Bücher, schnell gelesen: Teil 1.300

Jeff Vandermeer - Borne (Verlag Antje Kunstmann, 2017)
Jeff Vandermeer – Borne (Verlag Antje Kunstmann, 2017)

Gelesen: 01. – 03.02.2018, netto 352 Seiten

Mal was anderes – das ist kein Crime sondern ehr eine spannende Sci-Fi Geschichte rund um das Thema Bio-Tech und was Bio-Tech uns eventuell so alles antun kann.

In einer Namenlosen Stadt, in einem namenlosen Land ist offensichtlich einiges Schiefgegangen. Die Firma (ein Bio-Tech Unternehmen) hat die Stadt in Schutt und Asche gelegt, wohl aus versehen. Und die Überlebenden, wohl Menschen – aber wer kann das schon sagen – versuchen aus den Resten zu leben: Gegessen wird alles was Energie enthält (ob echtes Leben oder Bio-Tech ist egal) und den Monstern der Firma wird aus dem Weg gegangen. Und das herrschende Monster ist ein riesiger fliegender Bär mit dem Namen Mord (wohl auch ein Bio-Tech Produkt).

Rachel ist so eine Überlebende und Sammlerin, sie verteidigt mir ihrem Lover Wick (der mit Bio-Tech und Bio-Tech Drogen handelt) eine kleine Enklave und ein kleines Glück. Und findet Rachel im Fell von Borne etwas neues, etwas unbekanntes. Und das ist Borne. Zuerst sowas wie ein Anemone, dann ein Formwandler und am Ende ein intelligentes und sprechendes Wesen.

Und dann wird das Buch groß und breit, wir erfahren viel über den Planeten der den Bach runtergegangen ist (ist es die Erde? Mhhhh) und über eine post-apokalyptische Realität. Das ganze wird dabei ein spannendes Road-Movie und eine „coming of age“ Geschichte.  Und obendrauf ein wenig Gemetzel.

Spannend aber leider ohne den Tiefgang wie die Geschichten von Neal Stephenson (zB Diamond Age) mir fehlt vor allem der technische Tiefgang. Aber als eine mögliche Zukunft passt das schon. Das allerdings zum Ende noch etwas Stargate dazukommt, mmhhhh – das ist doof.

Ich fand es zumindest so interessant das ich jetzt auch die Southern Reach Trilogie des Autors kaufen werden.  Die wird gerade auch spannend verfilmt …

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.042

George V. Higgins – Ich töte lieber sanft (Kunstmann, 2014)
George V. Higgins – Ich töte lieber sanft (Kunstmann, 2014)

Gelesen: 15. – 24.04.2014, netto 234 Seiten.

Fuckin‘ cool! Über 200 Seiten können wir dem Mob aus Boston und anderswo zuhören. Und bei diesem belauschen kommen wir dann auch auf die Story und warum am Ende handelnde Personen sterben bzw. beseitigt werden müssen. Das alles passiert so cool und so nebenbei und irgendwie überraschend, das es einfach großes Kino ist.

Nicht umsonst wurde das mit Brad Pitt verfilmt, wenn auch von Boston nach New Orleans versetzt und leicht auf die Neuzeit adaptiert.

Dennoch großes Kopfkino, da der Leser wie eine kleine Maus das ganze „belauscht“ und erst wenn er alles gehört hat auch alles versteht. Perfekt!

Soundtrack dazu: Negative FX, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.041

George V. Higgins - Die Freunde von Eddie Coyle (Kunstmann, 2014)
George V. Higgins – Die Freunde von Eddie Coyle (Kunstmann, 2014)

Gelesen: 10. – 14.04.2014, netto 185 Seiten.

Klein aber Fein! Nicht umsonst sind großartige Schriftsteller (Elmore Leonard) oder großartige Filmemacher (Quentin Tarantino) Fan von George V. Higgins. Das Buch ist eine staubtrockene Gangstergeschichte aus den 70ern, spielt in Boston und passt „wie die Faust aufs Auge“.

Das beste aber ist, mit welcher Sicherheit die Figuren kluge Sätze von sich geben, wie zB „Das Leben ist hart, aber wenn man blöd ist, ist es noch härter„. Ein Satz, den ich auf so manchem Grabstein sehen möchte!

Das Ende ist lustig, der Tod ereilt den von dem wir es erwartet haben aber aus Gründen, die er nicht hat kommen sehen. Zu cool!

Verfilmt wurde das auch, mit Robert Mitchum, 1973. Ultracool!

Soundtrack dazu: The Ducky Boys, was sonst?