Bücher, schnell gelesen: Teil 1.257

Estelle Surbranche - So kam die Nacht (Polar Verlag, 2017)
Estelle Surbranche – So kam die Nacht (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 31.07. – 02.08.2017, netto 326 Seiten.

Frankreich! Wow! Was für eine schöne Überraschung. Und was für eine geile Story …

… was würdet ihr machen, wenn ihr Koks in bester Qualität (also unverschnitten) am Strand findet und realisiert das ihr nicht nur quasi Bargeld gefunden habt sondern auch noch Treibstoff für das eigene Ego? Runterschlucken und die Cops anrufen? Oder reinschniefen und wie eine Rakete abgehen?

Vor dieser Frage stehend entscheiden sich zwei Studenten aus Paris leider viel zu schnell und ohne alles zu durchdenken. Die Frage, ob jemand das Zeug vermisst kommt ihnen nicht in den Sinn. Und die Frage, ob die Polizei sich irgendwie interessiert auch nicht. Und so haben sie mehr Probleme an der Backe als sie aushalten können:

Eine Killerin der Drogenmafia die ihre Oper sehr gerne quält. Und zwar so richtig. Böse. Und eine Polizistin die einfach nicht loslässt. Und eine veritable Drogensucht, die das Ego und die Umgebung zerstört.

Im Film würde mann sagen „…zogen eine Spur der Verwüstung hinter sich her“ und das trifft es ganz gut. Großartige Story, ordentlich erzählt und ausreichend lakonisch und brutal. Extrem brutal.

Geiler Scheiss, Surf’s up Motherfucker!

Soundtrack dazu: Mark Broadie & The Beaver Patrol, was sonst? Oder doch Les Arondes? Your choice!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.246

Ken Bruen - Brant (Polar Verlag, 2017)
Ken Bruen – Brant (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 31.05. – 02.06.2017, netto 242 Seiten

Ein Ken Bruen – das ist immer wieder eine sichere Garantie für einen lustigen aber auch brutalen Krimi. Nicht anders Brant, im englischen Original BLITZ … or Brant hits the Blues. Der englische Titel ist dabei ein wunderbares Wortspiel das leider im deutschen nicht so richtig funktioniert.

Diesmal ist nicht nur Detectiv Sergeant Brant in der Scheisse sondern die gesamte Londoner Polizei, treibt doch ein durchgeknallter Killer ein Cop-Killer Spiel. Während dieser sich locker durch die Reihen der Polizei mordet haben die Cops ganz andere und eigene Probleme.

Und da der Cop-Killer nicht nur mediengeil ist sonder auch noch clever ist … müssen sie ihn auch noch laufen lassen. Aber Ken Bruen wäre nicht Ken Bruen wenn es dannach nicht noch einen Höhepunkt geben würde.

Unbedingt kaufen! Unbedingt lesen.

Soundtrack dazu: Booze & Glory, was sonst?

PS: Das Buch ist von 2002 und es wurde 2011 mit Jason Statham, Paddy Considine, Aidan Gillen und David Morrissey verfilmt. Dem Film fehlt es wg. der Wucht von Statham etwas an Witz aber gucken kann man den schon.

PPS: „Blitz – Cop Killer vs. Killer Cop“ ist ein selten dämlicher Titel.

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.237

Janis Otsiemi - Libreville (Polar Verlag, 2017)
Janis Otsiemi – Libreville (Polar Verlag, 2017)

Gelesen: 22. – 26.04.2017, netto 200 Seiten

Hui, ein Krimi aus Afrika – genauer aus Gabun. Das ist dann doch einmal was anderes. Dazu viele Referenzen zu Könnern des Genres wie James Ellroy oder Chester Himes.

Aber – leider – hält das Buch nicht alles was das Marketending hineinverspricht. Im Grunde ist das ganze wie eine True Crime Geschichte angelegt und erzählt uns das korrupte Leben in Gabun und zeigt die Ermittlungsarbeit der Polizisten. Was irgendwie fehlt ist Spannung und Tiefgang – ich habe mich ehr durch das Buch gequält als das ich es mit Freude verschlungen hätte.

Schade – aufgrund des Lokalkolorits wäre da sicher mehr möglich gewesen.

Soundtrack dazu: Siya Po’ossi X, was sonst?