Bücher, schnell gelesen: Teil 1.237

Janis Otsiemi - Libreville (Polar Verlag, 2017)
Janis Otsiemi – Libreville (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 22. – 26.04.2017, netto 200 Seiten

Hui, ein Krimi aus Afrika – genauer aus Gabun. Das ist dann doch einmal was anderes. Dazu viele Referenzen zu Könnern des Genres wie James Ellroy oder Chester Himes.

Aber – leider – hält das Buch nicht alles was das Marketending hineinverspricht. Im Grunde ist das ganze wie eine True Crime Geschichte angelegt und erzählt uns das korrupte Leben in Gabun und zeigt die Ermittlungsarbeit der Polizisten. Was irgendwie fehlt ist Spannung und Tiefgang – ich habe mich ehr durch das Buch gequält als das ich es mit Freude verschlungen hätte.

Schade – aufgrund des Lokalkolorits wäre da sicher mehr möglich gewesen.

Soundtrack dazu: Siya Po’ossi X, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.213

Benjamin Whitmer - Nach mir die Nacht (Polar Verlag, 2016)
Benjamin Whitmer – Nach mir die Nacht (Polar Verlag, 2016)

Gelesen: 26. – 27.12.2016 netto 263 Seiten

Hammer! Ein direkter, ehrlicher und rauer Blick auf einen Teil der US of A, der oft im verborgenen liegt. Wanderarbeit, keine Krankenversicherung, Drogen und das große nichts – verursacht entweder durch Verlust oder durch Drogen. Oder beides.

Patterson Wells verdingt sich als Katastrophenaufräumer und schaft es dabei nicht einmal seine eigenen (Alkohol, Tod seines Sohnes) zu bewältigen. Zusammen mit anderen Abgefuckten befindet er sich auf einer Spirale nach unten und es gibt keine Hoffnung.

Das ganze wird zurecht als „Country Noir über das was Väter Söhnen und Söhne Vätern antun“ beworben und ist hammerscharf bzw. hammerhart. Und Männer kennen nur einen Weg Gefühle zuzulassen: Gewalt!

Jede Menge Tote, jede Menge lakonische Gewalt – ein Hammerschlag von einem Buch! Kaufen! Lesen! Verfilmen!

Soundtrack dazu: The Fuck Off and Dies!, was sonst?

PS: Dazu passt diese aktuelle Meldung:

http://www.sueddeutsche.de/leben/drogensucht-in-den-usa-alle-sieben-stunden-eine-ueberdosis-1.3300990
http://www.sueddeutsche.de/leben/drogensucht-in-den-usa-alle-sieben-stunden-eine-ueberdosis-1.3300990

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.201

Nathan Larson - Zero One Dewey (Polar Verlag, 2016)
Nathan Larson – Zero One Dewey (Polar Verlag, 2016)

Gelesen: 19. – 21.10.2016 netto 296 Seiten.

Bang – Dewey Decimal ist wieder da und wie es sich für eine Trilogie gehört … zum letzten mal. Eigentlich hat er wieder eine Looser-Aufgabe im Post-apokalyptischen New York bekommen und eigentlich verbockt er sie zuerst auch wieder.

Aber dann … dann ändern sich ein paar Dinge. Zum einen versteht er seine Welt immer weniger, zum anderen sieht er nicht mehr klar. Erst als sein Auftrag eine komische Wendung nimmt und ein paar Erklärungen für seinen Zustand eintreffen … da wird ihm einiges klar und sein Ziel steht fest. Klar auch das er es erreicht. Und ein Oldschool Ding daraus macht, in seiner Welt im wahrsten Sinne.

Trickreich, lustig und eben als großartige Nebenrealität angelegt: Das will ich verfilmt sehen! Ohne wenn und aber!

Soundtrack dazu: M.I.A., was sonst?