu durchdenken. Die Frage, ob jemand das Zeug vermisst kommt ihnen nicht in den Sinn. Und die Frage, ob die Polizei sich irgendwie interessiert auch nicht. Und so haben sie mehr Probleme an der Backe als sie aushalten können:

Eine Killerin der Drogenmafia die ihre Oper sehr gerne quält. Und zwar so richtig. Böse. Und eine Polizistin die einfach nicht loslässt. Und eine veritable Drogensucht, die das Ego und die Umgebung zerstört.

Im Film würde mann sagen „…zogen eine Spur der Verwüstung hinter sich her“ und das trifft es ganz gut. Großartige Story, ordentlich erzählt und ausreichend lakonisch und brutal. Extrem brutal.

Geiler Scheiss, Surf’s up Motherfucker!

Soundtrack dazu: Mark Broadie & The Beaver Patrol, was sonst? Oder doch Les Arondes? Your choice!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.246

Ken Bruen - Brant (Polar Verlag, 2017)
Ken Bruen – Brant (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 31.05. – 02.06.2017, netto 242 Seiten

Ein Ken Bruen – das ist immer wieder eine sichere Garantie für einen lustigen aber auch brutalen Krimi. Nicht anders Brant, im englischen Original BLITZ … or Brant hits the Blues. Der englische Titel ist dabei ein wunderbares Wortspiel das leider im deutschen nicht so richtig funktioniert.

Diesmal ist nicht nur Detectiv Sergeant Brant in der Scheisse sondern die gesamte Londoner Polizei, treibt doch ein durchgeknallter Killer ein Cop-Killer Spiel. Während dieser sich locker durch die Reihen der Polizei mordet haben die Cops ganz andere und eigene Probleme.

Und da der Cop-Killer nicht nur mediengeil ist sonder auch noch clever ist … müssen sie ihn auch noch laufen lassen. Aber Ken Bruen wäre nicht Ken Bruen wenn es dannach nicht noch einen Höhepunkt geben würde.

Unbedingt kaufen! Unbedingt lesen.

Soundtrack dazu: Booze & Glory, was sonst?

PS: Das Buch ist von 2002 und es wurde 2011 mit Jason Statham, Paddy Considine, Aidan Gillen und David Morrissey verfilmt. Dem Film fehlt es wg. der Wucht von Statham etwas an Witz aber gucken kann man den schon.

PPS: „Blitz – Cop Killer vs. Killer Cop“ ist ein selten dämlicher Titel.