Bücher, schnell gelesen: Teil 1.252

Marlon James - Eine kurze Geschichte von sieben Morden (Heyne Hardcore, 2016)
Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden (Heyne Hardcore, 2016)

Gelesen: 18.06.- 08.07.2018, netto 844 Seiten

Wow – was für ein Monster. Ausgehend von einem echten Ereignis (dem Mordanschlag auf Bob Marley in 1976) skizziert Marlon James Jamaika, die Politik auf der Insel und natürlich die Gangster in Kingston. Und die Gangster sind auch Politiker, was sonst?

Dabei geht er sowohl zurück in der Zeit um eine passende Vorgesichte zu weben als auch viel viel weiter in die 1990er und den Aufstieg von Crack und jamaikanischen Dealern in NYC.

Großes Kino für das Kopfkino und immer mit einem feinen Gespür für die erzeugten Bilder, werden diese doch von unterschiedlichen „Ich-Erzählern“ in unterschiedlicher Sprache erzählt. Dazu gehören auch Tote, die aus ihrem Leben erzählen.

Ein wahnsinnig tolles Buch – voller Humor und brutalster Gewalt. Beiläufigen Morden. Echtem Gemetzel. So wie das Leben am Rande des Wohlstandes eben ist. Kein wirklicher Krimi aber ein Zeitstudie fast ohne gleichen.

Ich lege das mal gaaaaanz doll ans Herz! Befeuert euer Kopfkino!

Soundtrack dazu: Bob Marley and Punk, was sonst?